Deutschland, amtlich Bundesrepublik Deutschland; nicht amtliche Abkürzung BRD, Staat in Mitteleuropa,

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Staat und Recht

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Verfassung

Die staatliche Ordnung wird durch das am 8. 5. 1949 vom Parlamentarischen Rat beschlossene, am 23. 5. 1949 verkündete Grundgesetz (GG) bestimmt.

Die Bundesrepublik Deutschland erhielt am 5. 5. 1955 die Stellung eines souveränen Staates (Deutschlandvertrag, Pariser Verträge). Die letzten hoheitsrechtlichen Vorbehalte der Alliierten wurden durch den Zwei-plus-vier-Vertrag aufgegeben. Einige Vorbehalte waren bereits 1968/69 aufgrund der Notstandsverfassung und der darauf basierenden Notstandsgesetze hinfällig geworden.

Deutschland ist ein Bundesstaat; sowohl der Bund als Ganzes als auch die Länder sind »Staaten« mit eigener Staatsgewalt und

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Recht

Die Rechtsordnung besteht aus Bundes- und Landesrecht. Das Bundesrecht beruht vielfach auf Kodifikationen, die am Ende des 19. Jahrhunderts

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Flagge und Wappen

National- und Handelsflagge sind schwarz-rot-golden längs gestreift; ebenso die Bundesdienstflagge, in

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Nationalfeiertag

Der 3. 10. erinnert seit 1990 an die Wiederherstellung der deutschen Einheit

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Verwaltung

Deutschland besteht aus 16 Bundesländern. Bund und Länder haben getrennte Verwaltungen (Bundesverwaltung, Bundesaufsicht). Auf einigen Gebieten verfügt der Bund über Verwaltungen mit eigenem Verwaltungsunterbau (z. B. Auswärtiger

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Parteien

Im Rahmen des parlamentarischen Systems treten v. a. sieben Parteien hervor: Christlich

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Gewerkschaften

Wichtigster Dachverband der Gewerkschaften ist der DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund). Daneben bestehen

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Bildungswesen

Das Bildungswesen unterliegt der Kulturhoheit der Länder, die sich in der Kultusministerkonferenz miteinander abstimmen. Um die Qualität der schulischen Bildung zu sichern, hat sich die Kultusministerkonferenz auf die Einführung von Bildungsstandards für verschiedene Bildungsabschlüsse, vor allem am Ende der Sekundarstufe I, geeinigt. Es besteht allgemeine Schulpflicht vom 6. bis zum 18. Lebensjahr, davon sind mindestens neun (in einigen Ländern zehn) Jahre Vollzeitschule und drei (zwei) Jahre Berufsschule zu absolvieren. An den Besuch der vierjährigen (in

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Medien

Die Pressefreiheit wird im Grundgesetz (Art. 5 Abs. 1) garantiert; Näheres regeln die Pressegesetze der Länder. Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit und des Zensurverbots sind ausdrücklich nur durch allgemeine Gesetze etwa zum Jugendschutz und zum Schutz der persönlichen Ehre erlaubt. 

Presse: Nach 1945 entwickelte sich in der Bundesrepublik schnell ein vielfältiges Pressewesen, das jedoch seit den 1970er-Jahren starken Konzentrationsprozessen unterworfen ist. Zehn Mediengruppen (u. a. die Axel Springer SE sowie die Verlagsgruppen Südwestdeutsche Medienholding, Funke-Mediengruppe, Madsack Mediengruppe, DuMont Mediengruppe, Ippen Mediengruppe,

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Streitkräfte

Die Streitkräfte tragen den offiziellen Namen Bundeswehr.

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Landesnatur

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Landschaft

Deutschland hat eine maximale Ausdehnung von 876 km in Nord-Süd-Richtung und 640 km in Ost-West-Richtung. Es hat Anteil am Norddeutschen Tiefland, an der deutschen Mittelgebirgsschwelle, am Alpenvorland und an den Alpen.

Die Nordseeküste des Norddeutschen Tieflands, die zum Teil bedeicht ist, wird im Unterschied zur Ostseeküste von den im Gezeitenrhythmus täglich zweimal trockenfallenden Watten begleitet.

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Deutschland: Watt

Bei Ebbe kann die Strecke zur Insel Neuwerk auch mit dem Sulky zurückgelegt werden.

Vor der deichgeschützten Nordseeküste liegen die Nationalparks Niedersächsisches(77 von 1540 Wörtern)

Klima

Deutschland liegt in der gemäßigten Klimazone im Bereich der Westwindzone und nimmt eine Mittellage ein zwischen dem maritimen Klima Westeuropas und dem Kontinentalklima Osteuropas. Von Nordwesten nach Südosten, aber auch von Westen nach Osten ist eine graduelle Zunahme kontinentaler Komponenten im Klima deutlich feststellbar. Der Unterschied zwischen Süden und Norden wird durch

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Vegetation

Deutschland liegt in der mitteleuropäischen Zone der sommergrünen Laubwälder. Auffallend ist die Artenarmut der natürlichen Vegetation. Durch den Einfluss der pleistozänen Kaltzeiten mit großer Inlandeisausbreitung und die durch die Alpen erschwerte Wiedereinwanderung starben zahlreiche kälteempfindliche Arten aus. Etwa seit Mitte des 19. Jahrhunderts ist es durch Intensivierung der Landwirtschaft, Industrialisierung,

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Tierwelt

Die Tierwelt in Deutschland umfasst etwa 45 000 Arten und setzt sich überwiegend aus den für den westlichen Teil der eurasischen Waldzone typischen Arten zusammen, wobei von Westen nach Osten der Anteil an atlantisches Klima gebundener Arten zugunsten von kontinentalen Arten deutlich abnimmt. In den letzten Jahrzehnten hat die Intensivierung der Landnutzung zu erheblichen Veränderungen der Tierwelt geführt, zahlreiche Arten sind vom Aussterben bedroht oder zumindest gefährdet und bedürfen des besonderen Schutzes. Ausgerottet waren beispielsweise Auerochse, Braunbär und Wisent, ebenso die

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Bevölkerung und Religion

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Bevölkerung

Deutschland ist das bevölkerungsreichste Land innerhalb der EU. Die Bevölkerungszahl zeigte jedoch aufgrund eines rückläufigen Wanderungsgewinns bzw. Wanderungsverlustes seit 2002 eine leicht abnehmende Tendenz. Erst 2011 stieg das Bevölkerungswachstum aufgrund hoher Einwanderungszahlen aus Süd- und Osteuropa wieder auf 0,1 % (Geburtenrate 0,8 %; Sterberate 1,1 %). Allerdings mussten nach Veröffentlichung der Zensusergebnisse 2011 viele Bevölkerungszahlen nach unten korrigiert werden. Die Bevölkerungswachstumsrate wird für 2017 mit –0,16 % angegeben. Von den Einwohnern sind (2017) 12,8 % jünger als 15 Jahre (2002: 15,0 %); 22,1 % (2002: 17,5 %) sind

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Religion

Das Grundgesetz (Artikel 4 und 140) verpflichtet den Staat zu Toleranz, Neutralität und Parität gegenüber allen Religionen und Religionsgesellschaften und garantiert unter dem Vorbehalt der allgemeinen Staatsgesetze die Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit und die Kultusfreiheit. Die katholische Kirche und die Gliedkirchen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) haben den Status von Körperschaften des

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Wirtschaft und Verkehr

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Wirtschaft

Deutschland gehört zu den hoch entwickelten Industriestaaten der Erde; das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt (2017) 3 684,8 Mrd. US-$. Im internationalen Vergleich liegt Deutschland damit hinter den USA, China und Japan an 4. Stelle aller Staaten. Das Bruttonationaleinkommen (BNE) je Einwohner beläuft sich (2017) auf 43 490 US-$.

Auf dem heutigen Gebiet Deutschlands existierten bis zur Wiedervereinigung am 3. 10. 1990 zwei Staaten, die mehr als 40 Jahre lang wirtschaftlich und politisch getrennt waren. Mit der Schaffung der Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion am 1. 7.

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Industrie

Das produzierende Gewerbe hat in den vergangenen Jahren gegenüber dem Dienstleistungssektor sowohl hinsichtlich der Bruttowertschöpfung (2017: 900,7 Mrd. €; davon entfielen 145,5 Mrd. auf das Baugewerbe) als auch der

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Bodenschätze

Deutschland zählt zu den rohstoffarmen Ländern. Ausnahmen sind lediglich die ergiebigen Lagerstätten von Braunkohle, Steinkohle und Salz. Deutschland verfügt mit über 36 Mrd. t über die drittgrößten wirtschaftlich nutzbaren Braunkohlenvorkommen der Erde. Die größten Braunkohlenlager befinden sich in

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Energiewirtschaft

Bei der Primärenergieerzeugung ist Deutschland zu rund zwei Drittel auf Einfuhren angewiesen. Der Gesamtenergieverbrauch liegt (2017) bei 13 525 PJ. Wichtigster Primärenergieträger ist Erdöl mit (2017)

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Landwirtschaft

In Deutschland sind mit (2017) 617 000 Personen nur noch 1,4 % aller Erwerbstätigen in der Landwirtschaft beschäftigt. Der Anteil der Landwirtschaft (einschließlich Fischerei und Forstwirtschaft) an der Bruttowertschöpfung ist auf (2017) 0,7 % gesunken. Die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe beträgt (2017) 269 800; die durchschnittlich bewirtschaftete Fläche beläuft sich auf knapp 62 ha. Während im früheren Bundesgebiet die bäuerlichen Familienbetriebe vorherrschen, wurde in der DDR die einzelbäuerliche Landwirtschaft mit der Zwangskollektivierung 1952–60 weitgehend zerschlagen. Die danach eingeführten staatlichen oder

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Forstwirtschaft

Die Wälder nehmen rd. 11,4 Mio. ha ein; davon sind 3,3

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Fischerei

Durch die Wiedervereinigung wurden die für die westdeutsche Hochsee- und Küstenfischerei zugänglichen Gewässer

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Dienstleistungssektor

Im Dienstleistungssektor sind 74,5 % aller Erwerbstätigen beschäftigt (2017: 33,0 Mio.). Der Beitrag zur Bruttowertschöpfung liegt bei 68,7 %.

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Tourismus

Deutschland mit seinen vielseitigen Landschaften, Städten und historischen Bauwerken ist für den nationalen und internationalen Tourismus ein beliebtes

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Außenwirtschaft

Nach China und den USA ist Deutschland bezogen auf das Exportvolumen (2017: 1 278,9 Mrd. €) das drittwichtigste Welthandelsland; bezogen auf das Importvolumen (1 034,5

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Verkehr

Die Wiedervereinigung und die europäische Integration, mit dem Beitritt der Staaten in Ostmitteleuropa, führten zu einem starken Anstieg des Verkehrsaufkommens. Maßnahmen zum Ausbau der Infrastruktur in den ostdeutschen Ländern sollen Standortnachteile der Wirtschaft beseitigen (Verkehrsprojekte Deutsche Einheit). Zugleich erfolgt im Rahmen der EU die Entwicklung transeuropäischer Verkehrsnetze.

Das Straßennetz umfasst (2017) 229 970 km überörtliche

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Geschichte

Zur Geschichte deutsche Geschichte, deutsche Einheit.

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Informationen zur deutschen Kultur

Informationen zur deutschen Kultur:

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Weitere Medien

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Berlin: Reichstagsgebäude

Auf dem Dach des Berliner Reichstagsgebäudes ist die große Glaskuppel zu erkennen, die von 1994-1999 neu errichtet

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Quellenangabe
Brockhaus, Deutschland. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/deutschland