Thüringen, Freistaat Thüringen, Land in der Mitte Deutschlands, 16 202 km2

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Recht

Nach der Verfassung vom 25. 10. 1993 (mehrfach geändert) liegt die Gesetzgebung beim Landtag (88 Abgeordnete, auf 5 Jahre gewählt). Gesetzesvorlagen können aus der Mitte des Landtags, von der Staatsregierung oder durch Volksbegehren (Quorum: 8 % bzw. 10 % der Stimmberechtigten) eingebracht werden. Die vollziehende Gewalt liegt bei der Landesregierung

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Landesnatur

Thüringen liegt im Bereich der Deutschen Mittelgebirgsschwelle. Der zentrale und nordwestliche Teil wird vom fruchtbaren Thüringer Becken eingenommen, das von zahlreichen Flüssen (besonders Unstrut) durchflossen wird und dessen Ränder aus zertalten Muschelkalkhöhenzügen sowie im Südosten von stark zergliederten Randplatten (Ilm-Saale- und Ohrdrufer Muschelkalkplatte, Saale-Elster-Buntsandsteinplatte) gebildet werden.

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Bleilochtalsperre

Die Bleilochtalsperre an der oberen Saale in

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Bevölkerung

Mit 133 Einwohnern/km2 gehört Thüringen zu den schwächer besiedelten Bundesländern. Von den Bewohnern sind 4,2 % Ausländer. Im Jahr 2017 wurden in Thüringen 5 040 Asylerstanträge gestellt. Die Geburtenrate betrug (2016) 8,5 ‰, die Sterberate 13,0 ‰. Am geringsten sind die landwirtschaftlich strukturierten Kreise des Thüringer Beckens und die Gebiete im äußersten Südwesten besiedelt, am stärksten die wirtschaftlichen Kernräume zwischen Eisenach und Weimar, die Gebirgsrandzone längs des Thüringer Waldes und Thüringer Schiefergebirges sowie des Südharzes und die Täler von Saale und Weißer Elster.

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Wirtschaft

Für Thüringen haben industrielle Produktion, Landwirtschaft einschließlich Gartenbau und Tourismus ein besonderes Gewicht. Der Übergang von der sozialistischen Plan- zur sozialen Marktwirtschaft war mit einer tiefgreifenden Anpassung und Umwandlung der Wirtschaftsstruktur verbunden. Der starke Rückgang einzelner Branchen, besonders in industriell monostrukturierten Gebieten in Nord- (Kali-, Textilindustrie) und Ostthüringen (Braunkohlen-, Uranbergbau, Maschinenbau), führte zu erheblicher Arbeitslosigkeit und zu einem Rückgang der Zahl der Erwerbstätigen von (1991) 1,24 Mio. auf (2015) 1,04 Mio. Die Arbeitslosenquote liegt leicht über dem Bundesdurchschnitt (6,1 %) und beträgt (2016)

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Verkehr

Die zentrale Lage macht Thüringen zu einem wichtigen Durchgangsland im West-Ost- und Nord-Süd-Verkehr. Die Straßen

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Geschichte

Das heutige Thüringen war schon lange germanisches Siedlungsland gewesen, als Anfang des 5. Jahrhunderts die Thüringer, deren Name dem Land fortan anhaftete, ihr Siedlungsgebiet weit über den landläufig als Thüringen bezeichneten Raum hinausschoben und ein Königreich gründeten. Es wurde 531 bei Burgscheidungen (?) von den Franken und (nach Widukind von Corvey) ihnen verbündeten Sachsen besiegt. Der auf das Gebiet zwischen Harz und Unstrut sowie Thüringer Wald, Werra und Saale eingeengte Stamm der Thüringer kam unter fränkischen Einfluss und wurde im 8. Jahrhundert missioniert

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Werke

Weiterführende Literatur:

H. Patze: Die Entstehung der Landesherrschaft in Thüringen (1962);
Geschichte Thüringens, hg. v. demselben u. a., 9 Bde. (1–21967–85);
Handbuch
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Quellenangabe
Brockhaus, Thüringen. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/thuringen