Brandenburg, Land im Osten Deutschlands, mit 29 654 km2 flächenmäßig das

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Recht

Nach der am 21. 8. 1992 in Kraft getretenen Verfassung (am 14. 6. 1992 durch Volksentscheid gebilligt; mehrfach modifiziert) liegt die Legislative beim Landtag (88 Abgeordnete), der auf 5 Jahre nach einem Verfahren gewählt wird, das Persönlichkeits- und Verhältniswahl verbindet. Träger der Exekutive ist die Landesregierung,

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Landesnatur

Brandenburg liegt im Bereich des Norddeutschen Tieflandes. Der nordöstliche und zentrale Bereich gehören zum seenreichen Jungmoränenland der Weichsel-Eiszeit, deren Gletscher vor 20 000 Jahren dieses Gebiet bedeckten, der nordwestliche, südwestliche und südliche Landesteil zum seenarmen Altmoränengebiet. Die Oberfläche ist hügelig bis eben. Im Norden erstreckt sich von Nordwesten nach Südosten ein schmaler Streifen des Baltischen Landrückens mit bis

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Bevölkerung

Die Bevölkerung verringerte sich 1989–94, auch seit 2000 ist eine negative Bevölkerungsentwicklung erkennbar. Besonders stark von Abwanderung betroffen sind die Prignitz, die Uckermark und das erheblich umweltgeschädigte Braunkohlengebiet in der Niederlausitz. Große Wanderungsgewinne zeigen die Umlandgemeinden von Berlin. Ende des Jahres 2014 lebten über eine Mio. Menschen im direkt an Berlin angrenzenden engeren Verflechtungsraum. 3,6 % (2015) der Gesamtbevölkerung sind Ausländer. Die Zahl der Asylbewerber lag Ende 2015 bei 18 700. Die größten Städte sind die kreisfreien Städte Potsdam, Cottbus, Brandenburg an

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Wirtschaft

Bis zur Wiedervereinigung am 3. 10. 1990 war die Wirtschaftsstruktur auf dem Gebiet des heutigen Landes Brandenburg von der Land- und Forstwirtschaft auf der einen und den großen, monostrukturierten Industriestandorten auf der anderen Seite gekennzeichnet. Durch den Umbau der bis 1989 vorhandenen dirigistisch gelenkten sozialistischen Planwirtschaft zu einer freien Marktwirtschaft vollzog sich nach 1990 ein rascher Strukturwandel, in dessen Verlauf die Zahl der Erwerbstätigen um mehr als ein Drittel zurückging. Der Tiefstand war 2005 mit 1,01 Mio. erreicht; 2015 belief sich die

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Verkehr

Eisenbahnlinien und Fernverkehrsstraßen ziehen sternförmig durch Brandenburg nach Berlin. Der Berliner Ring verläuft als vier-

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Geschichte

Das Land Brandenburg wurde anfangs von den germanischen Semnonen, in der Altmark von den Langobarden, östlich der Oder von den Burgundern bewohnt und nach der Völkerwanderung seit dem 7. Jahrhundert von slawischen Stämmen (Liutizen) besetzt. Diese, schon im 9./10. Jahrhundert von Karl dem Großen und König Heinrich I. erfolgreich bekämpft, wurden unter Otto I. um 940 durch Markgraf Gero unterworfen. Es entstand die Nordmark (Mark Brandenburg, später auch kurz die Mark); 948 wurden die Bistümer Havelberg und Brandenburg gestiftet. Durch den Slawenaufstand

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Werke

Weiterführende Literatur:

M. Dönhoff u. a.: Baukunst in Brandenburg (1992);
Brandenburgische Geschichte, hg. v. I. Materna u. a. (1995);
Geschichte in Daten.
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Quellenangabe
Brockhaus, Brandenburg. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/brandenburg-20