Großbritannien und Nordirland, amtlich englisch United Kingdom of Great Britain and

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Landesporträt

Großbritannien und Nordirland ist eine parlamentarische Monarchie in Westeuropa mit der Hauptstadt London. Das Vereinigte Königreich nimmt den größten Teil der Britischen Inseln ein. England ist im Wesentlichen ein Hügelland. Ihm schließen sich im Westen Wales und im Norden Schottland mit höheren Bergen

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Geografie

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Landschaft

Der von Nordsee, Atlantischem Ozean, Irischer See und Ärmelkanal umgebene Inselstaat, der sich zwischen 50° und 61° nördlicher Breite erstreckt, umfasst außer der Insel Großbritannien v. a. die Inseln Wight (im Süden) und Anglesey (in der Irischen

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Klima

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Loch Shiel in Schottland

Der 28 km lange und bis zu 128 m tiefe Loch Shiel ist eingebettet in das schottische Hochland.

Das Klima ist ausgeprägt

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Den größten Anteil an der Bevölkerung haben Engländer, ferner Waliser, Schotten und Iren. Der Anteil der Ausländer liegt mit (2017) 9,23 % deutlich über dem Durchschnittswert der EU (7,55 %). Ein Großteil der Zugewanderten stammt aus den ehemals britischen Kolonien, den EU-Ländern und China. – Im ganzen Königreich wird Englisch gesprochen. Etwa 20 % der Bevölkerung von Wales sprechen Walisisch, dagegen ist das Schottisch-Gälische nur noch wenig in Gebrauch (bei rund 60 000 Einwohnern).

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts nahm das Bevölkerungswachstum zu. Nach Schätzungen stieg

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Religion

Es besteht Religionsfreiheit. Den Status anerkannter, unter der Schirmherrschaft des Staates stehender Kirchen (Established Churches) besitzen die anglikanische Church of England (Kirche von England) in England und die reformierte Church of Scotland (Schottische Kirche) in Schottland, wobei das Staatskirchentum heute weitgehend formalen Charakter hat. In Wales sind Staat und Kirche getrennt. In Nordirland war die anglikanische Church of Ireland bis 1870 Staatskirche; ihre zunächst auch danach weiter bestehende enge Verbindung

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Politik und Recht

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Politik

Großbritannien und Nordirland kennt weder eine kodifizierte Verfassung noch ein Verfassungsrecht mit höherem Rang als gewöhnliches Gesetzesrecht. Die Verfassungsordnung beruht zu einem großen Teil auf ungeschriebenem Recht (Common Law) oder auf einzelnen Gesetzen, u. a. Magna Charta Libertatum (1215), Petition of Right (1628), Habeas Corpus Act (1679), Bill of Rights (1689), Act of Settlement (1701), Treaty of Union (1707), Union with Ireland Act (1800), Reform Acts (1832 und 1867), Parliament Acts (1911 und 1949), Representation of the People Acts (1918–2000), Human

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge ist der Union Jack. – Das Wappen (seit 1837) zeigt im quadrierten Schild in den Feldern 1 und 4 das Wappen Englands (in Rot drei

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Parteien

Aufgrund des uneingeschränkten Mehrheitswahlrechts besteht in Großbritannien und Nordirland de facto ein Zweiparteiensystem. Der von traditionellen politischen Wertvorstellungen bestimmten Conservative and Unionist Party steht die Labour

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Gewerkschaften

Nach den Organisationsgrundsätzen der Gewerkschaften (Trade Unions) herrschen vier Haupttypen vor: Fach-

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Militär

Die Gesamtstärke der Berufsarmee beläuft sich auf 152 000 Soldaten. Im Kriegsfall stehen zusätzlich etwa 81 000 Angehörige der

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Verwaltung

Der Verwaltungsaufbau in Großbritannien und Nordirland ist unterhalb der Ebene der Zentralregierung mehrstufig. Bestimmte Funktionen wurden vom britischen Parlament auf die Regionalparlamente von Schottland, Wales und Nordirland übertragen. In Schottland und Wales wurden diese auf der Grundlage der Volksentscheide von 1997 im Jahre 1999 gewählt; Nordirlands Regionalparlament konstituierte sich Mitte 1998, die Regierungsbildung verzögerte sich jedoch bis Ende 1999. In England besteht kein eigenes Parlament; die dort 1994 durchgeführte

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Recht

Großbritannien und Nordirland bilden kein einheitliches Rechtsgebiet. In England und Wales (ähnlich Nordirland) gilt das gemeine Recht (Common Law), ergänzt durch das Einzelfall-Billigkeitsrecht (Equity). Beide Rechtsbestandteile

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Bildungswesen

Das Bildungswesen ist dezentral und in England, Wales, Nordirland und Schottland unterschiedlich organisiert. Die Schulen haben ein hohes Maß an Autonomie. Hochschul- und Weiterbildungseinrichtungen sind vollständig autonom. Schulpflicht besteht von 5 Jahren (in Nordirland 4 Jahren) bis 16 Jahren. Der Besuch von Vorschuleinrichtungen ist freiwillig und teilweise kostenpflichtig. Neben den staatlichen Schulen gibt es Privatschulen (Träger: überwiegend Stiftungen oder

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Medien

Großbritannien und Nordirland ist das klassische Land der Pressefreiheit und gilt als das »Heimatland« der Zeitungen. – Presse: Der britische Zeitungsmarkt wird schon seit Beginn der Massenpresse durch die Konzentration auf einige wenige Verlagsgruppen bestimmt. Zu den größten Pressekonzernen gehören Trinity Mirror plc., News Corporation Ltd. (R. Murdoch), Daily Mail & General Trust (DMGT), Guardian Media Group und Telegraph Media Group.  – Zu

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Großbritannien und Nordirland liegt mit einem Bruttonationaleinkommen (BNE) je Einwohner von (2017) 40 530 US-$ über dem Durchschnitt der EU-Staaten. Der Verlust seiner weltwirtschaftlich führenden Bedeutung ist vor allem auf die beiden Weltkriege, die Auflösung des Empire (Britisches Reich und Commonwealth) und die Entstehung neuer weltwirtschaftlicher Zentren besonders in Nordamerika und im Pazifikraum zurückzuführen.

Das wirtschaftliche Wachstum, das gemessen am Bruttoinlandsprodukt

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Dienstleistungssektor

Im Zuge des wirtschaftsstrukturellen Wandels der letzten Jahrzehnte ist vor allem der Dienstleistungssektor erheblich gewachsen. Rd. 79 % aller Erwerbstätigen in Großbritannien und Nordirland sind in diesem Sektor tätig, der (2014) 79,6 % des BIP erwirtschaftet. Ein erheblicher Teil des Arbeitsplatzzuwachses

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Bodenschätze

Großbritannien und Nordirland verfügt über große Steinkohlen-, Erdöl- und Erdgasvorkommen. Der Abbau der nicht sehr reichen Kupfer-, Zinn- (in Cornwall) und Eisenerzvorkommen ist inzwischen eingestellt worden. Die Kohlevorräte werden auf 228 Mrd. t geschätzt (einschließlich reicher

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Energiewirtschaft

Die Energiewirtschaft basiert, gemessen an der Stromerzeugung (2013) zu 63,9 % auf Erdöl, Erdgas und Kohle, 7,7 % auf Wind, 2,9 % auf

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Industrie

Die während der industriellen Revolution geschaffenen Grundstrukturen bestimmen auch heute noch das industrieräumliche Bild. Die Industrie ist vor allem in Zentralengland, dem Raum London, der Tyne-Region (Nordostengland), dem schottischen Tiefland, in Südwales und um Belfast konzentriert. Im produzierenden Gewerbe sind 20 % aller Erwerbstätigen tätig, die (2014) 19,8 % des BIP erwirtschaften. Der starke Rückgang der Beschäftigten

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Landwirtschaft

In der Landwirtschaft und Fischerei sind nur noch 1,2 % der Erwerbstätigen beschäftigt; am BIP ist dieser Sektor (einschließlich der Forstwirtschaft) nur noch (2014) mit 0,6 % beteiligt. Die britische Landwirtschaft besitzt aufgrund ihres hohen Leistungsstandes und einer guten technischen Ausstattung eine hohe Produktivität.

In Großbritannien und Nordirland

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Verkehr

Das britische Verkehrssystem ist auf den Straßenverkehr ausgerichtet. In Großbritannien und Nordirland besteht Linksverkehr. 2012 kamen auf 1 000 Einwohner 499 Pkw. Das Straßennetz umfasst rund 419 600 km, davon entfallen rund 3 700 km auf Autobahnen.

Großbritannien und Nordirland besitzt ein relativ dichtes Schienennetz von 16 423 km. Das Eisenbahn-Passagiernetz

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Geschichte

Die Britischen Inseln haben seit der Steinzeit Anteil an der Geschichte Westeuropas. Seit dem 4./3. Jahrhundert v. Chr. zum keltischen Kulturraum gehörend, wurde Britannien in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten größtenteils romanisiert. Nach dem Abzug der Römer setzten sich Angelsachsen fest, die ihre Reiche bis zum 9. Jahrhundert vereinigten. Im 11. Jahrhundert gehörte England zu einem skandinavischen Großreich. Nach der Eroberung durch den Normannenherzog Wilhelm 1066 blieb England mit der Normandie und

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Kultur

Auf den Britischen Inseln gibt es seit der Steinzeit Zeugnisse menschlicher Kultur, darunter eindrucksvolle Hengemonumente wie Stonehenge. Seit der Vor- und Frühgeschichte mit der kulturellen Entwicklung auf dem Kontinent verbunden, standen die Inseln in der Bronze- und Eisenzeit unter dem Einfluss der Kelten (keltische Sprachen), die seit der Römerzeit allerdings aus Britannien zurückgedrängt wurden. Ihre Kultur lebte vor allem in Irland (irische Kunst, irische Literatur) sowie in britischen Randgebieten fort (kymrische Sprache und Literatur, kornische Sprache und

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Literatur

Niedermeier, A., Ridder, W.Das Brexit-Referendum. Hintergründe, Streitthemen, Perspektiven (Wiebaden 2017)
Sturm R.
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Quellenangabe
Brockhaus, Großbritannien und Nordirland. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/grossbritannien-und-nordirland