Südafrika, amtliche Namen: englisch Republic of South Africa [rɪˈ

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Landesporträt

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Die Flagge von Südafrika. Die Flagge, 1994 eingeführt, vereinigt die Farben des

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Geografie

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Landschaft

Südafrika grenzt im Norden an Namibia und Botswana, im Nordosten an SimbabweMosambik und Swasiland, im Osten und Süden an den Indischen, im Süden und Westen an den Atlantischen Ozean. Vom Staatsgebiet umgeben ist das Königreich Lesotho

Die Republik Südafrika umfasst den südlichen Teil des afrikanischen Kontinents, begrenzt im Westen vom Atlantik, im Süden und Südosten vom Indischen Ozean. Die 2 798 km lange, nur durch

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Klima

Die Lage südlich des südlichen Wendekreises, die Höhenlage des Binnenlandes und die angrenzenden Meere bestimmen das Klima, das im größten Teil des Landes

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Vegetation

Dem geringen Niederschlag entsprechend wird der Nordwesten etwa bis zum 25. Längengrad überwiegend von Halbwüsten und Trockensavannen eingenommen (Richtersfeld, Kalahari, Große Karoo). Da diese Trockengebiete bedingt

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Tierwelt

Wie die Flora ist auch die Fauna Südafrikas außerordentlich artenreich. Vor allem in den unterschiedlichen Savannenlandschaften leben viele der zu den Säugetieren gehörenden bekannten Großtiere Afrikas (z. B. Antilopen, Steppenzebras, Giraffen, Afrikanische Elefanten, Nashörner und Flusspferde, aber auch Löwen, Leoparden, Geparden, Hyänen u. a.), die heute in zahlreichen Nationalparks (deren größter der Krüger-Nationalpark im Osten

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Die Bevölkerung Südafrikas bildet eine Mischung von Menschen unterschiedlichster Hautfarbe, Kultur, Religion, Sprache und Tradition. Die Apartheidspolitik teilte die Südafrikaner 1950 per Gesetz nicht nur in Schwarze und Weiße, sondern auch in Coloureds (Mischlinge) und Asiaten ein. Die Zuordnung entschied u. a. über die politischen Rechte, den Wohnort und die Schulbildung der betreffenden Person. Doch was zunächst beschönigend als »Programm der getrennten Entwicklung« umschrieben wurde, entwickelte sich zu einer

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Religion

Die Verfassung (Artikel 15) garantiert die Religionsfreiheit. Alle Religionsgemeinschaften sind rechtlich gleichgestellt. Grundlage der Religionsgesetzgebung ist das Prinzip der Trennung von Staat und Religion. Die Regelung der Beziehungen an den Schnittstellen zwischen Staat

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Politik und Recht

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Politik

Nach der am 4. 2. 1997 in Kraft getretenen Verfassung (mehrfach modifiziert) ist Südafrika eine präsidiale Republik im Commonwealth. Die Verfassung verankert wesentliche rechtsstaatliche Prinzipien (Grund- und Menschenrechte, Gewaltenteilung, Mehrparteiensystem).

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge wurde am 27. 4. 1994 eingeführt. Sie vereinigt die Farben des African National Congress (ANC) mit jenen der Burenrepublik. Das Tuch wird durch ein an den Längsseiten weiß gesäumtes, hellgrünes Y geteilt. Das verbleibende obere Feld ist

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Parteien

Das Parteienspektrum ist breit gefächert. Wichtige Parteien: African National Congress (ANC,

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Gewerkschaften

Die wichtigsten Dachverbände sind der dem ANC nahestehende Congress of South

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Militär

Die Gesamtstärke der Berufsarmee beträgt rd. 58 900 Mann. Das Heer (rd.

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Verwaltung

Die Republik Südafrika ist administrativ in neun Provinzen und nachfolgend in

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Recht

Die südafrikanische Zivilgerichtsbarkeit ist grundsätzlich dreistufig aufgebaut. An der Spitze der Gerichtsorganisation steht der Oberste Appellationsgerichtshof (Supreme Court of Appeal) in Bloemfontein. Diesem nachgeordnet ist

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Bildungswesen

Das Bildungswesen gilt als wichtiger Schlüssel zur Überwindung des Erbes der Apartheid. Daher versucht die Politik mit großen Anstrengungen, ein einheitliches

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Medien

Pressefreiheit ist gewährleistet. Radio und Fernsehen sind die wichtigsten Massenmedien. Der Zeitungsmarkt wird von vier Unternehmen dominiert. – Presse: Tageszeitungen haben im

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Südafrika ist das am stärksten industrialisierte Land Afrikas. Schwerpunkte der exportorientierten Wirtschaft sind verarbeitende Industrie und Bergbau. Aufbauend auf zahlreich vorhandenen Bodenschätzen, besonders nach der Entdeckung von Diamanten (ab 1867) und Gold (1887 begann der Abbau von Gold bei Johannesburg am Witwatersrand), vollzog sich schon seit den 1920er-Jahren eine industrielle

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Bodenschätze

Südafrika zählt zu den führenden Bergbauländern der Erde, bei mehreren Bodenschätzen zu den Hauptförderländern. Abgebaut werden vor allem Gold, Platin, Eisenerz, Mangan, Nickel, Kohle und Chrom. Durch zurückgehende

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Energiewirtschaft

Aufgrund umfangreicher Steinkohlenvorräte ist Kohle der wichtigste Energieträger, gefolgt von Erdöl und Kernkraft. Als eines der größten Kohlekraftwerke ist

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Industrie

Im industriellen Sektor (einschließlich Bergbau, Energie- und Bauwirtschaft) erwirtschaften (2014) rd. 32 % aller Erwerbstätigen 29,5 % des Bruttoinlandsprodukts (BIP). Das verarbeitende Gewerbe ist

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Landwirtschaft

Im Agrarsektor erwirtschaften (2014) rd. 5 % der Erwerbstätigen 2,5 % des BIP. Für den Ackerbau werden 10 % der Landesfläche genutzt, weitere 69 % dienen der Viehzucht als Wiesen und Weiden. Als Folge der bis 1991 gültigen Landbesitzgesetze (der schwarzen Bevölkerung war der Erwerb von Boden außerhalb ihrer

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Tourismus

Südafrika gehört zu den international beliebtesten Reisezielen, daher gewinnt der Tourismus zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung. Die vielfältigen Landschaften,

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Verkehr

Das Verkehrssystem Südafrikas wurde vor allem anlässlich der Fußball-WM 2010 stark ausgebaut und modernisiert. Zwischen allen größeren städtischen Zentren und in die Nachbarländer gibt es gute Straßen- und Schienenverbindungen. Die wichtigsten Transporteinrichtungen werden

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Geschichte

Seit dem 16. Jahrhundert sind Ackerbauern der Nguni- und Sotho-Sprachgruppen im Osten Südafrikas nachweisbar. Im westlichen Kapland lebten Khoikhoin als Rinderzüchter sowie

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Von der Annexion Großbritanniens bis zum Burenkrieg (1806–1902)

1806 annektierte Großbritannien die niederländische Kapkolonie. Spannungen mit den Buren verschärften sich durch die Aufhebung der Sklaverei im britischen Weltreich 1834–38. Auf dem »Großen Treck« verließen ab 1835 etwa 5 000

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Von der Gründung der Südafrikanischen Union bis zu den Apartheidgesetzen 1948

1906 räumte die britische Regierung Transvaal und 1907 dem Oranjefreistaat innere Selbstverwaltung ein; sie kam damit einer Zusage nach, die sie den Burenrepubliken im Frieden von Vereeniging (31. 5. 1902) gemacht hatte. Mit dem Inkrafttreten des South Africa Act, einer gemeinsamen Verfassung für die britische Kapkolonie, Natal, den Oranjefreistaat und Transvaal, entstand am 31. 5. 1910 die »Union of South Africa«. Von der Minderheit der weißen, aus Europa stammenden Siedler getragen, erhielt sie den Status eines sich innerhalb des britischen Empire selbst

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Die Entwicklung bis zum Austritt aus dem Commonwealth (1948–61)

Seit ihrem Wahlsieg 1948 wurde die 1934 erneuerte NP von der Minderheit der weißen Bevölkerung immer wieder als Regierungspartei bestätigt. Die Regierungen unter Malan (1948–54), Johannes Gerhardus Strijdom (* 1893, † 1958; 1954–58) und H. F. Verwoerd (1958–66) schufen das gesetzliche Gerüst der Apartheid. Grundlage war der Population Registration Act (1950), nach dem jeder in der Südafrikanischen Union Lebende einer bestimmten Rasse zugeordnet wurde. Rassen im Sinne

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Von der Gründung der Republik Südafrika bis zur Verfassungsreform (1961–84)

Gemäß der republikanischen Verfassung (in Kraft seit 31. 5. 1961) stand ein Staatspräsident an der Spitze des Staates; dieses Amt hatte aber bis 1984 nur repräsentative Funktionen. Premierminister war nach der Ermordung Verwoerds (1966) 1966–78 B. J. Vorster, 1978–84 

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Die Entwicklung bis zum Ende der Apartheid (1984–93)

Am 4. 9. 1984 trat eine (im November 1983 von der Mehrheit der weißen Bevölkerung gebilligte) neue Verfassung in Kraft, die das Präsidialsystem einführte und den Coloureds und Asiaten begrenzte Mitspracherechte (eigene Parlamentskammern) einräumte. Staatspräsident wurde P. W. Botha. Um der wachsenden Militanz der Antiapartheidbewegung (neben ANC und PAC seit 1983 besonders die United Democratic Front, UDF) und der zunehmenden Kritik am Apartheidsystem z. B. vonseiten der südafrikanischen Wirtschaftsverbände entgegenzuwirken, hob die Regierung Botha einzelne Apartheidbestimmungen auf (z. B. 1985 das

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Die Entwicklung nach den Verfassungsgesprächen (ab 1993)

Die im Herbst 1993 beendeten Verfassungsgespräche ermöglichten den Weg zu einem demokratischen, nicht rassistischen und vereinten Staat. Am 7. 12. 1993 nahm ein (zur Kontrolle der Regierung de Klerk beauftragter) »Übergangsexekutivrat« die Arbeit auf, der zugleich die für den 27. 4. 1994 geplanten Parlamentswahlen vorbereitete. Radikale weiße Kräfte sowie konservativ-regionalistische schwarzafrikanische Gruppierungen (besonders die Inkatha-Bewegung), in der »Freiheitsallianz« zusammengeschlossen, lehnten die Übergangsverfassung ab und erklärten sich nur unter grundsätzlichen Vorbehalten bereit, an diesen Wahlen teilzunehmen. Stärkste politische Kraft wurde bei den Parlamentswahlen,

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Kultur

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Afrikanische Kunst, Wandgemälde.

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Quellenangabe
Brockhaus, Südafrika. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/sudafrika