Polen, amtlich polnisch Rzeczpospolita Polska [ʒεtʃpɔs

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Staat und Recht

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Verfassung

Nach der am 25. 5. 1997 durch Referendum gebilligten neuen Verfassung (in Kraft seit 17. 10. 1997) ist Polen ein demokratischer Rechtsstaat; die soziale Marktwirtschaft ist verfassungsrechtlich gewährleistet. Der Grundrechtskatalog, der auch einen Minderheitenschutz beinhaltet, entspricht dem internationalen Menschenrechtsstandard. Über die Verwirklichung der Grundrechte wacht seit Ende 1987 ein Bürgerrechtsbeauftragter (vom Parlament für 5 Jahre gewählt).

Gemäß Verfassung ist Polen eine Republik mit parlamentarischem Regierungssystem, in dem der Staatspräsident allerdings eine starke Stellung einnimmt. Die Legislative

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Recht

Auf der untersten Stufe der ordentlichen Gerichtsbarkeit stehen die Kreisgerichte, die für die meisten Straftaten und für Zivilsachen mit geringem Streitwert zuständig sind. Bei diesen existieren auf bestimmte Rechtsgebiete spezialisierte Kammern. Daneben sind Stadtgerichtskammern für Bagatellfälle

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Flagge und Wappen

Die Nationalflagge entstammt dem Herzogtum Warschau (1772) und wurde am 11. 11.

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Nationalfeiertag

Seit 1990 (wie schon 1918–39) erinnert der 3. 5. an die erste

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Verwaltung

Auf regionaler Ebene existieren seit der 1999 in Kraft getretenen Verwaltungsreform

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Parteien

Seit der demokratischen Umgestaltung Polens und der Selbstauflösung der bis dahin staatstragenden kommunistischen Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei (PZPR) im Januar 1990 bildete sich

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Gewerkschaften

Waren Anfang der 1990er-Jahre etwa drei Viertel der Arbeitnehmer Gewerkschaftsmitglieder, so

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Bildungswesen

Die Schulpflicht dauert vom 7. bis zum 16. Lebensjahr. Auf den gut ausgebauten, nicht obligatorischen Elementarbereich folgt

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Medien

Die Medienlandschaft ist vielfältig, die Berichterstattung frei. Stark präsent sind ausländische Medienkonzerne, darunter die Axel Springer SE, Bauer Media Group und Verlagsgruppe Passau (Regionalzeitungen). – Presse: Zu den auflagenstärksten von rund

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Streitkräfte

Die Gesamtstärke der Berufsarmee (2010 Abschaffung der Wehrpflicht) beträgt rund 100 000 Mann; hinzu kommen rund 222 000

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Landesnatur

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Landschaft

Polen liegt im Osten Mitteleuropas. Der größte Teil des Landes ist durch eiszeitlich geformtes Tiefland geprägt; 75 % der Oberfläche liegen unter 200 m über dem Meeresspiegel, 22 % 200–500 m über dem Meeresspiegel und nur 3 % über 500 m über dem Meeresspiegel. Das Land wird in westöstlich verlaufende Landschaftszonen gegliedert. Von Norden nach Süden sind dies: 1) die Küstenniederungen an der 788

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Klima

Klimatisch bildet Polen ein Übergangsgebiet, in dem die Kontinentalität des Klimas von

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Vegetation

Die Pflanzenwelt gehört zur mitteleuropäischen Laub- und Mischwaldzone. Die ehemals flächenhaft dominierenden Wälder bedecken heute nur noch 30 % der Landesfläche. Auf den trockenen, nährstoffarmen Sandböden

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Bevölkerung und Religion

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Bevölkerung

Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte Polen in den heutigen Grenzen 23,6 Mio. Einwohner, die Verluste durch den Krieg werden auf 6 Mio. Menschen geschätzt. Die durch neue Grenzziehungen erfolgte Abtretung Ostpolens an die Sowjetunion und die Übernahme der deutschen Ostgebiete lösten große Umsiedlungen und Binnenwanderungen aus. Der größte Teil der Deutschen floh oder wurde vertrieben (1945–50 etwa 7 Mio.), in den ehemaligen deutschen Gebieten wurden

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Religion

Die Verfassung (Artikel 53) garantiert die Religionsfreiheit und definiert als Grundlage des Verhältnisses zwischen dem Staat und den Religionsgemeinschaften das Prinzip der Kooperation bei beiderseitiger Respektierung der jeweiligen Eigenständigkeit (Artikel 25). Alle staatlich registrierten Religionsgemeinschaften sind rechtlich gleichgestellt. Grundlage der Beziehungen zwischen dem Staat

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Wirtschaft und Verkehr

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Wirtschaft

Polen entwickelte sich seit Beginn der 1950er-Jahre von einem Agrar- zu einem Industrie-Agrar-Staat. Die mit dem Aufbau des Sozialismus forcierte Industrialisierung ging mit einer tiefgreifenden Veränderung der Wirtschafts- und Sozialstruktur einher; die nach sowjetischem Vorbild organisierte staatlich gesteuerte Planwirtschaft

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Bodenschätze

Polen besitzt eine Vielzahl verschiedener Lagerstätten mineralischer Ressourcen besonders in Süd- und Mittelpolen. Die Steinkohlen-, Schwefel- und Kupfererzvorkommen haben weltweite Bedeutung. Etwa 90 % der Steinkohle wird in Oberschlesien (u. a. Kokskohle bei Rybnik), jeweils

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Energiewirtschaft

Die Elektrizitätserzeugung erfolgt nahezu vollständig durch Wärmekraftwerke (auf Braunkohlen- und Steinkohlenbasis

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Industrie

In der Industrie sind 31 % der Erwerbstätigen beschäftigt, sie erwirtschaften (2015) 33,5 % des BIP. Neben den traditionellen Industriestandorten Warschau, Lodz, dem Oberschlesischen Industriegebiet (um Katowice),

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Landwirtschaft

In der Landwirtschaft sind 11 % der Erwerbstätigen beschäftigt, sie erwirtschaften (2015) 2,8 % des BIP. Kennzeichnend ist eine kleinbäuerliche Struktur; rund ein Drittel der Betriebe hat weniger als 5 ha landwirtschaftliche Nutzfläche; die durchschnittliche Nutzfläche pro Betrieb liegt (2015)

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Forstwirtschaft

Der 1990 noch sehr kritische Zustand größerer Waldflächen hat sich seit

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Fischerei

Die mit Verarbeitungsschiffen ausgerüstete Hochseefischerei weist seit etwa 1995 stark rückläufige

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Dienstleistungssektor

Der Dienstleistungssektor erwirtschaftet (2015) 63,7 % des BIP; in ihm arbeiten rund

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Tourismus

Die wichtigsten Tourismusregionen sind Hohe Tatra, Beskiden und Sudeten (besonders das Riesengebirge), die Ostseeküste (Badebetrieb in traditionellen Seebädern wie Świnoujście, Międzyzdroje, Kołobrzeg, Łeba, Sopot, Krynica Morska) und die Masurischen Seen sowie Warschau, Krakau, Danzig, Breslau u. a. Städte.

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Polen: Masurische

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Außenwirtschaft

Die Außenhandelsbilanz war bis 2014 negativ; seit 2015 wird ein Exportüberschuss

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Verkehr

Polen ist ein wichtiges Transitland zwischen West- und Osteuropa. Wichtigster Träger des Güterverkehrs ist die polnische Staatsbahn, deren Streckennetz (2015: 19 231

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Geschichte

Zur Vorgeschichte Mitteleuropa, Osteuropa.

Die Anfänge des piastischen Staatswesens

Die Existenz eines mächtigen Staates der Wislanen im 9. Jahrhundert im Gebiet des oberen Weichseltals ist ebenso umstritten wie die einer straff verwalteten Herrschaft der historisch nicht fassbaren Gnesener Fürsten Siemowit, Leszek und Siemomysł bis zur mittleren Weichsel und der Pilica.

Ausgehend vom Stammesgebiet der Polanen an der mittleren Warthe konnte Herzog Mieszko I. (um 960 bis 992) aus dem Herrschergeschlecht der Piasten auch das Land der Goplanen und den Goplosee sowie die

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Informationen zur polnischen Kultur

Informationen zur polnischen Kultur:

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Weitere Medien

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Quellenangabe
Brockhaus, Polen. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/polen-20