Polen, amtlich polnisch Rzeczpospolita Polska [ʒεtʃpɔs

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Landesporträt

Polen ist eine parlamentarische Republik im östlichen Mitteleuropa mit der Hauptstadt Warschau. Der Großteil des Landes besteht aus Tiefländern. Im Süden hat Polen Anteil an den Sudeten und Karpaten. Es herrscht ein gemäßigtes Übergangsklima von ozeanischem

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Geografie

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Landschaft

Polen grenzt im Westen an Deutschland, im Norden an die Ostsee, im Nordosten an das zu Russland gehörende Gebiet Kaliningrad und an Litauen, im Osten an Weißrussland und die Ukraine und im Süden an die Slowakische Republik und die Tschechische Republik.

Polen liegt im Osten Mitteleuropas. Der größte Teil des Landes ist durch eiszeitlich geformtes Tiefland geprägt; 75 % der Oberfläche liegen unter

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Klima

Klimatisch bildet Polen ein Übergangsgebiet, in dem die Kontinentalität des Klimas von

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Vegetation

Die Pflanzenwelt gehört zur mitteleuropäischen Laub- und Mischwaldzone. Die ehemals flächenhaft dominierenden Wälder bedecken heute nur noch 30 % der Landesfläche. Auf den trockenen, nährstoffarmen Sandböden

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Polen in den heutigen Grenzen 23,6 Mio. Einwohner, die Verluste durch den Krieg werden auf 6 Mio. Menschen geschätzt. Die durch neue Grenzziehungen erfolgte Abtretung Ostpolens an die Sowjetunion und die Übernahme der deutschen Ostgebiete lösten große Umsiedlungen und Binnenwanderungen aus. Der größte

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Religion

Die Verfassung (Artikel 53) garantiert die Religionsfreiheit und definiert als Grundlage des Verhältnisses zwischen dem Staat und den Religionsgemeinschaften das Prinzip der Kooperation bei beiderseitiger Respektierung der jeweiligen Eigenständigkeit (Artikel 25). Alle staatlich registrierten Religionsgemeinschaften sind rechtlich gleichgestellt. Grundlage der Beziehungen zwischen dem Staat und der

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Politik und Recht

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Politik

Nach der am 25. 5. 1997 durch Referendum gebilligten neuen Verfassung (in Kraft seit 17. 10. 1997) ist Polen ein demokratischer Rechtsstaat; die soziale Marktwirtschaft ist verfassungsrechtlich gewährleistet. Der Grundrechtskatalog, der auch einen Minderheitenschutz beinhaltet, entspricht dem internationalen Menschenrechtsstandard. Über die Verwirklichung der Grundrechte wacht seit Ende 1987 ein Bürgerrechtsbeauftragter (vom Parlament für 5 Jahre gewählt).

Gemäß der Verfassung ist Polen eine Republik mit parlamentarischem Regierungssystem, in dem der Staatspräsident allerdings eine starke Stellung einnimmt. Die Legislative liegt beim Zweikammerparlament (vierjährige Legislaturperiode),

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge entstammt dem Herzogtum Warschau (1772) und wurde am 11. 11. 1918 für die neu entstandene Republik

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Parteien

Seit der demokratischen Umgestaltung Polens und der Selbstauflösung der bis dahin staatstragenden kommunistischen Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei (PZPR) im Januar 1990 bildete sich

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Gewerkschaften

Waren Anfang der 1990er Jahre etwa drei Viertel der Arbeitnehmer Gewerkschaftsmitglieder,

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Militär

Die Gesamtstärke der Berufsarmee (2010 Abschaffung der Wehrpflicht) beträgt rund 100 000

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Recht

Auf der untersten Stufe der ordentlichen Gerichtsbarkeit stehen die Kreisgerichte, die für die meisten Straftaten und für Zivilsachen mit geringem Streitwert zuständig sind. Bei diesen existieren auf bestimmte Rechtsgebiete spezialisierte Kammern. Daneben sind Stadtgerichtskammern für Bagatellfälle

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Verwaltung

Auf regionaler Ebene existieren seit der 1999 in Kraft getretenen Verwaltungsreform

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Bildungswesen

2017 hat Polen eine Bildungsreform durchgeführt. Die allgemeine Schulpflicht wurde um ein Jahr abgesenkt. Sie dauert vom 8. bis

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Medien

Die Medienlandschaft ist vielfältig, die Berichterstattung frei. Stark präsent sind ausländische Medienkonzerne, darunter die Axel Springer SE, Bauer Media Group und Verlagsgruppe Passau (Regionalzeitungen). – Presse: Zu den auflagenstärksten

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Polen entwickelte sich seit Beginn der 1950er Jahre von einem Agrar- zu einem Industrie-Agrar-Staat. Die mit dem Aufbau des Sozialismus forcierte Industrialisierung ging mit einer tiefgreifenden Veränderung der Wirtschafts- und Sozialstruktur einher; die nach sowjetischem Vorbild organisierte staatlich gesteuerte Planwirtschaft führte das Land trotz

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Bodenschätze

Polen besitzt eine Vielzahl verschiedener Lagerstätten mineralischer Ressourcen besonders in Süd- und Mittelpolen. Die Steinkohlen-, Schwefel- und Kupfererzvorkommen haben weltweite Bedeutung. Etwa 90 % der Steinkohle wird in Oberschlesien (u. a. Kokskohle bei Rybnik), jeweils

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Energiewirtschaft

Die Elektrizitätserzeugung erfolgt nahezu vollständig durch Wärmekraftwerke (auf Braunkohlen- und Steinkohlenbasis

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Industrie

In der Industrie sind 31 % der Erwerbstätigen beschäftigt, sie erwirtschaften (2017) 27,9 % des BIP. Neben den traditionellen Industriestandorten Warschau, Lodz, dem Oberschlesischen Industriegebiet (um Katowice),

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Landwirtschaft

In der Landwirtschaft sind 11 % der Erwerbstätigen beschäftigt, sie erwirtschaften (2017) 1,7 % des BIP. Kennzeichnend ist eine kleinbäuerliche Struktur; rund ein Drittel der Betriebe hat weniger als 5 ha landwirtschaftliche Nutzfläche; die durchschnittliche Nutzfläche pro Betrieb liegt bei 10,8 ha. Die gegenwärtige Agrarstruktur ist Ergebnis der 1950

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Dienstleistungssektor

Der Dienstleistungssektor erwirtschaftet (2017) 70,4 % des BIP; in ihm arbeiten rund 58 % der Beschäftigten. Insbesondere in den Großstädten entwickelte sich während der 1990er Jahre

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Verkehr

Polen ist ein wichtiges Transitland zwischen West- und Osteuropa. Wichtigster Träger des Güterverkehrs ist die polnische Staatsbahn. Das

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Geschichte

Vor der Völkerwanderung war das Gebiet des heutigen Polen vorwiegend von ostgermanischen Stämmen bewohnt. Ab dem 6. Jahrhundert wanderten Slawen in die Region ein. Ende des 10. Jahrhunderts nahmen die Polen das lateinische Christentum an. Mit der Krönung von Bolesław I. aus dem Fürstengeschlecht der Piasten wurde Polen 1025 ein Königreich.

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Kultur

Die Einführung des Christentums prägte die Anfänge der kulturellen Entwicklung Polens. Religiöse Motive standen zu Beginn im Zentrum künstlerischen Schaffens. Seit dem ausgehenden Mittelalter erfuhr die polnische Kultur wichtige Impulse aus dem Gebiet des heutigen Deutschland, Italien und Frankreich. Vor allem die alte Residenzstadt Krakau zeigt prachtvolle Beispiele aus der polnischen Architekturgeschichte wie den gotischen Dom oder das

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Literatur

Gnauck, G., Polen verstehen (2018)
Augustynowicz, C., Kleine Kulturgeschichte Polens. Vom Mittelalter bis zum 21.
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Bildergalerie

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Gesamtansicht des Deutschordensschlosses Malbork (Marienburg)

Das Schloss Malbork in Nordpolen war im 14./15. Jahrhundert Hauptsitz des Deutschen Ordens (1226–1410), an dessen Spitze der vom Generalkapitel gewählte Hochmeister stand.

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Quellenangabe
Brockhaus, Polen. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/polen-20