Bayern, Freistaat Bayern, Land im Süden von Deutschland, mit 70 550 km

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Recht

Nach der am 8. 12. 1946 in Kraft getretenen Verfassung (mit Änderungen) liegt die gesetzgebende Gewalt beim Landtag (180 Mitglieder), der nach modifiziertem (»verbessertem«) Verhältniswahlrecht vom Volk für 5 Jahre gewählt wird. An der Spitze der Staatsregierung steht der vom Landtag auf 5 Jahre gewählte Ministerpräsident,

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Landesnatur

Bayern erstreckt sich rund 330 km zwischen der unteren Mainebene und den Nördlichen Kalkalpen; es hat Anteil an der Mittelgebirgsschwelle, am süddeutschen Schichtstufenland, am Alpenvorland und an den Alpen. Der von den Mittelgebirgen geprägte Landschaftsraum nördlich der Donau umfasst im Nordwesten das stark bewaldete Buntsandsteingebirge des Spessarts (Geiersberg 585 m über dem Meeresspiegel) und im äußersten Norden Basaltkuppen und -flächen der Rhön (Kreuzberg 928 m über dem Meeresspiegel). Nach Süden und Südosten schließt sich das Schwäbisch-Fränkische Schichtstufenland mit den fruchtbaren Gäulandschaften und

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Bevölkerung

Bayern war Siedlungsgebiet von Baiern, Franken und Alemannen. Die Baiern ließen sich in Ober- und Niederbayern und der Oberpfalz nieder, die Franken im Maingebiet und um das Fränkische Schichtstufenland, die Alemannen im Alpenvorland westlich des Lechs und südlich des Nördlinger Rieses.

In den offenen Landschaften Frankens herrschen Haufendörfer mit dem mitteldeutschen Ernhaus (»fränkisches Gehöft«) und mit Fachwerkbauten vor, in den später gerodeten Waldlandschaften Straßendörfer und Weiler. Nieder- und Oberbayern, in geringerem Ausmaß auch die Oberpfalz und Schwaben, sind reich an

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Wirtschaft

In Bayern hat sich die Wirtschaftsstruktur nach dem Zweiten Weltkrieg grundlegend gewandelt. Aus einem traditionellen Agrarland wurde ein moderner Industriestandort mit einem wachsenden Dienstleistungssektor. Hochtechnologie und Wachstumsbranchen prägen wie in wenigen anderen Regionen Deutschlands das Bild.

Mit dem weitreichenden Strukturwandel ging die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Land- und Forstwirtschaft deutlich zurück. Ihr Beitrag zur Bruttowertschöpfung lag 2015 nur noch bei 0,6 %. Das stark hochtechnologieorientierte produzierende Gewerbe trug 2015 mit 34,4 % zur Bruttowertschöpfung bei. Davon entfielen auf das verarbeitende Gewerbe 29,5 % und

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Verkehr

Bayerns Verkehrsnetz wurde in den letzten Jahrzehnten stark ausgebaut. 1992 wurde

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Geschichte

Das Stammesherzogtum: In der 1. Hälfte des 6. Jahrhunderts n. Chr. war die Landnahme der Baiern in dem Gebiet zwischen Lech, Donau und Alpen abgeschlossen. Unter Führung des schon früh in Regensburg ansässigen Herzogsgeschlechts der Agilolfinger dehnten sie ihre Macht auch nördlich der Donau aus. 591 gerieten die Agilolfinger in Abhängigkeit vom Fränkischen Reich. Im 8. Jahrhundert missionierten Iren, Schotten, Angelsachsen (Bonifatius) und Franken (Emmeram, Rupert) in Bayern; Bonifatius organisierte Mitte des 8. Jahrhunderts die Bistümer Salzburg, Passau, Regensburg, Freising und Eichstätt. Der letzte

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Weitere Medien

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Hohenschwangau

Schloss Hohenschwangau im Ostallgäu wurde1833-37 unter König Maximilian II. von Bayern errichtet; Ludwig II. ließ sich später auf einem benachbarten Bergkegel Schloss Neuschwanstein bauen.

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Ludwig I. von

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Quellenangabe
Brockhaus, Bayern. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/bayern