Kroatien, amtlich kroatisch Republika Hrvatska [ˈhrvaːtskaː], deutsch

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Landesporträt

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Kroatien: Flagge

Die Flagge von Kroatien weist auf rot,

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Geografie

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Landschaft

Kroatien grenzt im Nordwesten an Slowenien, im Norden an Ungarn, im Osten und Südosten an Bosnien und Herzegowina, im äußersten Osten an Serbien, im äußersten Südosten an Montenegro, im Westen und Süden an das Adriatische Meer.

Kroatien gliedert sich in drei geografische Teilräume: in den kroatischen Anteil am Pannonischen Becken, in den Hochkarst mit der

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Klima

Im dalmatinischen Küstenbereich herrscht teilweise submediterranes, teilweise mediterranes Klima mit warmen, sonnigen und trockenen Sommern und

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Vegetation

Die ursprüngliche Vegetation bestand im Küstenbereich bis 200 m über dem Meeresspiegel

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Rund 90,4 % der Bevölkerung sind Kroaten, 4,4 % Serben, 0,7 % Bosniaken, je 0,4 % Italiener, Albaner und Roma, 0,3 % Ungarn, je 0,2 % Tschechen und Slowenen, je 0,1 % Mazedonier, Montenegriner und Slowaken. 2,3 % setzen sich aus verschiedenen anderen ethnischen Gruppen zusammen. Von

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Religion

Die Verfassung (Artikel 40) garantiert die Religionsfreiheit und verpflichtet den Staat auf der Grundlage des Prinzips der Trennung von Staat und Religion zu religiöser Neutralität und Parität (Artikel 41). Grundlage der Beziehungen zwischen dem Staat und der katholischen Kirche, die als größte Glaubensgemeinschaft traditionell

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Politik und Recht

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Politik

Die am 22. 12. 1990 in Kraft getretene Verfassung (mehrfach revidiert) definiert Kroatien als »einheitlichen, unteilbaren, demokratischen und sozialen Staat« sowie als »Nationalstaat des kroatischen Volkes und Staat der autochthonen

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge wurde am 22. 12. 1990 offiziell eingeführt. Sie ist rot über weiß über blau gestreift und trägt in der

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Parteien

Wichtige Parteien sind die konservative Kroatisch-Demokratische Gemeinschaft (HDZ, gegründet 1989), die Sozialdemokratische Partei Kroatiens (SDP, 1993 hervorgegangen aus dem

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Gewerkschaften

Größte Gewerkschaftsverbände sind u. a. der Bund selbstständiger Gewerkschaften Kroatiens (SSSH) mit

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Militär

Seit 1991 zielstrebig aufgebaut, umfasst die Gesamtstärke der Armee 18 600 Mann;

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Verwaltung

Administrativ gliedert sich Kroatien auf der regionalen Ebene in 20 Bezirke (in

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Recht

Die Gerichtsbarkeit in Kroatien wird ausgeübt von den Amtsgerichten, Gespanschaftsgerichten (in Strafsachen Gerichte erster Instanz), dem Verwaltungsgericht und dem Obersten Gericht

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Bildungswesen

Die Zuständigkeit für die staatliche Bildungspolitik liegt beim Ministerium für Bildung und Sport. Die nationalen Minderheiten haben das Recht auf Erteilung

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Medien

Die Pressefreiheit ist durch staatliche Kontrolle und starke wirtschaftliche Interessen gefährdet. Auf dem Medienmarkt stark engagiert sind ausländische Medienunternehmen. 

Presse: Die Europapress Holding (EPH, Zagreb), an

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Kroatien war nach Slowenien die wirtschaftlich am weitesten entwickelte Republik im ehemaligen Jugoslawien. Insbesondere durch die Deviseneinnahmen im Tourismus trug sie wesentlich zur Verbesserung der Zahlungsbilanz bei. Nach dem Zerfall Jugoslawiens wurde die Entwicklung einer überwiegend privatwirtschaftlich strukturierten Marktwirtschaft zunächst durch den

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Landwirtschaft

Die landwirtschaftliche Nutzfläche erstreckt sich auf 27 % des Territoriums, davon sind über ein Drittel Wiesen und Weiden. Der Ackerbau konzentriert sich auf die fruchtbaren Ebenen und Hügelländer des Pannonischen Beckens

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Bodenschätze

Kroatien verfügt nur über wenige Bodenschätze. Ökonomisch bedeutend sind die Erdöl-

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Energiewirtschaft

Die Stromerzeugung erfolgt zu 67,6 % aus Wasserkraft und zu 26,5 % aus

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Industrie

In Industrie, Bauwirtschaft und Bergbau sind 24 % der Erwerbstätigen beschäftigt. Die

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Tourismus

Mit einer Küstenlänge von rd. 1 700 km und mehr als 200 touristisch erschlossenen Inseln, der Kaskade der Plitvicer Seen und zahlreichen kulturhistorisch interessanten Städten verfügt Kroatien über ein großes touristisches Potenzial.

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Wasserfälle im Nationalpark Plitvicer Seen

Die Plitvicer Seen sind

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Verkehr

Relief und Form des Landes erschweren die Verkehrserschließung und die Anbindung der peripheren Regionen an Zagreb als Wirtschaftszentrum und zentralen

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Geschichte

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Antike bis Hochmittelalter

Das von Illyrern und keltischen Skordiskern bewohnte Gebiet von Kroatien wurde 35 v. Chr. römisch und gehörte zu den Provinzen Pannonien beziehungsweise Illyrien. Nach ostgotischer, langobardischer, byzantinischer und awarischer Herrschaft wanderten im 7. Jahrhundert südslawische Stämme (Kroaten)

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Kroatien unter osmanischer und habsburgischer Herrschaft

Ab 1202 gingen weite Teile, 1409/20 ganz Dalmatien an die Republik Venedig verloren (bis Ende des 18. Jahrhunderts; außer Ragusa/Dubrovnik). Seit der Schlacht auf dem Amselfeld (1389), v. a. seit Ende des 15. Jahrhunderts, mehrten sich die Türkeneinfälle (1493 vernichtende Niederlage des kroatischen Adels auf dem Krbavsko polje [heute Udbina]); nach der

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Kroatien als Teil Jugoslawiens

Gegen die Magyarisierungspolitik, v. a. seit den 1880er-Jahren, wandten sich großkroatische und föderalistische Programme; die entstehenden kroatischen Parteien (u. a. Kroatische Volks- und Bauernpartei unter S. Radić, Ende 1904) strebten seit 1907 in ihrer Mehrheit die Loslösung von Österreich-Ungarn an. 1915/17 beteiligten sich kroatische Kräfte (A. Trumbić) an den Bestrebungen zur Bildung eines südslawischen Staates. Am 5./6. 10. 1918 konstituierte sich der Agramer (Zagreber) »Nationalrat der Slowenen, Kroaten und Serben«, dem der kroatische Landtag

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Das unabhängige Kroatien

Ab Ende der 1980er-Jahre öffnete sich Kroatien dem politischen Pluralismus und führte marktwirtschaftliche Elemente ein. Seit Frühjahr 1989 ging die kroatische Führung zunehmend auf Distanz zur »jugoserbischen« Majorisierungspolitik des serbischen KP-Chefs S. Milošević. Auf der Basis eines neuen Wahlgesetzes (Dezember 1989; geändert 1992 und 1995) kam es am 23. 4. und 6. 5. 1990 zu den ersten freien Wahlen in Kroatien nach 1945; dabei errang die Kroatisch-Demokratische Gemeinschaft (HDZ) die absolute Mehrheit der Sitze; Staatspräsident wurde der Vorsitzende der HDZ, F. Tudjman. Im Zuge

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Kultur

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Bildergalerie

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Kroatien: Vrsar

Vrsar an der istrischen Küste in Kroatien präsentiert sich als typisch mediterranes Fischerstädtchen.

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Altstadt von Trogir mit Domplatz

Die auf eine im 3. Jahrhundert v. Chr. gegründete griechische

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Quellenangabe
Brockhaus, Kroatien. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/kroatien