Irland, irisch Éire [ˈeːri], englisch Ireland [ˈa

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Landesporträt

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Für Informationen und Statistiken siehe Landesfakten.

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Irland: Flagge

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Geografie

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Landschaft

Irland nimmt den größten Teil der Insel Irland ein (das übrige Inselgebiet bildet Nordirland).

Ein ausgedehntes, flachwelliges, von Hochmooren durchsetztes zentrales Tiefland wird von einem glazial überformten Altgebirgsrahmen umgeben. Nur an der Ostküste bei Dublin reicht das zentrale Tiefland bis an die Irische See heran.

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Irland: Glendalough

Im Glendalough in den Wicklow Mountains (Irland)

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Klima und Vegetation

Das extrem ozeanische Klima (kühle Sommer, milde Winter) ist gekennzeichnet durch hohe Niederschläge

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Die Bevölkerung ist überwiegend keltischer Abstammung. Obwohl Irisch erste Amtssprache ist, sprechen es nur rund 3 % der Bevölkerung als Muttersprache. Rund 41 % gelten jedoch aufgrund von Schulkenntnissen als Irisch sprechend. Der Ausländeranteil lag 2017 bei 11,8 %.

Irland gehörte

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Religion

Die Verfassung (Artikel 44) garantiert die Religionsfreiheit; die in der Verfassung früher verankerte Sonderstellung der katholischen Kirche wurde 1972 per Referendum aufgehoben. Als größte Glaubensgemeinschaft und Trägerin des traditionellen

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Politik und Recht

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Politik

Die Verfassung von 1937 (Entwurf durch E. de Valera, nach Referendum in Kraft getreten am 29. 12.) bestimmt Irland als parlamentarisch-demokratische Republik und enthält einen umfassenden Grundrechtskatalog. 1948/49 wurden durch den Republic of Ireland

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge ist eine Trikolore in den Farben Grün, Weiß und Orange. Die Farben wurden seit dem Beginn

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Parteien

Das Parteiensystem ist heute noch geprägt vom irischen Unabhängigkeitskampf gegen Großbritannien. Einflussreichste

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Gewerkschaften

Etwa ein Drittel der Arbeitnehmer sind gewerkschaftlich organisiert. Dachverband der Gewerkschaften

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Militär

Die Gesamtstärke der Freiwilligenarmee beträgt rund 8 900 Mann. Das Heer (etwa

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Recht

Die Richter werden von der Regierung nominiert und vom Präsidenten ernannt. Höchste Instanzen sind ein Oberster

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Verwaltung

Irland gliedert sich in vier historisch gewachsene Provinzen (ohne Verwaltungskompetenz). In

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Bildungswesen

Das Schulsystem ist traditionell dreistufig (primary, secondary, third-level education). Die meisten Grund- und weiterführenden Schulen sind in nicht-staatlicher Trägerschaft (vorwiegend der katholischen

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Medien

Presse: Es erscheinen acht landesweit verbreitete Tageszeitungen mit einer Auflage zwischen 140 000 und 40 000 Exemplaren. Zu den auflagenstärksten Blättern gehören »Irish Independent« (gegründet 1905),

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Irland nimmt mit einem Bruttonationaleinkommen (BNE) je Einwohner von (2017) 55 290 US-$ einen oberen Rang unter den 19 Euroländern ein. Durch Ansiedlung moderner ausländischer Industrien, vor allem des Hochtechnologiebereiches (Computerindustrie, Pharmazie, Medizintechnik), sowie von

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Dienstleistungssektor

Im Dienstleistungssektor sind rd. 75 % aller Beschäftigten tätig; sie erarbeiten (2016) 57,5 % des BIP. Seit 1987 ist in Dublin durch Umstrukturierung von Teilen des Hafens ein internationales Finanzzentrum entstanden.

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Bodenschätze

Neben abbauwürdigen Zink- und Bleierzvorkommen existieren kleinere Vorräte an Lithium, Wolfram,

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Energiewirtschaft

Die Energieversorgung wird überwiegend aus Importen (vor allem aus Großbritannien) gedeckt.

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Industrie

Im produzierenden Sektor (einschließlich Bergbau, Energie- und Bauwirtschaft) sind rd. 19 % aller Arbeitnehmer tätig; sie erarbeiten (2016) 41,5 % des

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Landwirtschaft

Die Landwirtschaft erwirtschaftet mit rd. 6 % aller Beschäftigten nur noch (2016) 1,0 % des BIP. Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Landwirtschaft ist damit weiter

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Verkehr

Das öffentliche Verkehrswesen wird von der staatlichen Transportgesellschaft Córas Iompair Eireann betrieben.

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Geschichte

Die Vor- und Frühgeschichte teilt Irland mit den Britische Inseln (Vorgeschichte).

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Irland bis zum 9. Jahrhundert

Der Name Irland geht zurück auf Iverio(n), kymrisch Iwerddon oder Everio(n), altirisch Érin, neuirisch Éire; griechisch wurde er mit Ierne, lateinisch mit Ivernia wiedergegeben (Caesars Form »Hibernia« ist durch hibernus »winterlich« beeinflusst). Irland war bereits lange vor der Einwanderung der Kelten (wohl

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Die Zeit der Wikinger

795 erschienen zum ersten Mal Wikinger an der irischen Küste (Überfall auf das Kloster von Iona) und plünderten in der Folgezeit v. a. wertvollen Klosterbesitz. Vom 9.

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Irland unter englischer Herrschaft

Unvorhersehbar waren die Folgen, als 1166 Dermot MacMurrough (Diarmaid MacMurchada, † 1171), ein vertriebener König von Leinster, Heinrich II. von England um Hilfe bat, der (1171) mit einer Armee nach Irland übersetzte. Bis 1172 hatten sich ihm die bedeutendsten Könige Munsters und Leinsters sowie die Erzbischöfe und Bischöfe unterworfen. Den englischen Vasallen Heinrichs II. wurden die eroberten Gebiete als Freilehen belassen. Innerhalb zweier Generationen nach ihrer Ankunft organisierten die Engländer eine zentrale Regierung unter der direkten Kontrolle des englischen

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Die Union mit Großbritannien

Im Gefolge der Französischen Revolution kam es zu einer Verschärfung des politischen Klimas und zu einem Aufstand (1798), der rasch niedergeschlagen wurde, die protestantische Herrschaft jedoch erschütterte. Auch in der Reaktion darauf vollzog W. Pitt der Jüngere 1801 die Union Irlands mit Großbritannien im »Vereinigten Königreich von Großbritannien und Irland«: Aufhebung des irischen Parlaments, gemeinsames Parlament in Westminster mit 100 irischen Abgeordneten und 32 irischen

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Vom Osteraufstand zur Proklamation der Republik (1916–49)

Der Erste Weltkrieg verhinderte die Implementierung der Home-Rule-Bill. Am 24. 4. 1916 lösten radikalnationalistische Kräfte in Dublin einen Aufstand aus (Ausrufung der Republik), einige Führer des Aufstandes (besonders R. Casement) suchten die irische Unabhängigkeit mit deutscher Hilfe durchzusetzen.

Die harten Maßnahmen Londons nach der Niederschlagung des Osteraufstandes (Hinrichtung der meisten Aufstandsanführer) forcierten die antibritische Stimmung. Im Dezember 1918 erlangte die von Sinn Féin getragene Unabhängigkeitsbewegung 73 der 105 irischen Sitze im britischen Unterhaus. Im Januar 1919

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Irland als souveräner Staat im 20. Jh.

Die Innenpolitik des unabhängigen Irlands wurde maßgeblich durch den Gegensatz zwischen den beiden großen Parteien Fianna Fáil und Fine Gael geprägt; beide lösten sich bei der Führung der Regierung ab; neben ihnen gewann die Labour Party v. a. als politischer Bündnispartner der Fine Gael eine einflussreiche Rolle. Premierminister stellte die Fianna Fáil mit de Valera (1951–54, 1957–59), S. Lemass (1959–66), J. Lynch (1966–73, 1977–79), C. J. Haughey (1979–81, 1982, 1987–92), A. Reynolds (1992–94), B. Ahern (ab 1997) und die Fine Gael mit J. Costello (1948–51, 1954–57), L. T.

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Jüngere Entwicklungen

Am 7. 6. 2001 lehnten die Iren überraschend in einem Referendum (bei einer Beteiligung von nur 33,7 % der Wahlberechtigten) mit 54 % der Stimmen den von den EU-Staaten im Dezember 2000 verabschiedeten Vertrag von Nizza ab; bei einem neuen Referendum am 19. 10. 2002 stimmte die irische Bevölkerung aber mit 63 % der Stimmen dem Vertragswerk zu und machte damit den Weg für die EU-Erweiterung frei. Im Zuge eines mehrjährigen wirtschaftlichen Aufschwungs wurde das von Fianna Fáil und Progressive Democrats gebildete Koalitionskabinett unter Ahern

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Literatur

Bialas, V., Die Heiligen von Irland. Zu den Anfängen der irischen
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Kultur

Informationen zur irischen Kultur:

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Quellenangabe
Brockhaus, Irland. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/irland-20