Nordkorea, amtlich koreanisch Joson Minju Juui Inmin Konghwaku[tʃ

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Landesporträt

Nordkorea, offiziell Demokratische Volksrepublik Korea, ist eine sozialistische Republik in Ostasien mit der Vier-Millionen-Metropole Pjöngjang als Hauptstadt. Seit 1948 ist Korea geteilt, nach dem Ende des Koreakriegs durch ein stark befestigte Demarkationslinie zwischen dem Norden und der Republik Korea (Südkorea), die etwa entlang des 38. Breitengrades verläuft.

Vier

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Geografie

Nordkorea umfasst Randbereiche des asiatischen Festlands und den Nordteil der Halbinsel

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Landschaft

Nordkorea hat mit einem 600 km langen und durchschnittlich 150 km breiten Saum Anteil am asiatischen Festland. Nach Süden schließt sich die Halbinsel Korea an.

Vier Fünftel

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Klima und Vegetation

In Nordkorea herrscht ein kühlgemäßigtes Klima. Der Winter ist lang, streng und trocken. Im Januar liegen die Durchschnittstemperaturen zwischen –8

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Angaben über die fast ausschließlich aus Koreanern bestehende Bevölkerung beruhen nur auf Schätzungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen etwa 2 Mio. Menschen in

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Religion

Die Freiheit der Religionsausübung ist durch die Verfassung garantiert, die auch die Freiheit antireligiöser Propaganda gewährt. Nach letztverfügbaren Schätzungen sind über zwei

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Politik und Recht

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Politik

Nach der Verfassung von 1972 (mehrfach geändert) ist Nord-Korea ein sozialistischer Staat auf der Grundlage der Leitlinien von »Juche« (»Eigenständigkeit«) und Songun

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge ist horizontal blau-weiß-rot-weiß-blau gestreift, die Streifen stehen im Verhältnis 6 : 2 : 17 : 2  : 6 zueinander. Im roten Streifen befindet sich zum Liek hin verschoben ein fünfzackiger roter

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Parteien

Staatstragende Partei ist die Kommunistische Partei der Arbeit Koreas (PdAK; gegründet

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Gewerkschaften

Wichtigste Gewerkschaften sind der Generalverband der Gewerkschaften Koreas (gegründet 1945; gegliedert

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Militär

Die nordkoreanische Wehrpflichtarmee (Dienstzeit bei Heer und Marine mindestens fünf, bei der

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Recht

Die Rechtsprechung ist sowjetisch geprägt. Die Gerichtsbarkeit wird an der Spitze

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Verwaltung

Nord-Korea ist in 9 Provinzen (Do), 3 Sonderregionen (Kaesŏng, Kŭmgang-san, Sinŭiju)

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Bildungswesen

Es besteht zwölfjährige Schulpflicht ab dem 6. Lebensjahr, vorgeschaltet ist die

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Medien

Die Medien sind ausschließlich der Propaganda von Staat und Partei bzw. Kim Jong Un verpflichtet. Freie Berichterstattung wird unterbunden,

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Die Wirtschaft wird seit 1946 von einer zentralstaatlichen Planungskommission kontrolliert. Seit Mitte der 1960er-Jahre veröffentlicht Nordkorea keine Wirtschaftszahlen mehr; die Einschätzung der Wirtschaftslage beruht daher ausschließlich auf internationalen Schätzungen. Nordkorea wird zu den Entwicklungsländern mit mittlerem Einkommen gezählt. Das Bruttonationaleinkommen pro Kopf lag 2016 nach eigenen Angaben bei umgerechnet 1450 US-$. 2017 und

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Landwirtschaft

Der Agrarsektor trägt rund 22 % zum BIP bei, er beschäftigt etwa ein Fünftel der Erwerbstätigen. Nachdem 1946 durch eine Bodenreform über 50 % des gesamten Ackerlandes an Landarbeiter, Pächter und Kleinbauern verteilt worden waren (Höchstgrenze des Grundbesitzes 5 ha), wurde die Landwirtschaft 1954–58 kollektiviert.

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Bodenschätze

Die Entwicklung von Bergbau und Industrie wurde schon während der japanischen

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Industrie

Gegenüber dem Ausbau der Schwer- und Investitionsgüterindustrien (Erzverhüttung, Maschinen- und Fahrzeugbau, chemische Industrie, Schiffbau) blieb die

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Verkehr

Das Verkehrsnetz ist stark reparaturbedürftig. Wichtigstes Transportmittel ist die Eisenbahn; sie bewältigt rund 90 % des

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Geschichte

Zur historischen Entwicklung bis 1948 siehe Korea.

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Alleinherrschaft der Familie Kim

Nach dem Koreakrieg (1950–53) konzentrierte sich die herrschende Partei der Arbeit Koreas (PdAK) unter der Führung von Kim Il Sung (1948–72 auch Ministerpräsident) auf den raschen Wiederaufbau des Landes mit sowjetischer und chinesischer Hilfe; durch »Säuberungen« in der Partei schaltete Kim seine Gegner und Konkurrenten auf dem Weg zur unumschränkten Alleinherrschaft aus.

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Kim Il Sung. Statue des nordkoreanischen Diktators (1912–1994) in Pjöngjang, der Hauptstadt der Demokratischen Volksrepublik Korea.

Auf den machtpolitisch-ideologischen

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Streit um Atomprogramm

Am 17. 9. 1991 wurde Nordkorea zusammen mit Südkorea in die UNO aufgenommen. Nachdem Nordkorea 1993 Sonderinspektionen von Atomanlagen abgelehnt und mit der Kündigung des Kernwaffensperrvertrags gedroht hatte, kam es zu einem Konflikt mit den USA. Nach langwierigen Verhandlungen schlossen beide Staaten am 21. 10. 1994 ein Rahmenabkommen, das neben vertrauensbildenden Maßnahmen vor allem eine grundlegende

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Kim Jong Un: Zwischen Drohungen und Verhandlungen

Nach dem Tod von Kim Jong Il am 17. 12. 2011 wurde am 29. 12. 2011 Kim Jong Un, bereits seit 2010 General und stellvertretender Vorsitzender der Nationalen Verteidigungskommission, zum »Obersten Führer der Partei, der Streitkräfte und des Volkes« ausgerufen und am 11. 4. 2012 Erster Sekretär der Partei der Arbeit Koreas. Am 13. 4. 2012 erfolgte die Ernennung zum Ersten Vorsitzenden der Verteidigungskommission, was die Oberste Volksversammlung am 9. 4. 2014 einstimmig bestätigte. Im Dezember 2013 informierten die staatlichen Medien über

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Kultur

Die koreanische Kunst, bereits in der Jungsteinstein (6000–2000 v. Chr.) durch Bandkeramik fassbar, erhielt maßgebliche Impulse aus China, ebenso wie die koreanische Literatur und koreanische Musik. Andererseits beeinflusste sie die japanische Kunst. Aus der Zeit des nordkoreanischen Königreichs Koguryŏ (37 v. Chr.–668 n. Chr.) stammen Hügelgräber mit teils gut erhaltenen und detailreichen Wandmalereien im Innern. 30 Grabstätten in Nordkorea gehören zum UNESCO-Welterbe. Wie in den südkoreanischen Reichen von Silla und Paekche wurden

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Literatur

Fifield, A., Kim. Nordkoreas Diktator aus der Nähe (2020)
Staak, M. (Hrsg.), Der Nordkorea-Konflikt. Interessenlagen,
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Quellenangabe
Brockhaus, Nordkorea. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/nordkorea