Ungarn, ungarisch Magyarország [ˈmɔdjɔrorsaːg]

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Staat und Recht

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Verfassung

Nach der am 1. 1. 2012 in Kraft getretenen Verfassung (mehrfach revidiert) ist Ungarn eine Republik. Die Verfassung wird von einem nationalen Bekenntnis eingeleitet, das u. a. auf Stephan I.

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Recht

Der Gerichtsaufbau ist mehrstufig. Neben den Amtsgerichten gibt es Verwaltungs- und Arbeitsgerichte sowie Landgerichte, bei denen auch Militärgerichte angesiedelt sind. Die

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Flagge und Wappen

Die Nationalflagge wurde 1848 im Rahmen der Erhebung unter L. Kossuth erstmals gehisst und 1918 von der Republik Ungarn angenommen. Sie

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Nationalfeiertag

Nationalfeiertag ist der 20. 8. (»Stephanstag«), der Tag des Heiligen Stephan, des

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Verwaltung

Ungarn ist auf regionaler Ebene in 19 Bezirke (Komitate; ungarisch Megyék

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Parteien

Einflussreichste Parteien sind die sozialdemokratisch ausgerichtete Ungarische Sozialistische Partei (MSzP; gegründet 1989

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Gewerkschaften

Der gewerkschaftliche Organisationsgrad ist mit rund 20 % vergleichsweise gering. Größter Dachverband

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Bildungswesen

Das ungarische Bildungswesen wurde durch die Bildungsgesetze von 1993 und 2003 strukturell und inhaltlich erneuert. Früher verstaatlichte Bildungsanstalten gingen in ein dezentraleres System über, das mehr

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Medien

Mit dem Mediengesetz von 2010/11, das der neu geschaffenen Aufsichtsbehörde NMHH umfassende Befugnisse gab, der Besteuerung von Werbeeinnahmen (ab 2015) und der Begünstigung ausgewählter Unternehmen stärkte die Regierung

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Streitkräfte

Die Gesamtstärke der Berufsarmee (2005 Abschaffung der Wehrpflicht) beträgt 29 600 Mann, der

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Landesnatur

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Landschaft

Ungarn liegt überwiegend im vom alpidischen Gebirgssystem (im Westen, Norden und Süden) umschlossenen Pannonischen Becken. Das durch Absenkung entstandene Ungarische Tiefland, das durch das Ungarische Mittelgebirge in das Kleine Ungarische Tiefland (Kisalföld) im Nordwesten und das Große Ungarische Tiefland (Alföld) im Osten und Süden getrennt ist, nimmt den größten Teil des Territoriums ein.

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Ungarn: Hollókö

Blick auf das Dorf Hollókö in Nordungarn und

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Klima

Geografische Breite, Becken- und Binnenlage bedingen ein gemäßigt kontinentales Klima, das atlantischen und

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Vegetation

Die zum mitteleuropäischen Florengebiet zählende natürliche Vegetation hat sich nur noch in den Gebirgswäldern und

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Bevölkerung und Religion

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Bevölkerung

84,1 % der Bevölkerung bezeichnen sich als Ungarn; daneben gibt es 13 nationale Minderheiten: Deutsche (1,3 % der Bevölkerung), vor allem in der Umgebung von Budapest, um Pécs, im Südteil des Donautals und nahe der österreichischen Grenze; Slowaken (0,3 %), vor allem im Südosten des Großen Ungarischen Tieflands; Kroaten (0,2 %), Rumänen (0,3 %), im Südosten und Osten des Großen Ungarischen Tieflands; weiterhin Serben, Slowenen, Bulgaren, Griechen,

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Religion

Die Verfassung (Artikel 60) garantiert die Religionsfreiheit und schreibt die Trennung von Staat und Religion als Verfassungsgrundsatz fest. Grundlage der Religionspolitik ist das 1990 in Kraft gesetzte und im Januar 2012 grundlegend neu gefasste Gesetz über das »Recht zur Religions- und Gewissensfreiheit sowie Rechtsstellung der Kirchen, Religionskonfessionen und Religionsgemeinschaften«, das u. a. die staatliche Anerkennung religiöser Gemeinschaften regelt. Während die alte Fassung des Religionsgesetzes die Anerkennungskriterien recht großzügig definierte

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Wirtschaft und Verkehr

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Wirtschaft

Die Industrialisierung des Landes begann Ende des 19. Jahrhunderts mit Budapest als wichtigstem Industriezentrum. Zu einem Industriestaat mit gleichzeitig bedeutender Landwirtschaft entwickelte sich Ungarn im Wesentlichen nach dem Zweiten Weltkrieg während der sozialistischen Zeit. Nach der Bodenreform (1945) und der Verstaatlichung der Montanwirtschaft (1946) wurde bis zum Ende der 1940er-Jahre eine zentral gesteuerte Planwirtschaft sowjetischen Typs durchgesetzt – mit einem verstaatlichten Industrie-, Handels- und Finanzsektor

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Bodenschätze

Ungarn ist ein rohstoffarmes Land. Es gibt Vorkommen von Eisen-, Mangan-

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Energiewirtschaft

Die Stromproduktion erreichte 2012 34,3 Mio. MWh, davon hatte das Kernkraftwerk

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Industrie

Das produzierende Gewerbe, das 2014 30 % der Erwerbstätigen beschäftigte, hatte einen Anteil von 31,2 % am BIP.

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Landwirtschaft

1989 existierten neben landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften und Staatsgütern rd. 1,4 Mio. nebenberuflich geführte private Kleinstbetriebe (unter 1 ha), die wesentlich zur Versorgung der Bevölkerung mit Agrarprodukten beitrugen. Nach der politischen Wende wurden Agrarreformen mit

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Forstwirtschaft

Ungarn gehört zu den waldärmsten Ländern Europas. Der Waldbestand umfasst (2013)

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Fischerei

Etwa 70 % der Fangmenge (2012: 21 800 t) stammen aus Fischteichen, der Rest

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Dienstleistungssektor

Die Dienstleistungen gewannen seit Beginn der 1990er-Jahre einen zunehmenden Anteil an

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Tourismus

Innerhalb des Dienstleistungssektors hat der Tourismus als wichtiger Devisenbringer Bedeutung; die Zahl der Auslandsgäste erreichte 2015 14,3 Mio., hinzu kommen rd. 30 Mio. Transitreisende. Traditionelle Reiseziele in Ungarn sind Budapest, der Plattensee, die Pusztalandschaften und die zahlreichen Kurorte mit ihren Heilquellen; weitere wichtige

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Außenwirtschaft

Die frühere handelspolitisch enge Bindung Ungarns an den RGW hatte eine vorrangige Orientierung auf die RGW-Staaten, besonders die Sowjetunion zur Folge. Außerhalb des RGW-Raums wurde

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Verkehr

Das Eisenbahn- und Straßennetz ist vergleichsweise dicht und räumlich auf die Hauptstadt ausgerichtet.

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Geschichte

Zur Vorgeschichte Mitteleuropa, Südosteuropa.

Völkerwanderung und Landnahme der Magyaren (5.–10. Jahrhundert): Das mittlere Donautal (Pannonien) hatte nach dem Rückzug der Römer bis zum Tod Attilas (453) den Hunnen als Wohngebiet gedient, danach waren zeitweilig germanische Wandalen und Langobarden sowie dauerhaft Gepiden ins Land gekommen, denen Ackerbau treibende Slawen folgten. Der 567 errichteten Herrschaft der Awaren setzte Karl der Große zwischen 791 und 803 ein Ende. Im 9. Jahrhundert gehörte Pannonien als Grenzprovinz zum Ostfränkischen Reich, die westlichen Distrikte (Kleines Ungarisches Tiefland) wurden

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Informationen zur ungarischen Kultur

Informationen zur ungarischen Kultur:

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Weitere Medien

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Quellenangabe
Brockhaus, Ungarn. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/ungarn