Sachsen, Freistaat Sachsen, Land im Osten von Deutschland, 18 450 km2

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Politik und Recht

Nach der Verfassung vom 27.5.1992 liegt die Gesetzgebung beim Landtag (die Abgeordneten werden auf 5 Jahre gewählt). Das Parlament besitzt ein Selbstauflösungsrecht. Gesetzesvorlagen werden von der Staatsregierung, aus der Mitte des Landtags oder durch Volksantrag eingebracht. Stimmt der Landtag dem Volksantrag (Quorum: 40 000 Unterschriften) binnen 6 Monaten nicht zu, können die Antragsteller ein Volksbegehren

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Geografie

Sachsen liegt im Übergangsbereich von glazial geformtem Flachland im Norden zum Mittelgebirgsland im Süden und gehört (außer dem äußersten Osten) zum Einzugsbereich der Elbe, die Sachsen in Südost-Nordwestrichtung (unterhalb von Pirna mit breiter Niederung) durchquert. Westlich der Elbe greift im Nordwesten die

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Gesellschaft

Sachsen gehört mit 221 Einwohnern/km2 noch zu den durchschnittlich stark besiedelten Bundesländern; höhere Bevölkerungsdichten haben der Raum Chemnitz–Zwickau, die Elbtalweitung und der zu Sachsen gehörende Teil des Ballungsgebiets Leipzig–Halle. Schwach bevölkert sind der Osten der Oberlausitz und der Raum Torgau–Oschatz. Die Bevölkerung verminderte sich von 1991 bis 2015 von rd. 4,7 Mio. auf rd. 4,08 Mio., bedingt durch anhaltende Abwanderungsüberschüsse und die seit 1990 durchgehend negative Bilanz der natürlichen Bevölkerungsentwicklung (Geburtenrate 2020: 8,2 ‰, Sterberate 2020: 15,2 ‰). Ende 2015 lebten 162 200

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Wirtschaft

Sachsen ist ein Bundesland mit bedeutender Industrietradition. Der bereits im Mittelalter entwickelte Bergbau im Erzgebirge, die Steinkohlenvorkommen im Erzgebirgsvorland und die Braunkohlenvorkommen in der Leipziger Tieflandsbucht und in der Oberlausitz gaben der Entstehung einer handwerklichen und späteren industriellen Produktion entscheidende Impulse. Fruchtbare Lössböden begünstigten die Entwicklung einer leistungsfähigen Landwirtschaft. Die von den Folgen des Zweiten Weltkrieges geprägte Nachkriegszeit und die sozialistische Planwirtschaft brachten den wirtschaftlichen Niedergang. Die Umstellung der Plan- auf die soziale Marktwirtschaft nach 1990 führte zur Existenzkrise nicht

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Verkehr

Sachsen ist ein wichtiges Transitland mit zahlreichen Grenzübergängen nach Polen und in die Tschechische Republik. Das Verkehrsnetz ist relativ

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Geschichte

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Stammesherzogtum

Die auf der Grundlage des Stammes der Sachsen Ende des 9. Jahrhunderts erstarkenden Liudolfinger stellten 919–1024 die ersten Herrscher im »Reich der Deutschen«.

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Pfalzgrafschaft

Im südlichen Teil des Herzogtums Sachsen richtete König Otto I. die

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Markgrafschaft

Das Gebiet zwischen Elbe und Saale, das Kernland des späteren Staates der Wettiner, die Sachsen bis 1918 regierten, war ursprünglich von germanischen Hermunduren besiedelt. Nach ihrem Abzug erfolgte von etwa 600 an die Landnahme von aus Böhmen in das Elbtal bei Dresden eingewanderten slawischen Kleinstämmen (Sorben

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Kurfürstentum

 Der Name Sachsen ging von dem neu erworbenen askanischen Gebiet nunmehr auch auf den meißnischen und thüringischen Besitz der Wettiner über (Kursachsen oder Obersachsen; im Unterschied zum ursprünglichen Siedlungsgebiet der Sachsen, jetzt Niedersachsen genannt). 1439 wurde die Burggrafschaft Meißen, 1466 von den Reußen der Kern des Vogtlands (Herrschaft Plauen) erworben. Die Leipziger Teilung von 1485 zwischen den Brüdern Ernst (Begründer der ernestinischen Linie) und Albrecht dem Beherzten (Begründer der albertinischen Linie) blieb endgültig. Neue Silberfunde im Erzgebirge ließen neue Bergstädte

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Preußische Provinz Sachsen

Die am 1.4.1816 eingerichtete Provinz fasste preußischen, sächsischen und Mainzer Besitz zusammen. Sie bestand aus der

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Königreich

Das Sachsen verbliebene Gebiet umfasste 15 000 km2 mit etwa 1 183 000 Einwohnern. Am 4.9.1831 erhielt Sachsen eine Verfassung, die ein Zweikammersystem vorsah. Revolutionäre Unruhen im September 1830 (v. a. Leipzig, Dresden) führten u. a. zur Ernennung Bernhard August von Lindenaus (* 1779, † 1854) zum leitenden Minister, der liberale Reformen durchführte: u. a. weitgehende Selbstverwaltung der Städte (1832) und Dörfer (Landgemeindeordnung 1838; in Kraft

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Freistaat

Im Zuge der Novemberrevolution 1918 bildeten sich am 8.11.1918 in Leipzig, Dresden und Chemnitz Arbeiter-und-Soldaten-Räte. Nach Ausrufung der Republik (Dresden, 10.11.) dankte König Friedrich August III. ab (13.11.). Unter dem Vorsitz von Richard Lipinski (* 1867, † 1933; USPD) übernahmen sechs »Volksbeauftragte« – drei Mitglieder der USPD und drei Mitglieder der SPD –

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Sachsen als Teil der SBZ und der DDR (1945–90)

Im April und Mai 1945 von amerikanischen (Westsachsen) und sowjetischen Truppen besetzt (außer dem damaligen Landkreis Schwarzenberg zwischen 8.5. und 20.6.1945),

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Sachsen seit seiner Wiedergründung (1990)

Unter günstigen außen- und innenpolitischen Bedingungen konnte mit der gewaltfreien sogenannten friedlichen Revolution 1989 in der DDR die SED-Herrschaft gestürzt werden; ihre frühen Zentren lagen v. a. in Sachsen (Dresden, Leipzig). Am 3.10.1990 wurde – auf der Grundlage des Ländereinführungsgesetzes vom 22.7.1990 – aus den Bezirken Leipzig (ohne die Kreise Altenburg und Schmölln), Chemnitz und Dresden sowie aus den zuvor zum Bezirk Cottbus gehörenden Kreisen Hoyerswerda und Weißwasser Sachsen als Freistaat

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Literatur

Raßloff, S. , Mitteldeutsche Geschichte: Sachsen – Sachsen-Anhalt – Thüringen (Leipzig 2016
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Quellenangabe
Brockhaus, Sachsen. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/sachsen-30