Schleswig-Holstein, nördlichstes Land von Deutschland, 15 801 km2, (2019) 2,9 Mio. Einwohner, die

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Politik und Recht

Nach der Landesverfassung vom 13. 12. 1949 in der Fassung vom 2. 12. 2014 übt der Landtag (69 Abgeordnete [ohne Ausgleichs- und Überhangmandate], auf 5 Jahre gewählt) die gesetzgebende Gewalt aus. Die Bürger können unter bestimmten Voraussetzungen durch Volksinitiative (20 000 Stimmberechtigte erforderlich), Volksbegehren (Quorum: 5 % der Stimmberechtigten) und Volksentscheid (Zustimmungsquorum: 25 % der Stimmberechtigten) in

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Geografie

Schleswig-Holstein umfasst den südlichen Teil der Halbinsel Jütland sowie die ihr vorgelagerten Inseln: Fehmarn, die Nordfriesischen Inseln und Helgoland. Es gehört zum Norddeutschen Tiefland. Die Höhenunterschiede sind gering (Bungsberg 168 m über dem Meeresspiegel, Hüttener Berge 106 m über dem Meeresspiegel); im Westen liegen größere Gebiete unter dem Meeresspiegel. Nur an wenigen Stellen durchragt der präquartäre Untergrund die bis zu mehreren Hundert Metern mächtigen quartären Ablagerungen, so auf Helgoland, im Kalkberg (Gipsberg) von Bad Segeberg, auf Sylt und Fehmarn.

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Gesellschaft

Stammesmäßig überwiegen die Sachsen. In ihnen sind die einst östlich des Limes Saxoniae siedelnden Slawen aufgegangen. Die Westküste und die ihr vorgelagerten Inseln sind der Bereich der Nordfriesen; ihre Sprache wird zum Teil noch gepflegt. Im Landesteil Schleswig, besonders im Raum Flensburg, lebt eine dänische Minderheit.

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Krabbenkutter. An der deutschen Nordseeküste ist die Krabbenfischerei ein wichtiger Wirtschaftsfaktor.

Die Einwohnerzahl wuchs nach 1945 durch Wanderungsgewinne, besonders durch den Zustrom von Flüchtlingen und Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten (1971 lebten

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Wirtschaft

Schleswig-Holstein, früher ein vor allem agrarisch geprägtes Land, weist heute eine breit gefächerte Wirtschaftsstruktur auf; durch seine geografische Lage hat es eine Brückenfunktion zwischen Mitteleuropa, Skandinavien und Osteuropa. Das Land ist Schnittpunkt europäischer Straßen- und Schifffahrtsverbindungen sowohl in Nord-Süd- als auch in Ost-West-Richtung. Schleswig-Holstein bildet mit Hamburg einen Wirtschaftsraum, der durch einen gemeinsamen Arbeitsmarkt und zahlreiche intensive Unternehmensverflechtungen geprägt ist.

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Schleswig-Holstein: Leuchtturm Kampen

Der Leuchtturm von Kampen auf der Insel Sylt

Die Zahl der Erwerbstätigen hat sich zwischen 1960

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Verkehr

Dem Straßenverkehr stehen (2016) 9 873 km Straßen des überörtlichen Verkehrs zur Verfügung, darunter 538 km Bundesautobahnen. Das öffentliche Schienennetz ist 1 278 km lang. In den letzten Jahren

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Geschichte

Die in der Grafschaft (seit 1474 Herzogtum) Holstein herrschenden Schauenburger (Schaumburg) erwarben 1375/86 endgültig das Herzogtum Schleswig als dänisches Lehen. Als ihr Mannesstamm 1459 erlosch, wählten die Stände 1460 König Christian I. von Dänemark (Haus Oldenburg) zum Landesherrn, der im Ripener Freiheitsbrief gelobte, dass Schleswig und Holstein ewig ungeteilt bleiben sollten. Die Reformation fand 1542 in Schleswig-Holstein Eingang (Kirchenordnung J. Bugenhagens). 1544 wurden die Herzogtümer, nach einer ersten Teilung 1490–1523, geteilt. Die Bauernrepublik Dithmarschen wurde 1559 unterworfen. Seit den dänischen Teilungen

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Literatur

K. Gripp: Erdgeschichte von Schleswig-Holstein (1964);
Schleswig-Holstein. Ein geographisch-landeskundlicher Exkursionsführer, hg. v. H. Schlenger u. a. (21970);
U. Muuss u. a.: Die
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Quellenangabe
Brockhaus, Schleswig-Holstein. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/schleswig-holstein