Berlin, Hauptstadt und zugleich eines der 16 Länder Deutschlands. Berlin umfasst

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Recht

Nach der durch Referendum vom 22. 10. 1995 bestätigten und am 23. 11. 1995 in Kraft getretenen neuen Verfassung (mehrfach geändert) ist Berlin Hauptstadt des vereinten Deutschlands und reguläres Bundesland. Die gesetzgebende Gewalt liegt beim Abgeordnetenhaus (mindestens 130 Abgeordnete [ohne Ausgleichs- und Überhangmandate], für 5 Jahre gewählt). Die Exekutive wird vom Senat ausgeübt, der aus dem Regierenden Bürgermeister und höchstens 8 Senatoren, von denen 2 gleichzeitig Bürgermeister

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Landesnatur

Der Kern Berlins liegt im eiszeitlichen Warschau-Berliner Urstromtal, das die Spree bis zu ihrer Mündung in die Havel benutzt, an einer engen Stelle, an der trockene Talinseln den Übergang zwischen den Grundmoränenplatten des

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Administrative und kulturelle Einrichtungen

Berlin ist Sitz des Bischofs der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, eines katholischen Erzbischofs, des russisch-orthodoxen Bischofs von Berlin und Deutschland sowie des bulgarisch-orthodoxen Bischofs von West- und Mitteleuropa. Seit Anfang 1994 ist Berlin Amtssitz des Bundespräsidenten (Schloss Bellevue), seit 1999 von Bundesregierung und Bundestag sowie seit 2000 auch des Bundesrats. Berlin ist Sitz vieler überregionaler Behörden und öffentlich-rechtlicher Institutionen sowie zahlreicher Verbände auf Bundesebene: Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände,

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Bevölkerung

Die Zählung der Bevölkerung von 1939 ergab mit 4,34 Mio Einwohnern den höchsten Stand der Stadtgeschichte. Ende 1945 hatte Berlin eine Einwohnerzahl von 3,027 und 1950 von 3,34 Mio. erreicht. Zuzugsbeschränkungen für Berlin (Ost), das Ende der Aussiedlerströme aus den ehemaligen deutschen Ostgebieten sowie die wiederholten Berlinkrisen hatten die Bevölkerungszahl dann langsam auf (1962) 3,24 Mio. zurückgehen lassen. Die gewaltsame Unterbrechung des Abwanderungsstromes aus dem Ostsektor und die Lockerung der Zuzugsbeschränkungen haben in Berlin (Ost) zu einem leichten Anstieg der

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Wirtschaft

Wirtschaftsgeschichte: Nachdem Krieg und Demontagen 66 % der industriellen Kapazität – in Berlin (West) 76,5 %, in Berlin (Ost) 48 % – vernichtet hatten, gingen durch die Spaltung Deutschlands und Berlins, den Verlust der Hauptstadtfunktion, die Blockade 1948/49 und die anhaltende Isolierung des Westteils von seinem Umland weitgehend die traditionellen Grundlagen der Wirtschaft verloren. Beide Teile der Stadt wurden wirtschaftlich und finanziell in die beiden Teile des gespaltenen Deutschlands eingegliedert. Berlin konnte zwar seine frühere Bedeutung als eine der größten Industriestädte Deutschlands behaupten, erlangte jedoch

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Verkehr

Durch den Bau der Berliner Mauer wurde der innerstädtische Verkehr zwischen beiden Teilen Berlins unterbrochen. Die öffentlichen Verkehrsmittel endeten jeweils an der Sektorengrenze. Im öffentlichen Personennahverkehr wurden die unterbrochenen U- und S-Bahnlinien wieder zusammengeführt.

Die Linien der U-Bahn

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Stadtbild

Die bauliche Gliederung Berlins lässt eine Dreiteilung in City, wilhelminischen Großstadtgürtel und Außenbezirke erkennen: Im Kern der Siedlungsballung liegt die am stärksten durch Krieg, Nachkriegszeit und Wiedervereinigung veränderte City. Sie ist auch heute noch, bei geringer Wohnbevölkerung, Sitz wichtiger Einrichtungen von Verwaltung, Wirtschaft und Kultur. Der sich nach außen allseits anschließende, durch Verkehrsanlagen, Gewässer, Industrie- und Grünflächen gegliederte, geschlossen bebaute wilhelminische Großstadtgürtel ist nach Bevölkerungszahl und Wirtschaftskraft der bedeutendste städtische Teilraum mit sehr dichter Bebauung, aber auch vielen Grünanlagen. Alte,

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Geschichte

Um die Burgen Köpenick (genannt 1209) und Spandau (genannt 1197) entstanden im 12. Jahrhundert Siedlungen, etwa 1180/1200 die auf der Spreeinsel gelegene Fernhandelssiedlung Cölln (erste urkundliche Erwähnung 1237) sowie auf dem rechten Spreeufer Berlin (erste urkundliche Erwähnung 1244). Nach der Eroberung des Spreegebiets um 1200 veranlasste der in diesem Gebiet zunehmende Handel die askanischen Markgrafenbrüder Johann I. (1225–66) und Otto III. (1225–67) von Brandenburg zwischen 1230 und 1240 zur Verleihung des Stadtrechts an die bereits vorhandenen vorstädtischen Siedlungen Cölln und Berlin

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Werke

Weiterführende Literatur:

Geografie:

H. Heineberg: Zentren in West- u. Ost-Berlin (1977);
Berlin. Beiträge zur Geographie eines Großstadtraumes, hg. v. B. Hofmeister u. a. (1985);
Berlin (Ost) u. sein Umland, hg. v. A. Zimm (31990);
B. Hofmeister: Berlin. Eine geographische Strukturanalyse der zwölf westlichen Bezirke (21990);
Berlin-Handbuch, hg. v. H. Ulrich u. U. Prell (21993);
Ganz Berlin. Spaziergänge durch die Hauptstadt , hg. v.
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Weitere Medien

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Berlin: East Side Gallery

Die East Side Gallery ist ein 1,3 km langes, von Künstlern aus aller Welt bemaltes Teilstück der Berliner Mauer.

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Berlin: Klaus Wowereit

Klaus Wowereit 2001–14 Regierender Bürgermeister von Berlin.

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Berlin: Jüdisches Museum

Das von Daniel Libeskind

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Quellenangabe
Brockhaus, Berlin. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/berlin-20