Mecklenburg-Vorpommern, Land im Nordosten Deutschlands, umfasst mit 23 214 km2 6,5 %

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Recht

Nach der am 23. 5. 1993 vorläufig in Kraft getretenen Verfassung (durch Volksentscheid vom 12. 6. 1994 endgültig angenommen) liegt die Gesetzgebung beim Landtag (71 Abgeordnete, auf fünf Jahre gewählt). Gesetzentwürfe werden von der Landesregierung, durch den Landtag selbst oder durch Volksbegehren eingebracht. Der Landtag kann auch durch Volksinitiative gezwungen werden, sich mit bestimmten Fragen zu befassen. Eine Volksinitiative muss von mindestens 15 000, ein Volksbegehren von mindestens 120 000 Wahlberechtigten unterstützt werden. Verfassungsänderungen erfordern einen Volksentscheid. An der Spitze der Landesregierung

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Landesnatur

Mecklenburg-Vorpommern liegt gänzlich im Norddeutschen Tiefland. Die Oberflächenformen werden weitgehend von der jüngsten pleistozänen Vereisung (Jungmoränenland) der Weichsel-Eiszeit (vor etwa 115 000 bis 10 200 Jahren) geprägt. Vor der 377 km langen Außenküste zur Ostsee zwischen der Lübecker und Pommerschen Bucht (Gesamtküstenlänge einschließlich Bodden- und Haffküste [einschließlich Inseln und Halbinseln] 1 945 km) mit 140 km Steil- und 237 km Flachküstenabschnitten liegen (von Westen nach Osten) die Inseln Poel (in der Wismarbucht), Rügen (mit 930 km2 größte Insel Deutschlands), davor Hiddensee und

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Bevölkerung

Mecklenburg-Vorpommern ist mit 69 Einwohnern je km2 das am geringsten besiedelte Bundesland Deutschlands. Der Bevölkerungsrückgang seit dem politischen Umbruch (1989–2013 um 358 000 Menschen) wurde vor allem durch die starke, aus wirtschaftlichen Gründen erfolgte Abwanderung von jungen Menschen in die westlichen Bundesländer verursacht, aber auch durch einen überaus starken Geburtenrückgang zwischen 1991 und 1995; 1996 – 2000 ist die Geburtenzahl zwar wieder leicht angestiegen, verharrt seitdem aber auf niedrigem Niveau. Die Geburtenrate lag 2014 bei 8,0 ‰, die Sterberate bei 11,8 ‰. Unter

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Wirtschaft

Die 1990 begonnene Umstrukturierung der Wirtschaft der vergleichsweise wenig industrialisierten (auf hochproduktive Landwirtschaft, Ernährungswirtschaft, Schiffbau und Holzverarbeitung ausgerichteten) Region war bis Ende 1994 mit einem Verlust von fast 40 % der Arbeitsplätze (440 000) verbunden. In den Jahren 2014 und 2015 ist die Zahl der Erwerbstätigen erstmals wieder angestiegen (+7 100). Von den Erwerbstätigen sind 3,2 % in der Landwirtschaft, 18,9 % im produzierenden Gewerbe und 77,9 % im Dienstleistungsbereich beschäftigt. Die Arbeitslosenquote von 9,5 % (Mai 2016) ist beträchtlich höher als der bundesweite Durchschnitt (6,0 %). Die

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Verkehr

Das überörtliche Straßennetz hat eine Gesamtlänge von (2015) 9 988 km (554 km Autobahnen). Durch den Bau der 323 km langen Ostseeautobahn (BAB A 20 Lübeck–Rostock–Neubrandenburg–A 11 [Stettin]) als Ergänzung zu den bereits bestehenden

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Geschichte

Zur Geschichte vor 1945 Mecklenburg (Geschichte) und Pommern (Geschichte). – Am 1. 7. 1945 verließen die Westalliierten vereinbarungsgemäß Westmecklenburg. Das am 9. 7. 1945 auf dem Territorium der SBZ aus dem Land Mecklenburg und dem westlich der Oder liegenden Teil der preußischen Provinz Pommern (Vorpommern) gebildete Land Mecklenburg-Vorpommern (ab 25. 2. 1947 Mecklenburg

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Werke

Weiterführende Literatur:

Luftbildatlas Mecklenburg-Vorpommern, bearbeitet v. H. J. Buchholz u. L. Scharmann (1992);
G. Heitz u. H. Rischer: Geschichte in Daten. Mecklenburg-Vorpommern (1995);
Mecklenburg-Vorpommern. Brücke zum
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Quellenangabe
Brockhaus, Mecklenburg-Vorpommern. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/mecklenburg-vorpommern