Spanien, spanisch España [εsˈpaɲa], amtlich Reino de

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Landesporträt

Das Königreich Spanien ist eine parlamentarische Demokratie im Südwesten Europas mit der Hauptstadt Madrid. Das Land erstreckt sich über weite Teile der Iberischen Halbinsel und verfügt über ausgedehnte Küstenabschnitte im Nordwesten am Atlantik sowie im Osten und Süden am Mittelmeer. Außerdem zählen mehrere außerhalb der Iberischen Halbinsel gelegene Inselgruppen sowie zwei Exklaven

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Geografie

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Landschaft

Spanien grenzt im Nordosten an Frankreich und Andorra, im Westen an Portugal und im Süden an Gibraltar.

Das Gebiet des festländischen Spanien (505 935 km2) nimmt über vier Fünftel der Iberischen Halbinsel ein und ist daher in geologischem Aufbau, Oberflächengestalt und Klima – bis auf den portugiesischen Westteil – mit dieser identisch. Spanien umfasst weiterhin im Mittelmeer die Inselgruppe der Balearen und vor der afrikanischen Küste die Kanarischen Inseln.

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Kanarische Inseln. Blick von La Gomera nach Teneriffa mit dem Berg

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Klima

Nur der schmale Nordsaum, vom Galicischen Bergland im äußersten Nordwesten über die Kantabrischen und Asturischen Küstengebirge bis zum Ostende der Pyrenäen, hat immerfeuchtes, gemäßigtes Klima,

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Vegetation

Wegen der großen Höhenunterschiede zwischen Küstenebenen und Hochgebirgen ist die Vegetation entsprechend

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Die ethnische Herkunft der Bevölkerung ist vielfältig. Unterschiede bestehen zwischen Kastiliern, Asturiern, Aragoniern und Andalusiern. Basken (mit eigener vorindogermanischer Sprache), Katalanen (mit eigener romanischer Schrift- und Literatursprache) und in geringerem Maß auch die den Portugiesen nahe stehenden Galicier (mit eigenem romanischem Idiom) nehmen in Volkskultur und Sprache eine Sonderstellung ein. Die Amtssprache Spanisch beruht auf der kastilischen Mundart (castellano); Katalanisch, Baskisch und Galicisch sind

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Religion

Die Verfassung (Artikel 16) garantiert die Religionsfreiheit und schließt eine Staatsreligion aus. Grundlage der Beziehungen zwischen dem Staat und der katholischen Kirche als der größten Religionsgemeinschaft bilden vier 1979 zwischen dem Staat und dem Heiligen

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Politik und Recht

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Politik

Nach der Verfassung vom 29.12.1978 ist Spanien eine parlamentarische Erbmonarchie. Als Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte fungiert der vorwiegend mit repräsentativen Befugnissen ausgestattete König.

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Felipe VI. Die spanische Königsfamilie um König Felipe VI. und seine

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge wurde nach Wiedereinführung der Monarchie durch das Gesetz vom 28.10.1981 festgelegt. Sie ist in den spanischen Nationalfarben Rot-Gelb-Rot horizontal gestreift; die Streifen stehen im Verhältnis 1 : 2 : 1 zueinander. Am Liek steht im gelben Streifen das Staatswappen. 

Das Wappen wurde

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Parteien

Neben den auf gesamtstaatliche Belange ausgerichteten Parteien besteht eine Vielzahl regionaler Parteien, die sich an der politischen Willensbildung auf Landesebene (Teilnahme an den allgemeinen Wahlen zu

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Gewerkschaften

Zwei Richtungen prägten die im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts entstandene spanische Gewerkschaftsbewegung bis zur frankistischen Diktatur: die anarchosyndikalistische Confederación

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Militär

Die Gesamtstärke der Berufsarmee (2001 Abschaffung der Wehrpflicht) beträgt 2018 etwa 43 000 Mann, die

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Verwaltung

Es bestehen 17 autonome Gemeinschaften (Regionen), die 50 Provinzen, die Sondergebiete

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Recht

Das Rechtssystem beruht im Wesentlichen auf römischem Recht kastilischer Prägung; charakteristisch ist daneben die historisch begründete Fortgeltung einzelner regionaler Privatrechte (Foralrechte), wie sie noch heute u. a. in sogenannten »Compilaciones« zusammengetragen und fortgebildet werden.

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Bildungswesen

Die Zuständigkeiten der Bildungsverwaltung sind auf das Bildungsministerium und die 17 autonomen Gemeinschaften verteilt. Der Besuch der öffentlich finanzierten Schulen ist im Rahmen der Schulpflicht kostenlos. Etwa ein Drittel der Schüler besucht

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Medien

Meinungs- und Pressefreiheit sind erst seit 1976 verfassungsrechtlich garantiert. Die Medienlandschaft ist vielfältig, die letzte Wirtschaftskrise beschleunigte jedoch einen Konzentrationsprozess. Eine starke Stellung haben die Konzerne PRISA, Grupo Vocento, Unidad Editorial, COPE Gruppe, Planet Gruppe, Mediaset España und die Godó Gruppe.

Die Aufmerksamkeit für politische Information steigerte sich in der spanischen Bevölkerung in den zurückliegenden Jahren erheblich. Gleichzeitig stehen die begrenzte

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Wirtschaft

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Wirtschaftsprofil

Spanien ist eine marktwirtschaftlich organisierte, moderne Volkswirtschaft. Kennzeichnend für das spanische Wirtschaftssystem sind ein freies Unternehmertum, eine leistungsfähige technische Infrastruktur sowie ein kaufkräftiger Binnenmarkt. Die staatliche Wirtschaftspolitik hält sich aus dem Wirtschaftsgeschehen weitgehend zurück und schafft lediglich rechtliche Rahmenbedingungen für eine faire Ordnung des Wettbewerbs. Im Index für wirtschaftliche Freiheit als Grundlage menschlicher Wohlstandsentwicklung befindet sich Spanien 2018 mit

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Wirtschaftsgeschichte

Die wirtschaftliche Entwicklung Spaniens während des Franco-Regimes war durch ihre weitgehende internationale Isolierung gekennzeichnet. Im Zentrum der wirtschaftspolitischen Ausrichtung standen Autarkiebestrebungen mittels eines rigiden Staatsinterventionismus. Die Verstaatlichung von Schlüsselindustrien wie der Metall- und Lebensmittelindustrie verfolgte das Ziel, wichtige Importgüter durch heimische Erzeugnisse zu ersetzen (sog. Importsubstitution). Daneben legte der Staat die Agrarpreise sowie die Rohstoffzuteilung für die Industrie fest. Folgen

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Gegenwärtige Wirtschaftsentwicklung

Hohe Wachstumsraten, eine schrittweise Reduzierung der Arbeitslosigkeit sowie steigende Haushaltseinkommen kennzeichneten den wirtschaftlichen Entwicklungspfad nach Abklingen der Finanz- und Wirtschaftskrise. Mit BIP-Zuwachsraten

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Wirtschaft und Umwelt

Die wirtschaftliche Expansion Spaniens der letzten Jahrzehnte geht mit zahlreichen Umweltbelastungen einher. Der ökologische Fußabdruck als Nachhaltigkeitsindikator des menschlichen Lebensstils lag 2017 mit 4,03 gha/Person im globalen

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Geschichte

Spaniens Geschichte zeichnet einen wechselvollen, von wiederholtem globalem Aufstieg und Niedergang geprägten Verlauf aus. Ursprünglich unter der Herrschaft der Römer und Westgoten fiel das Land im 8. Jahrhundert an die Mauren (Maurisches Zeitalter). Die territoriale Rückeroberung (Reconquista) durch christliche Kleinreiche von Norden ausgehend fand erst im 15. Jahrhundert ihr Ende. Im Zuge dessen erlangte Spanien

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Kultur

Die spanische Kultur entwickelte sich in engem Austausch mit den europäischen Nachbarländern, bildete in einigen Epochen, z.B. unter maurischem Einfluss aber auch eigenständige Formen in Kunst und Architektur aus.

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Felsmalerei im östlichen Spanien. Die Felsmalereien in der Levante, die sich durch sehr bewegt dargestellte Figuren wie diesen jagenden Reiter auszeichnen, stammen aus der Zeit seit 6000 v. Chr.

Kunst: Während des »Goldenen Zeitalters« (Siglo de oro) im 16./17. Jahrhundert wirkte mit El Greco, bekannt durch seine visionären religiösen Gemälde

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Mitwirkende

  • Alexander Ströhl
Quellenangabe
Brockhaus, Spanien. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/spanien