Tschechische Republik, Tschechien, tschechisch Česko [ˈtʃεskɔ], amtlich

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Landesporträt

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Flagge der Tschechischen Republik. Die Flagge ist die seit 1920 verwendete

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Geografie

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Landschaft

Die Tschechische Republik grenzt im Westen und Nordwesten an Deutschland (Bayern und Sachsen), im Norden und Nordosten an Polen, im Südosten an die Slowakische Republik und im Süden an Österreich (Ober- und Niederösterreich).

Die Großformen des Reliefs werden überwiegend von den Hügel- und Bergländern, Beckenlandschaften und Plateaus des Böhmischen

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Klima

Das Klima ist ozeanisch beeinflusst und trägt im Ostteil gemäßigt kontinentale Züge. Reliefbedingt treten jedoch regionale Unterschiede auf.

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Vegetation

Die Pflanzenwelt ähnelt der anderer mitteleuropäischer Länder. Etwa ein Drittel des Territoriums ist bewaldet, vor

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Nach der Volkszählung 2011 waren von den Bewohnern 63,7 % Tschechen, 4,9 % Mährer, 1,4 % Slowaken, 0,4 % Polen, 0,2 % Deutsche, 0,1 % Schlesier. Rd. 29 % gehörten zu anderen Volksgruppen (Ukrainer, Ungarn u. a.) oder

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Religion

Die Verfassung (Artikel 15 f.) garantiert die Religionsfreiheit und gewährleistet die freie Ausübung beziehungsweise Nichtausübung einer Religion. Grundlage der staatlichen Religionspolitik ist das 2001 verabschiedete »Gesetz über die Kirchen und religiösen Gemeinschaften«. Es bindet den Rechtsstatus einer Kirche beziehungsweise religiösen Gemeinschaft an deren staatlicher Registrierung, für die 300 Unterschriften erforderlich sind. Die Wahrnehmung der vollen im Staatskirchenrecht vorgesehenen kirchlichen Rechte

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Politik und Recht

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Politik

Gemäß der am 1. 1. 1993 in Kraft getretenen Verfassung (mehrfach, zuletzt 2012, geändert) ist die Tschechische Republik ein demokratischer Rechtsstaat, der sich zu den Menschen- und Bürgerrechten bekennt. Letztere sind in der (noch tschechoslowakischen) »Charta der Grundrechte und Grundfreiheiten« vom 9. 1. 1991 enthalten, die

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge wurde bei der Gründung der Tschechoslowakei am 30. 3. 1920 angenommen; die 1993 entstandene Tschechische Republik führt diese Flagge weiter. Sie

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Parteien

Das Mehrparteiensystem hatte sich bereits im Zuge der »sanften Revolution« (1989/90) im Rahmen der Tschechoslowakei herausgebildet. Zu den derzeit einflussreichsten Parteien zählen die

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Gewerkschaften

Die Anfänge der tschechoslowakischen Gewerkschaften gehen auf das Jahr 1897 zurück, als ein von der österreichischen

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Militär

Die Gesamtstärke der Freiwilligenarmee (2005 Abschaffung der Wehrpflicht) beträgt etwa 17 600

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Verwaltung

Das Staatsgebiet gliedert sich in den Hauptstadtbezirk Prag und weitere 13

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Recht

Nach der Auflösung der Tschechoslowakei ist das tschechische Justizwesen reformiert worden. Die Militärgerichtsbarkeit wurde abgeschafft und der zuvor

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Bildungswesen

Es besteht neunjährige Schulpflicht vom 6. bis 15. Lebensjahr; Schul- und Hochschulwesen sind gebührenfrei. Seit 1990 gibt es neben den staatlichen Schulen

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Medien

Der Medienbereich ist breit gefächert, die Berichterstattung umfassend und frei. Bei den Printmeiden haben deutsche und schweizerische Unternehmensgruppen eine starke Stellung. – Presse: Die auflagenstärksten von rund 110 Tageszeitungen sind

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Zum Zeitpunkt der Auflösung der Tschechoslowakei (1992/93) war die Tschechische Republik mit drei Vierteln am tschechoslowakischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) beteiligt. Der Beginn der Eigenständigkeit der Tschechischen Republik am 1. 1. 1993 fiel in die Zeit der Transformation von einer Plan- zur Marktwirtschaft, der 1991 mit der Freigabe der Preise, der Privatisierung, der Liberalisierung des Außenhandels und der Einführung einer restriktiven Finanz- und Lohnpolitik in seine

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Landwirtschaft

In der Land- und Forstwirtschaft waren 2014 3,0 % der Erwerbstätigen beschäftigt, sie erwirtschafteten 2,6 % des BIP. Die 1991 erlassenen Privatisierungsgesetze zum Grund und Boden trugen dazu

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Bodenschätze

Die einst umfangreichen Erzlagerstätten sind weitgehend ausgebeutet, die noch vorhandenen, oft nur mit hohem Aufwand zu fördernden Erze werden

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Energiewirtschaft

Die Elektroenergie wird hauptsächlich in Braunkohlenkraftwerken (vor allem im Nordböhmischen Braunkohlenbecken) erzeugt. Wasserkraftwerke entstanden entlang der

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Industrie

Böhmen und Mähren waren bereits vor dem Ersten Weltkrieg industriell hoch entwickelt (rund 70 % der Industrieproduktion von Österreich-Ungarn). Bis heute ist die Wirtschaft des Landes stark durch die Industrie geprägt. Während der 1990er-Jahre gelang der

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Tourismus

Bedeutende Anziehungspunkte des Reiseverkehrs sind neben der Hauptstadt Prag vor allem die böhmischen Kur- und Badeorte Karlsbad, Marienbad und Franzensbad

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Verkehr

Die Tschechische Republik verfügt über ein dichtes Eisenbahn- (rund 9 460 km) und Straßennetz (rund 130 700 km, davon 740 km Autobahnen). Die

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Geschichte

Die ehemaligen Kronländer Böhmen, Mähren und (Österreichisch-)Schlesien gehörten bis 1918 zu Österreich-Ungarn (das Hultschiner Ländchen 1742–1918 zu Preußen) und bildeten seit Gründung der ersten Tschechoslowakischen Republik (Tschechoslowakei) am 28. 10. 1918 deren westlichen Teil. Nach ihrer Zerschlagung durch das nationalsozialistische Deutschland (1938/39) entstand aus den böhmischen Ländern das vom Deutschen Reich abhängige Protektorat Böhmen und Mähren (1939–45), während aus dem Großteil der nach dem Münchener Abkommen (1938) an Deutschland abgetretenen deutsch besiedelten Grenzgebiete der Reichsgau Sudetenland geformt wurde (1938–45).

Nach 1945

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Kultur

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Žd'ár

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Literatur

Lindner, R., Böhmen. Ein Reiseführer ins tschechische Erzgebirge (Chemnitz 2017)
Becker,
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Quellenangabe
Brockhaus, Tschechische Republik. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/tschechische-republik