Mesolithische Jäger und Fischer waren vermutlich die ersten Menschen auf der Insel Irland. Artefakte dieser Kulturen stammen aus der Zeit

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Irland vor den Wikingern

Irland war bereits lange vor der Einwanderung der Kelten besiedelt. Etwa 600 v. Chr. siedelten hier die ersten Kelten, die über Britannien eindrangen. Etwa 250 v. Chr. setzte eine zweite

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Wikinger und Missionierung

Die Missionierung der Iren ist schwer zu belegen. Möglicherweise kam die katholische Kirche durch Handelsbeziehungen mit den Römern nach Irland. Um 430 setzte die Christianisierung ein mit dem Missionsbischof Palladius, der von Papst Cölestin I. nach Irland entsandt worden war, sowie vor allem mit Patrick. Über ihn ist nur wenig bekannt, die

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Irland unter englischer Herrschaft

Unvorhersehbar waren die Folgen, als 1166 Dermot MacMurrough (Diarmaid MacMurchada, † 1171), vertriebene Provinzialkönig von Leinster, den König von England Henry II. um Hilfe bat. Dieser setzte 1171 mit seinem Heer nach Irland über und unterwarf bis 1172 die bedeutendsten Provinzialkönige Munsters und Leinsters sowie die Erzbischöfe und Bischöfe. Seine englischen Vasallen erhielten die eroberten Gebiete als Freilehen. Innerhalb zweier Generationen nach ihrer Ankunft organisierten die Engländer eine zentrale Regierung unter der direkten Kontrolle ihres 

Königs. 1297 wurde in Dublin das

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Die Union mit Großbritannien

Das Beispiel der Französischen Revolution führte in Irland zu einer Verschärfung des politischen Klimas und 1798 zu einer antibritischen Rebellion. Sie wurde zwar rasch niedergeschlagen, doch die protestantische Herrschaft war erschüttert. Auch in Reaktion darauf erlangte der damalige britische Premierminister William Pitt der Jüngere 1800 die Zustimmung des irischen Parlaments zur Gründung eines »Vereinigten Königreichs von Großbritannien und Irland« (in Kraft seit dem 1.1.1801). Das bedeutete Auflösung des irischen und Schaffung eines gemeinsamen britischen Parlaments mit 100 irischen Abgeordneten und 32

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Vom Osteraufstand zur Proklamation der Republik (1916–49)

Der Erste Weltkrieg verhinderte die Implementierung der Home Rule Bill von 1912. Ostern 1916 begannen radikalnationalistische Kräfte in Dublin einen Aufstand, riefen die Republik aus, und einige Führer (insbesondere Robert Casement) suchten die irische Unabhängigkeit mit deutscher Hilfe durchzusetzen.

London griff nach der Niederschlagung des Osteraufstands hart durch; die meisten Anführer des Aufstands wurden hingerichtet. Das forcierte die antibritische Stimmung in Irland. Viele Republikaner stellten sich hinter die Unabhängigkeitsbewegung Sinn Féin. Bei den Allgemeinen Wahlen im Dezember 1918 errang Sinn

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Irland als souveräner Staat im 20. Jahrhundert

Die Innenpolitik des unabhängigen Irlands ist maßgeblich geprägt durch die beiden großen Parteien Fianna Fáil und Fine Gael und ihre politische Rivalität. Beide lösten sich in der Führung der Regierungen ab. Daneben gewann die Labour Party v. a. als politischer Bündnispartner der Fine Gael an Einfluss. Premierminister stellte die Fianna Fáil mit Éamon de Valera (1951–54, 1957–59), Sean Lemass (1959–66), John M. Lynch (1966–73, 1977–79), Charles J. Haughey (1979–81, 1982, 1987–92), Albert Reynolds (1992–94), Patrick B. Ahern (ab 1997–2008), Brian Cowen (2008–11) und die Fine

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Irland im 21. Jahrhundert

In einem Referendum am 7.6.2001 (an dem nur 33,7 % der Wahlberechtigten teilnahmen) lehnten die Iren überraschend mit 54 % den von den EU-Staaten im Dezember 2000 verabschiedeten Vertrag von Nizza ab. In einem neuen Referendum am 19.10.2002 stimmte die irische Bevölkerung dem Vertragswerk jedoch mit 63 % der Stimmen zu und machte damit den Weg für die EU-Erweiterung frei. Nach einem mehrjährigen wirtschaftlichen Aufschwung wurde das von Fianna Fáil und Progressive Democrats gebildete Koalitionskabinett unter Bartholemew P. Ahern bei den Parlamentswahlen am

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Quellenangabe
Brockhaus, Geschichte. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/irland-20/geschichte