Kasachstan, Kasachien, kasachisch Kazakstan, amtlich Kazakstan Respublikasy, deutsch Republik Kasachstan, Staat

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Landesporträt

Kasachstan ist eine präsidiale Republik in Zentralasien. Das Gebiet westlich des Flusses Ural gehört zu Osteuropa. Die Hauptstadt heißt Nursultan. Weite Teile werden von Tiefländern und Ebenen eingenommen. Im zentralen Teil erhebt sich das Hügelland der Kasachischen Schwelle und

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Geografie

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Landschaft

Kasachstan grenzt im Nordwesten, Norden und Nordosten an Russland, im Südosten an China, im Süden an KirgisistanUsbekistan und Turkmenistan und im Westen an das Kaspische Meer. Kasachstan liegt in Zentralasien, nur das Gebiet Westkasachstan zählt westlich des Flusses Ural zu Osteuropa.

Kasachstan bildet sowohl einen »Brückenraum« zwischen Europa und Asien, als auch zwischen Russland und den übrigen mittelasiatischen Republiken.

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Klima

Das Klima ist kontinental und trocken. Auf kalte, schneearme Winter folgen nach kurzem Frühjahr lange, heiße und trockene

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Vegetation

Nordkasachstan ist eine durch das südliche Sibirien geprägte Region und liegt noch im feuchteren Waldsteppengürtel, der südwärts in eine Steppenlandschaft mit dürreresistenten Gräsern, Geophyten, Kräutern, Stauden und Sträuchern übergeht. Etwa entlang des 50. Breitengrades ändert sich die

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Die Bevölkerung setzt sich aus über 100 Ethnien zusammen, wobei die Titularnation der Kasachen mit geschätzt rund 68 % die Mehrheit bildet. Der Anteil der Russen sank durch Auswanderung auf 19 %. Rund 1 % der Bevölkerung sind Deutsche (2016: 181 800); etwa 700 000 sind in den letzten Jahrzehnten als Spätaussiedler nach Deutschland ausgewandert.

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Religion

Die Verfassung garantiert die Religionsfreiheit und schreibt die Trennung von Staat und Religion als Verfassungsgrundsatz fest. Die Religionsgemeinschaften unterliegen der Pflicht der staatlichen Registrierung. Der sunnitische Islam der hanefitischen Rechtschule ist die größte Religionsgemeinschaft, der nominell knapp 70 %

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Politik und Recht

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Politik

Nach der am 5. 9. 1995 in Kraft getretenen Verfassung (mehrfach revidiert) ist Kasachstan eine präsidiale Republik. Staatsoberhaupt und Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist der mit weitgehenden Vollmachten ausgestattete Präsident (auf 5 Jahre direkt gewählt, einmalige Wiederwahl in direkter Folge möglich; für

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Nationalsymbole

Die 1992 eingeführte Nationalflagge ist hellblau. Am Liek zeigt sie in Gold ein traditionelles Nationalornament. In der Flaggenmitte steht die 32-strahlige Sonnenscheibe,

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Parteien

Zu den derzeit einflussreichsten Parteien zählen Nur Otan (deutsch Licht des

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Gewerkschaften

Wichtigste Dachverbände sind die Konföderation Unabhängiger Gewerkschaften (KNPKR), der Gewerkschaftsbund der

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Militär

Die Gesamtstärke der Wehrpflichtarmee (Dienstzeit 12 Monate) beträgt etwa 39 000 Mann;

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Verwaltung

Kasachstan gliedert sich administrativ in 14 Gebiete (Oblystar, Plural Oblys) und

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Recht

Die für Zivil- und Strafsachen zuständige ordentliche Gerichtsbarkeit ist dreistufig aufgebaut: Kreisgerichte, Gebietsgerichte, Oberstes Gericht. Die bis vor einigen Jahren – wie in

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Bildungswesen

Es besteht allgemeine Schulpflicht im Alter von 6 bis 17 Jahren. Das Schulsystem

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Medien

Der Staat verhindert eine unabhängige Berichterstattung und zensiert das Internet. Oppositionelle Medien werden drangsaliert. Presse:

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Die Wirtschaft Kasachstans wird durch Bergbau und Industrie geprägt. Wichtigste Grundlagen der industriellen Entwicklung sind vor allem die reichen Erdöl- und Erdgasvorkommen am und im Kaspischen Meer. Mit Beginn der Transformation in Richtung einer marktwirtschaftlichen Ökonomie (1992) verschlechterte sich die wirtschaftliche Situation in

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Landwirtschaft

Die Landwirtschaft ist mit 4,4 % (2017) am BIP beteiligt; in ihr arbeiten rund 18 % aller Beschäftigten. Etwa 11 % der Landesfläche werden als Ackerland genutzt, rd.

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Dienstleistung

Der Dienstleistungssektor erwirtschaftet (2017) 57,4 % des BIP und beschäftigt 61,2 % der Erwerbstätigen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Handel und dem Transportwesen. Kasachstan

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Bodenschätze

Kasachstan verfügt über umfangreiche Bodenschätze einschließlich riesiger Vorkommen fossiler Energieträger, vor allem Erdöl und Erdgas. Gegenwärtig werden etwa 60 verschiedene Rohstoffe abgebaut, bei einigen nimmt Kasachstan eine führende

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Energiewirtschaft

Die Stromerzeugung erfolgt zu 90 % in Wärmekraftwerken (überwiegend Kohle sowie Erdgas)

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Industrie

Die Industrie ist auf Gewinnung und Verarbeitung der Bergbauprodukte und mineralischen

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Verkehr

Das Verkehrssystem ist in vielen Regionen Kasachstans nur gering entwickelt, vor allem aufgrund der weiten Entfernungen und geringen Besiedlung. Das Land

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Geschichte

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Vor- und Frühgeschichte

Funde aus der Altsteinzeit (v. a. aus dem Mittelpaläolithikum) künden von der frühen Besiedlung des heutigen kasachischen Territoriums. Im 2. Jahrtausend v. Chr.

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Herrschaftsgebiet verschiedener Völker

Von den Hunnen unterworfen, war das Gebiet Bestandteil nachfolgender Reiche. Im 5. Jahrhundert n. Chr. befanden sich

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Vom ersten Khanat bis zur Integration Kasachstans ins Russische Reich

Im 15. Jahrhundert entstand erstmals ein »kasachisches« Khanat, das seinen Einfluss vom südlichen Ural und dem Kaspischen Meer bis an den Altai und Tian Shan ausdehnte und unter Kasim Khan (1511–18) den Höhepunkt seiner Macht erreichte. Bald darauf zerfiel es jedoch; auf dem Gebiet Kasachstans bildeten sich drei

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Kasachstan im Rahmen der Sowjetunion

Am 26. 8. 1920 wurde das Territorium Kasachstans zur Kirgisischen ASSR innerhalb der RSFSR proklamiert. Durch die 1924/25 in Zentralasien vorgenommenen Grenzfestlegungen kamen die Gebiete Syrdarja und Siebenstromland, die v. a. von Kasachen bewohnt waren und bis dahin zur Turkestanischen ASSR gehörten, zur Kirgisischen ASSR, die 1925 in

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Kasachstan als unabhängiger Staat

Am 25. 10.1990 erklärte der Oberste Sowjet die Kasachische SSR unter ihrem Präsidenten N. Nasarbajew für souverän.

Innenpolitische Entwicklung: Nach dem gescheiterten Putsch orthodox-kommunistischer Kräfte (19.–21. 8.1991) löste Nasarbajew die KP auf, ein Teil ihrer Mitglieder organisierte sich neu und behielt eine dominierende Rolle in den administrativen Strukturen. Am 1. 12.1991 wählte die Bevölkerung ohne Gegenkandidaten Nasarbajew zum Staatspräsidenten. Mit dem Gesetz vom 16. 12.1991 rief der Oberste Sowjet Kasachstans die Unabhängigkeit der Republik Kasachstan aus, die sich am 21. 12.1991 der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten

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Kultur

Traditionell gehört das Volk der Kasachen zu den Nomadenvölkern. Reiterspiele und die Jagd mit abgerichteten Adlern sind Zeugnisse dieser Lebensweise und bilden den Mittelpunkt der Volksfeste. Schamanistische Vorstellungen und die Verehrung von Ahnengeistern haben sich abseits der Städte erhalten

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Reiterspiel. Ein traditionelles Spiel in der kasachischen Steppe

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Literatur

Kunze, T., Zentralasien. Porträt einer Region (Berlin 2018)
Schreiber, D., Kasachstan
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Quellenangabe
Brockhaus, Kasachstan. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/kasachstan