Griechenland, altgriechisch Hellas, amtlich griechisch Elliniki Dimokratia, deutsch Hellenische Republik, Staat

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Landesporträt

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Flagge von Griechenland. Die Flagge weist neun weiß-blaue Streifen auf sowie

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Geografie

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Landschaft

Griechenland grenzt im Nordwesten an Albanien und Nordmazedonien, im Norden an Bulgarien, im Nordosten an den europäischen Teil der Türkei; im Osten liegen einige der Ägäischen Inseln dicht vor der asiatischen Küste der Türkei.

Griechenland bildet eine natürliche Brücke zwischen Südosteuropa und Kleinasien. Das griechische Festland liegt auf  dem südlichen Abschnitt der Balkanhalbinsel und setzt sich nach Süden in der Halbinsel Peloponnes fort. 

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Kanal von Korinth. Der Kanal trennt das griechische Festland von der Halbinsel Peloponnes.

Mit seinen über

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Klima

Griechenland besitzt ein subtropisches Winterregenklima (Passatwechselklima mit winterlicher Zyklonalwitterung). Die warmen, trockenen Sommer sind durch Winde aus nördlichen Richtungen (Meltemi oder Etesien, die über dem Meer oft Sturmstärke erlangen) gekennzeichnet, die Winter durch Regen bringende Winde

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Vegetation und Tierwelt

Bereits seit der Antike erfuhr die natürliche Vegetation durch Umwandlung in Kulturland, Beweidung, Holzentnahme u. a. eine starke Veränderung; Wälder wurden großflächig zerstört. Macchie und Phrygana sind Ergebnisse der Einwirkung des Menschen unter den spezifischen klimatischen und edaphischen Bedingungen. Die mediterrane immergrüne Hartlaubzone mit Steineiche, Johannisbrotbaum, wildem Ölbaum und Aleppokiefer beschränkt sich auf

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Die Zusammensetzung der Bevölkerung ist sehr homogen: rund 98 % haben Griechisch als Muttersprache. Die größte Minderheit bilden die Türken, die zusammen mit den Pomaken und den türkischen Roma (turkogyphtoi) als Muslime Minderheitenschutz nach den Verträgen von Lausanne (1923) genießen. Sie leben vor allem in der Region Ostmakedonien und Thrakien. Vertraglichen Minderheitenschutz genießen auch die Juden, deren Zahl durch den Holocaust des Zweiten Weltkrieges allerdings auf einen kleinen Rest schrumpfte. Die heute größtenteils gräzisierten romanischsprachigen Aromunen (100 000 – 300 000 Personen) und die griechischsprachigen

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Religion

Die Verfassung (Artikel 13) garantiert die Religionsfreiheit, räumt dabei allerdings (Artikel 3) der griechisch-orthodoxen Kirche von Athen und Hellas als der Trägerin der »vorherrschenden Religion Griechenlands« eine herausgehobene Stellung und Bindung an den Staat ein. Über

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Politik und Recht

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Politik

Nach der am 11. 6. 1975 in Kraft getretenen Verfassung (mehrfach geändert) ist Griechenland eine parlamentarische Republik. Staatsoberhaupt ist der vom Parlament auf 5 Jahre gewählte Präsident (einmalige Wiederwahl ist zulässig), dessen Befugnisse 1996 im Wesentlichen auf repräsentative Funktionen beschränkt wurden. Er vertritt den Staat völkerrechtlich,

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Nationalsymbole

Die seit 1828 populäre neunstreifig blau-weiße Nationalflagge mit dem Kreuzfeld in der Oberecke wurde am 22. 12. 1978 gesetzlich wieder eingeführt. Die

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Parteien

Wichtige Parteien sind die Neue Demokratie (ND, griechisch Nea Dimokratia; gegründet 1974; konservativ), die Koalition der Radikalen Linken (SYRIZA, griechisch Synaspismós

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Gewerkschaften

Etwa ein Viertel der Arbeitnehmer sind gewerkschaftlich organisiert. Die Gewerkschaftsstrukturen sind

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Militär

Die Gesamtstärke der Wehrpflichtarmee (Dienstzeit maximal 9 Monate) beträgt 142 400, die

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Verwaltung

Nach der Verwaltungsreform vom 1. 1. 2011 besteht Griechenland aus 13 Regionen

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Recht

Der Gerichtsaufbau ist dreigliedrig. Als oberste Gerichte fungieren in Athen der Areopag (Zivil- und Strafrecht), der Staatsrat (Verwaltungsrecht) und der Rechnungshof. 1975 wurde ein aus Mitgliedern der

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Bildungswesen

Das Bildungswesen wird vom Ministerium für Nationale Erziehung und Religiöse Angelegenheiten verwaltet. Neben öffentlichen gibt es auf allen Stufen private Schulen unter staatlicher Aufsicht. Hochschulinstitutionen verwalten sich

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Medien

Meinungs- und die Pressefreiheit werden durch die Verfassung garantiert. Die Rundfunkanstalten unterliegen staatlicher Kontrolle. Der Medienmarkt, insbesondere Presse und Fernsehen, ist durch hohe Konzentration gekennzeichnet.

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Die hohe Staatsverschuldung (2016: 179 % des BIP; die höchste in der EU) hat Griechenland an den Rand des Staatsbankrotts getrieben. Auch umfangreiche Hilfspakete, die von Internationalem Währungsfonds (IWF) und den Euroländern 2010, 2011 und 2015 beschlossen wurden, aber an strikte Sparauflagen gebunden waren, konnten die Krise der griechischen Volkswirtschaft nicht nachhaltig entschärfen. Die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) blieb negativ bzw. stagnierte: 2010: –4,5 %,

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Landwirtschaft

Die Strukturen der landwirtschaftlichen Betriebe sind gekennzeichnet durch geringe Flächenausstattung (durchschnittlich 7,3 ha bei regional deutlichen Unterschieden), starke Besitzzersplitterung aufgrund von Erbteilungen, einen unbeweglichen Bodenmarkt und geringe Pachtanteile. Das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen ist unzureichend entwickelt. Die klimatischen Bedingungen begünstigen Baum- und Strauchkulturen

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Dienstleistungssektor

Wichtigster Sektor der Volkswirtschaft ist der Dienstleistungssektor, in dem 72,2 % der Erwerbstätigen arbeiten. Den größten Anteil an der Wirtschaftsleistung haben Groß- und Einzelhandel, Gastronomie und Hotelgewerbe, Transport

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Bodenschätze

Griechenland ist zwar nicht arm an Bodenschätzen, aber die Lagerstätten sind zumeist klein. Es fehlen weitgehend die

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Energiewirtschaft

Insgesamt wurden 2014 46,7 TWh Strom erzeugt, davon 69,5 % durch fossile

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Industrie

Auch wenn die Industrie in den letzten Jahren einen Modernisierungsschub erfuhr, sind immer

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Verkehr

Die griechische Handelsflotte gehört mit (2015) 1 373 Schiffen mit 41,3 Mio. BRZ zu den größten der Welt. Wichtigste Häfen sind Piräus und Eleusis, beide zur Agglomeration Athen gehörig. Mit Abstand folgen Thessaloniki

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Geschichte

Vorgeschichte: Mittelmeerraum.

Altertum

Frühzeit (bis etwa 800 v. Chr.): Der Schauplatz der griechischen Geschichte im weiteren Sinn ist der gesamte von den Griechen besiedelte Raum der Mittelmeerwelt, im engeren Sinn die von den Griechen »Hellas«, von den Römern »Graecia« genannte Halbinsel, die zugehörigen griechisch besiedelten Inseln und die Inseln des Ägäischen Meeres. Hier wanderten seit dem späten 3. Jahrtausend v. Chr. indogermanische Stämme ein (ägäische Wanderung) und vermischten sich mit der mediterranen Vorbevölkerung der Karer, Leleger und Pelasger. Sie begründeten zuerst die mittelhelladische

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Kultur

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Bildergalerie

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Chania. Der venezianische Hafen von Chania im westlichen Kreta wurde im 14. Jahrhundert durch Aufschüttung einer Mole angelegt.

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Santorini. Charakteristisch für die Kykladenarchitektur sind die

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Quellenangabe
Brockhaus, Griechenland. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/griechenland