Südafrika, amtliche Namen: englisch Republic of South Africa [rɪˈ

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Landesporträt

Südafrika ist eine präsidiale Republik im südlichsten Teil Afrikas mit Pretoria (in Setswana: Tshwane) als Hauptstadt. Der klimatisch warmgemäßigte Küstenstaat stößt im Westen an den Atlantik, im Süden und Südosten an den Indischen Ozean. Begrenzt von der großen Randstufe, ist die Landschaft von weiten Hochflächen

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Geografie

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Landschaft

Südafrika grenzt im Norden an Namibia und Botswana, im Nordosten an Simbabwe, Mosambik und Swasiland, im Osten und Süden an den Indischen, im Süden und Westen an den Atlantischen Ozean. Vom Staatsgebiet umgeben ist das Königreich Lesotho.

Die Republik Südafrika umfasst den südlichen Teil des afrikanischen Kontinents, begrenzt im Westen vom Atlantik, im Süden und Südosten vom Indischen Ozean. Die 2 798 km lange, nur durch wenige Buchten gegliederte

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Klima

Die Lage südlich des südlichen Wendekreises, die Höhenlage des Binnenlandes und die angrenzenden Meere bestimmen das Klima, das im größten Teil des Landes warmgemäßigt ist. Der Küstengürtel KwaZulu/Natals

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Vegetation

Dem geringen Niederschlag entsprechend wird der Nordwesten etwa bis zum 25. Längengrad überwiegend von Halbwüsten und Trockensavannen eingenommen (Richtersfeld, Kalahari, Große Karoo). Da diese Trockengebiete bedingt

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Tierwelt

Wie die Flora ist auch die Fauna Südafrikas außerordentlich artenreich. Vor allem in den unterschiedlichen Savannenlandschaften leben viele der zu den Säugetieren gehörenden bekannten Großtiere Afrikas (z. B. Antilopen, Steppenzebras, Giraffen, Afrikanische Elefanten, Nashörner und Flusspferde, aber auch Löwen, Leoparden, Geparden, Hyänen u. a.). Sie werden heute in zahlreichen Nationalparks, z.B. im Krüger-Nationalpark

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Die Bevölkerung Südafrikas bildet eine Mischung von Menschen unterschiedlichster Hautfarbe, Kultur, Religion, Sprache und Tradition. Die Apartheidspolitik teilte die Südafrikaner 1950 per Gesetz nicht nur in Schwarze und Weiße, sondern auch in Coloureds (»Farbige«) und Asiaten ein. Die Zuordnung entschied u. a. über die politischen Rechte, den Wohnort und die Schulbildung der betreffenden Person. Doch was zunächst beschönigend als »Programm der getrennten Entwicklung« umschrieben wurde, entwickelte sich zu einer systematischen Unterdrückung der schwarzen Bevölkerungsmehrheit durch die

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Religion

Die Verfassung (Artikel 15) garantiert die Religionsfreiheit. Alle Religionsgemeinschaften sind rechtlich gleichgestellt. Grundlage der Religionsgesetzgebung ist das Prinzip der Trennung von Staat und Religion. Die Regelung der Beziehungen an den Schnittstellen

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Politik und Recht

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Politik

Nach der am 4. 2. 1997 in Kraft getretenen Verfassung (mehrfach modifiziert) ist Südafrika eine präsidiale Republik im Commonwealth. Die Verfassung verankert wesentliche rechtsstaatliche Prinzipien (Grund- und Menschenrechte, Gewaltenteilung, Mehrparteiensystem). Staatsoberhaupt mit dominierender Stellung, Oberbefehlshaber der Streitkräfte und Regierungschef ist der Präsident, der von

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge wurde am 27. 4. 1994 eingeführt. Sie vereinigt die Farben des African National Congress (ANC) mit jenen der Burenrepublik. Das Tuch wird durch ein an den Längsseiten weiß gesäumtes, hellgrünes Y geteilt. Das verbleibende obere Feld

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Parteien

Das Parteienspektrum ist breit gefächert. Wichtige Parteien: African National Congress (ANC,

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Gewerkschaften

Die wichtigsten Dachverbände sind der dem ANC nahestehende Congress of South

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Militär

Die Gesamtstärke der Berufsarmee beträgt rd. 66 000 Mann. Das Heer (rd.

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Verwaltung

Die Republik Südafrika ist administrativ in neun Provinzen und nachfolgend in

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Recht

Die südafrikanische Zivilgerichtsbarkeit ist grundsätzlich dreistufig aufgebaut. An der Spitze der Gerichtsorganisation steht der Oberste Appellationsgerichtshof (Supreme Court of Appeal) in Bloemfontein. Diesem nachgeordnet ist

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Bildungswesen

Das Bildungswesen gilt als wichtiger Schlüssel zur Überwindung des Erbes der Apartheid. Daher versucht die Politik mit großen Anstrengungen, ein

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Medien

Pressefreiheit ist gewährleistet. Radio und Fernsehen sind die wichtigsten Massenmedien. Der Zeitungsmarkt wird von wenigen Unternehmen dominiert. 

Presse: Tageszeitungen haben im Unterschied zu Wochenblättern

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Südafrika ist das am stärksten industrialisierte Land Afrikas. Schwerpunkte der exportorientierten Wirtschaft sind verarbeitende Industrie und Bergbau. Aufbauend auf zahlreich vorhandenen Bodenschätzen, besonders nach der Entdeckung von Diamanten (ab 1867) und Gold (1887 begann der Abbau von Gold bei Johannesburg am Witwatersrand), vollzog sich schon seit den 1920er-Jahren eine industrielle

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Bodenschätze

Südafrika zählt zu den führenden Bergbauländern der Erde, bei mehreren Bodenschätzen zu den Hauptförderländern. Abgebaut werden vor allem Gold, Platin, Eisenerz, Mangan, Nickel, Kohle und Chrom. Durch zurückgehende

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Energiewirtschaft

Aufgrund umfangreicher Steinkohlenvorräte ist Kohle der wichtigste Energieträger, gefolgt von Erdöl und Kernkraft. Als eines der größten Kohlekraftwerke ist

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Industrie

Im industriellen Sektor (einschließlich Bergbau, Energie- und Bauwirtschaft) erwirtschaften (2014) rd. 32 % aller Erwerbstätigen 29,5 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das verarbeitende Gewerbe ist

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Landwirtschaft

Im Agrarsektor erwirtschaften (2014) rd. 5 % der Erwerbstätigen 2,5 % des BIP. Für den Ackerbau werden 10 % der Landesfläche genutzt, weitere 69 % dienen der Viehzucht als Wiesen und Weiden. Als Folge der bis 1991 gültigen Landbesitzgesetze (der schwarzen Bevölkerung war der Erwerb von Boden außerhalb ihrer

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Tourismus

Südafrika gehört zu den international beliebtesten Reisezielen, daher spielt der Tourismus auch wirtschaftlich eine große Rolle. Die vielfältigen Landschaften,

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Verkehr

Das Verkehrssystem Südafrikas wurde vor allem anlässlich der Fußball-WM 2010 stark ausgebaut und modernisiert. Zwischen allen größeren städtischen Zentren und in die Nachbarländer gibt es gute Straßen- und

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Geschichte

Seit dem 16. Jahrhundert sind Ackerbauern der Nguni- und Sotho-Sprachgruppen im Osten Südafrikas nachweisbar. Im westlichen Kapland lebten Khoikhoin als Rinderzüchter sowie

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Von der Annexion Großbritanniens bis zum Burenkrieg (1806–1902)

1806 annektierte Großbritannien die niederländische Kapkolonie. Spannungen mit den Buren verschärften sich durch die Aufhebung der Sklaverei im britischen Weltreich 1834–38. Auf dem »Großen Treck« verließen ab 1835 etwa 5 000

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Von der Gründung der Südafrikanischen Union bis zu den Apartheidgesetzen 1948

1906 räumte die britische Regierung Transvaal und 1907 dem Oranjefreistaat innere Selbstverwaltung ein; sie kam damit einer Zusage nach, die sie den Burenrepubliken im Frieden von Vereeniging (31. 5. 1902) gemacht hatte. Mit dem Inkrafttreten des South Africa Act, einer gemeinsamen Verfassung für die britische Kapkolonie, Natal, den Oranjefreistaat und Transvaal, entstand am 31. 5. 1910 die »Union of South Africa«. Von der Minderheit der weißen, aus Europa stammenden Siedler getragen, erhielt sie den Status eines sich innerhalb des britischen Empire selbst

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Die Entwicklung bis zum Austritt aus dem Commonwealth (1948–61)

Seit ihrem Wahlsieg 1948 wurde die 1934 erneuerte NP von der Minderheit der weißen Bevölkerung immer wieder als Regierungspartei bestätigt. Die Regierungen unter Malan (1948–54), Johannes Gerhardus Strijdom (* 1893, † 1958; 1954–58) und H. F. Verwoerd (1958–66) schufen das gesetzliche Gerüst der Apartheid. Grundlage war der Population Registration Act (1950), nach dem jeder in der Südafrikanischen Union Lebende einer bestimmten Rasse zugeordnet wurde. Rassen im Sinne dieser

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Von der Gründung der Republik Südafrika bis zur Verfassungsreform (1961–84)

Gemäß der republikanischen Verfassung (in Kraft seit 31.5.1961) stand ein Staatspräsident an der Spitze des Staates; dieses Amt hatte aber bis 1984 nur repräsentative Funktionen. Premierminister war nach der Ermordung Verwoerds (1966) 1966–78 B. J. Vorster, 1978–84 P. W. Botha. Das erste Jahrzehnt der Republik verlief –

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Die Entwicklung bis zum Ende der Apartheid (1984–93)

Um der wachsenden Militanz der Anti-Apartheidbewegung (neben ANC und PAC seit 1983 besonders die United Democratic Front, UDF) und der zunehmenden Kritik am Apartheidsystem z. B. vonseiten der südafrikanischen Wirtschaftsverbände entgegenzuwirken, hob die Regierung Botha einzelne Apartheidbestimmungen auf (z. B. 1985 das Mischehenverbot, 1986 die Zuzugskontrollen für Schwarze). Im Kontrast zum allmählichen Abbau v. a. der »Kleinen Apartheid« standen die repressiven Maßnahmen: Ausrufung des Ausnahmezustands (1986), Versammlungs- und Tätigkeitsverbot

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Staatlicher Neuanfang unter N. Mandela (ab 1993)

Die im Herbst 1993 beendeten Verfassungsgespräche ermöglichten den Weg zu einem demokratischen, nicht rassistischen und vereinten Staat. Am 7.12.1993 nahm ein »Übergangsexekutivrat« die Arbeit auf, der zugleich die für den 1994 geplanten Parlamentswahlen vorbereitete. Radikale weiße

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Korruptionsaffären und Unruhen unter J. Zuma (ab 2008)

Bei den Wahlen 1999, bei denen der ANC die Zweidrittelmehrheit nur um ein Mandat verfehlte, wurde Mbeki (von 1997 bis 2007 ANC-Präsident) zum neuen Staatspräsidenten gewählt, da Mandela nicht mehr kandidierte. Bei den Wahlen 2004 konnte der ANC mit knapp 70 % der Stimmen eine klare Zweidrittelmehrheit erzielen; Präsident Mbeki wurde für eine weitere Amtszeit bestätigt. Da die NNP, die über Jahrzehnte die Politik des Landes mitbestimmte, nur 1,65 % der Stimmen erhielt, löste sie sich im April 2005 auf.

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Gatsha Mongosuthu

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Wirtschaftlicher und politischer Wiederaufbau (ab 2018)

Am 18.12.2017 wurde Vizepräsident C. Ramaphosa in der Nachfolge Zumas zum ANC-Vorsitzenden gewählt. Unter massivem Druck der ANC-Führung erklärte Zuma

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Außenpolitik

In ihrer Außenpolitik suchte sich die Republik Südafrika seit Mitte der 1980er-Jahre durch Verträge v. a. vom Druck der Frontstaaten zu befreien. 1984 wurde ein Nichtangriffsvertrag mit Mosambik

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Kultur

Mit seiner Mischung an Ethnien ist das heutige Südafrika von einer Vielzahl an Kulturen geprägt. Die einzelnen Bevölkerungsgruppen und Regionen pflegen ihre eigenen Sprachen und Religionen sowie ihr eigenes kulturelles Erbe.

Die Spuren menschlicher Besiedlung reichen bis in die Steinzeit zurück. Viele alte Kulturlandschaften hat die UNESCO als Weltkulturerbestätten unter besonderen Schutz gestellt. Im Tal von Sterkfontein liegen die weltweit reichsten Fundstätten von Vor- und

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Literatur

Kaußen, S., Nürnberger, C., Nelson Mandela (Stuttgart 2018)
Dieterich, J., Südafrika. Ein Länderporträt (Berlin 2017)
De la Fontaine, D.,
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Quellenangabe
Brockhaus, Südafrika. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/sudafrika