Zur Vorgeschichte Mitteleuropa, Südosteuropa.

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Völkerwanderung und Landnahme der Magyaren (5.–10. Jahrhundert)

Das mittlere Donautal (Pannonien) hatte nach dem Rückzug der Römer bis zum Tod Attilas (453) den Hunnen als Wohngebiet gedient, danach waren zeitweilig germanische Wandalen

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Das mittelalterliche Königreich (bis 1526)

Großfürst Géza (etwa 970–997) brach den Widerstand rivalisierender Stammesfürsten, baute eine starke Zentralgewalt auf und betrieb die Christianisierung, die sein Sohn Vajk mit dem Taufnamen Stephan I., der Heilige, (997–1038) nach der im Einvernehmen mit Kaiser Otto III. und Papst Silvester II. erfolgten Königskrönung (1000) mit dem Aufbau des Burgkomitatssystems unter der Leitung der Gespane (ungarisch Ispan, lateinisch Comes) und gestützt auf eine eigene Kirchenorganisation (Erzbistümer

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Ungarn dreigeteilt (1526–1699)

Im Kampf um Ludwigs Erbe kam es zur Doppelwahl von 1526; die Nachfolge wurde endgültig 1538 im Vertrag von Oradea geregelt. Dennoch konnte Johann I. Zápolya, Woiwode von Siebenbürgen (1511–40), mit osmanischer Unterstützung den Machtbereich seines habsburgischen Gegenkönigs Ferdinand I. (1526/27–64; seit 1531 auch Römischer

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Unter habsburgischem Absolutismus (1699–1848)

Nach dem Tokajer Kuruzenaufstand 1697 und dem Freiheitskampf (1703–11) unter Franz II. Rákóczi, der 1707 das Haus Habsburg für abgesetzt erklärte, sicherte Kaiser Karl VI. (1711–40 als ungarischer König Karl III.) im Frieden von Sathmar 1711 die ständische Verfassung und die Religionsfreiheit; die Stände behaupteten in der

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Revolution, Neoabsolutismus und Dualismus (1848–1918)

Der Ausbruch der Februarrevolution in Paris sowie der Märzrevolution in Wien veranlasste die vom Dichter S. Petőfi geführte »Märzjugend«, am 15. 3. 1848 in Pest ihre Reformvorstellungen in 12 Punkten niederzulegen, die vom Landtag übernommen und am 17. 3. von König Ferdinand V. (1835–48; als österreichischer Kaiser Ferdinand I.) akzeptiert wurden. Gegen die vom Reformministerium unter L. Graf Batthyány erlassenen Aprilgesetze

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Die Republik Ungarn und die restaurierte Monarchie (1918–45)

Die Niederlage im Ersten Weltkrieg und Karls »Völkermanifest« leiteten den Zerfall der Donaumonarchie ein. Am 25. 10. 1918 wurde unter der Führung von M. Graf Károlyi von Nagykárolyi ein Ungarischer Nationalrat gegründet. Das brutale Vorgehen der Polizei gegen Massendemonstrationen in Budapest am 28. 10. 1918 löste die bürgerlich-demokratische »Asternrevolution« aus; am 29. 10. 1918 wurde die Lösung Ungarns von Österreich erklärt. Der Regierungsübernahme durch Károlyi am 31. 10. folgte die Proklamation der Republik Ungarn am 16. 11. 1918. Die Regierung musste weite Gebiete im Süden und

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»Volksdemokratie« und kommunistische Herrschaft  (1945–89)

Vom ostungarischen Debrecen aus richtete die provisorische Regierung Dálnoki-Miklós im Zuge des Vormarsches der sowjetischen Truppen eine neue Verwaltung in Ungarn ein; Ministerpräsident Dálnoki-Miklós stützte sich dabei auf ein Volksfrontbündnis, das unter dem Namen »Ungarische Nationale Unabhängigkeitsfront« die Partei der Kleinen Landwirte, die Ungarische KP, die Sozialdemokratische Partei, die Nationale Bauernpartei und die Bürgerlich-Demokratische Partei umfasste. Unterstützt vom Präsidenten der Alliierten Kontrollkommission für Ungarn, dem sowjetischen Marschall K. J. Woroschilow, besaßen die Kommunisten von Anfang an eine starke Stellung in dieser

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Etablierung des neuen demokratischen Ungarns (1989/90–2005)

Schon am 27. 9. 1987 war das Ungarische Demokratische Forum (ungarische Abkürzung MDF) gegründet worden. Weitere Parteien entstanden 1988/89, u. a. der Bund Freier Demokraten (SzDSz; gegründet am 13. 11. 1988), die Unabhängige Partei der Kleinen Landwirte, Landarbeiter und Bürger (FKgP, wieder gegründet am 18. 11. 1988) und die Christlich-Demokratische Volkspartei (KDNP, gegründet am 11. 5. 1989). Im Januar 1989 verzichtete die USAP auf ihre verfassungsmäßig garantierte Führungsrolle in Staat und Gesellschaft. Am 26. 6. 1989 löste Nyers

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Zunehmende innenpolitische Polarisierung (seit 2006)

Bei den Parlamentswahlen am 9. und 23. 4. 2006 bestätigten die Wähler erstmals seit dem Ende des kommunistischen Regimes 1989 eine Regierung im Amt. Die Sozialistische Partei (MSzP) errang 43,2 % der Stimmen und 190 der 386 Parlamentssitze. Ihr Koalitionspartner, der Bund Freier Demokraten (SzDSz), erhielt 6,5 % (20 Sitze). Die Regierung unter Ministerpräsident Gyurcsány konnte sich somit auf eine absolute Mehrheit der Mandate stützen. Angesichts des höchsten Staatsdefizits aller EU-Länder sah sich das neue Kabinett zu harten Sparmaßnahmen gezwungen. Um die neu

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Quellenangabe
Brockhaus, Geschichte. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/ungarn/geschichte