Seit dem 16. Jahrhundert sind Ackerbauern der Nguni- und Sotho-Sprachgruppen im Osten Südafrikas nachweisbar. Im westlichen Kapland lebten Khoikhoin als Rinderzüchter sowie

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Von der Annexion Großbritanniens bis zum Burenkrieg (1806–1902)

1806 annektierte Großbritannien die niederländische Kapkolonie. Spannungen mit den Buren verschärften sich durch die Aufhebung der Sklaverei im britischen Weltreich 1834–38. Auf dem »Großen Treck« verließen ab 1835 etwa 5 000

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Von der Gründung der Südafrikanischen Union bis zu den Apartheidgesetzen 1948

1906 räumte die britische Regierung Transvaal und 1907 dem Oranjefreistaat innere Selbstverwaltung ein; sie kam damit einer Zusage nach, die sie den Burenrepubliken im Frieden von Vereeniging (31. 5. 1902) gemacht hatte. Mit dem Inkrafttreten des South Africa Act, einer gemeinsamen Verfassung für die britische Kapkolonie, Natal, den Oranjefreistaat und Transvaal, entstand am 31. 5. 1910 die »Union of South Africa«. Von der Minderheit der weißen, aus Europa stammenden Siedler getragen, erhielt sie den Status eines sich innerhalb des britischen Empire selbst

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Die Entwicklung bis zum Austritt aus dem Commonwealth (1948–61)

Seit ihrem Wahlsieg 1948 wurde die 1934 erneuerte NP von der Minderheit der weißen Bevölkerung immer wieder als Regierungspartei bestätigt. Die Regierungen unter Malan (1948–54), Johannes Gerhardus Strijdom (* 1893, † 1958; 1954–58) und H. F. Verwoerd (1958–66) schufen das gesetzliche Gerüst der Apartheid. Grundlage war der Population Registration Act (1950), nach dem jeder in der Südafrikanischen Union Lebende einer bestimmten Rasse zugeordnet wurde. Rassen im Sinne

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Von der Gründung der Republik Südafrika bis zur Verfassungsreform (1961–84)

Gemäß der republikanischen Verfassung (in Kraft seit 31. 5. 1961) stand ein Staatspräsident an der Spitze des Staates; dieses Amt hatte aber bis 1984 nur repräsentative Funktionen. Premierminister war nach der Ermordung Verwoerds (1966) 1966–78 B. J. Vorster, 1978–84 

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Die Entwicklung bis zum Ende der Apartheid (1984–93)

Am 4. 9. 1984 trat eine (im November 1983 von der Mehrheit der weißen Bevölkerung gebilligte) neue Verfassung in Kraft, die das Präsidialsystem einführte und den Coloureds und Asiaten begrenzte Mitspracherechte (eigene Parlamentskammern) einräumte. Staatspräsident wurde P. W. Botha. Um der wachsenden Militanz der Antiapartheidbewegung (neben ANC und PAC seit 1983 besonders die United Democratic Front, UDF) und der zunehmenden Kritik am Apartheidsystem z. B. vonseiten der südafrikanischen Wirtschaftsverbände entgegenzuwirken, hob die Regierung Botha einzelne Apartheidbestimmungen auf (z. B. 1985 das

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Die Entwicklung nach den Verfassungsgesprächen (ab 1993)

Die im Herbst 1993 beendeten Verfassungsgespräche ermöglichten den Weg zu einem demokratischen, nicht rassistischen und vereinten Staat. Am 7. 12. 1993 nahm ein (zur Kontrolle der Regierung de Klerk beauftragter) »Übergangsexekutivrat« die Arbeit auf, der zugleich die für den 27. 4. 1994 geplanten Parlamentswahlen vorbereitete. Radikale weiße Kräfte sowie konservativ-regionalistische schwarzafrikanische Gruppierungen (besonders die Inkatha-Bewegung), in der »Freiheitsallianz« zusammengeschlossen, lehnten die Übergangsverfassung ab und erklärten sich nur unter grundsätzlichen Vorbehalten bereit, an diesen Wahlen teilzunehmen. Stärkste politische Kraft wurde bei den Parlamentswahlen,

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Quellenangabe
Brockhaus, Geschichte. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/sudafrika/geschichte