Hessen, Land in der Mitte von Deutschland, 21 116 km2, (2019) 6,3 Mio.

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Politik und Recht

Es gilt die Verfassung vom 1.12.1946 (mit späteren Änderungen). Der Landtag wählt den Ministerpräsidenten, der zusammen mit den von ihm ernannten Ministern die Landesregierung bildet und über Richtlinienkompetenz verfügt. Die Regierungsgeschäfte können nur aufgenommen werden, nachdem der Landtag der Regierung das Vertrauen ausgesprochen hat. Der Ministerpräsident kann durch einfaches Misstrauensvotum

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Geografie

Die Landesnatur wird durch den Gegensatz von Mittelgebirgen und eingelagerten Becken und Senken sowie die hierdurch bedingte Kammerung charakterisiert. Beherrschend treten zwei Nord–Süd verlaufende verkehrsleitende Senkenzonen hervor (Hessische Senken). Die Westhessische Senke geht im Süden ins Oberrheinische Tiefland über, das zum Teil zu Hessen gehört. Der tiefste Punkt Hessens (72 m über dem Meeresspiegel) liegt bei Lorchhausen. Der Westen Hessens

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Gesellschaft

Eine starke Binnenwanderung hat zu einem Bevölkerungsrückgang im weitgehend agrarisch geprägten Nord- und Mittelhessen zugunsten einer erheblichen Konzentration im Rhein-Main-Gebiet geführt, in dem rd. 36 % der Bevölkerung Hessens leben. Einziger Ballungsraum Nordhessens ist Kassel. Eine negative oder stagnierende Bevölkerungsentwicklung zeigen vor allem Dörfer in Berglandschaften. Nach 1945 nahm Hessen eine große Zahl von Flüchtlingen auf (1960: 18,7 % der Einwohner); 2015 betrug der Ausländeranteil 15,3 % (darunter Türken 17,0 %, Polen 8,4 % und Italiener 7,6 %). Ende 2015 gab es 27 200 Asylsuchende. Die Bevölkerungsdichte

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Wirtschaft

Das hessische Wirtschaftsgebiet ist gekennzeichnet durch seine günstige geografische Lage und seine gute verkehrsmäßige Erschließung. Ein Teil der Zentralitätsvorteile ging durch die Grenzziehung nach dem Zweiten Weltkrieg verloren, was sich besonders in einigen nordhessischen Gebieten nachteilig auswirkte. Der wirtschaftliche und bevölkerungsmäßige Mittelpunkt ist das Rhein-Main-Gebiet mit den Städten Darmstadt, Frankfurt am Main, Offenbach am Main, Hanau und Wiesbaden. Nach dem Ruhrgebiet weist das Rhein-Main-Gebiet die größte Industriekonzentration in Deutschland auf. Zu bedeutenden Industrieräumen haben sich auch der Raum Kassel und

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Verkehr

Hessen verfügt über ein leistungsfähiges Straßennetz (Länge 2015: 16 097 km, davon 987 km Bundesautobahnen,

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Geschichte

Noch im 13. Jahrhundert wurde die heilige Elisabeth in Hessen zur Landespatronin,

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Hessen bis zum 16. Jahrhundert

Die in frühgeschichtlicher Zeit in Hessen siedelnden Kelten wurden bereits vor der Zeitenwende von Germanen nach Süden und Westen vertrieben. Die germanische Landnahme unterbrachen die Römer, die Südhessen ihrem Machtbereich eingliederten. Nordhessen verblieb im Besitz der Chatten. Nach dem Rückzug der Römer drängten Alemannen in die bislang römischen Gebiete, wurden jedoch bald in Auseinandersetzungen mit den Franken verwickelt, deren Einfluss v. a. im Rhein-Main-Gebiet seit dem 6. Jahrhundert stetig zunahm. Von entscheidender

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Hessen-Darmstadt und seine Entwicklung bis ins 20. Jahrhundert

Hessen-Darmstadt: Die von Georg I. (1567–96) 1567/68 begründete jüngere Linie, später stets auf der Seite Habsburgs und daher gegen Hessen-Kassel, war in der Grafschaft Oberkatzenelnbogen mit Darmstadt als Mittelpunkt beheimatet und erhielt ihren wichtigsten Zuwachs durch den Marburger Erbfall 1604, der jedoch zum »Hessenkrieg« mit Hessen-Kassel führte. Hessen-Darmstadt konnte zwar seine früheren Erfolge nicht behaupten, jedoch den wichtigen territorialen Zuwachs in Oberhessen sichern – allerdings ohne Marburg, weshalb das benachbarte Gießen gefördert wurde (1605 Universität).

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Hessen-Kassel und seine Entwicklung bis ins 20. Jahrhundert

Hessen-Kassel, die ältere Linie, bestimmte unter Wilhelm IV. (1567–92) noch die Politik Gesamthessens, was seinem Sohn Moritz dem Gelehrten (1592–1627) nicht mehr gelang. Nach Einführung des Calvinismus (1603/05) geriet Moritz mit Hessen-Darmstadt wegen der Beerbung der lutherischen Linie Hessen-Marburg in schweren Konflikt, der die Parteistellung Hessens im Dreißigjährigen Krieg (1618–48) bestimmte, in dem Hessen-Kassel zunächst auf schwedischer, Hessen-Darmstadt auf kaiserlicher Seite stand, und der – zusammenfallend mit der Schlussphase des Krieges – im »Hessenkrieg« zwischen der Landgräfin Amalie Elisabeth von Hessen-Kassel (1637–51),

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Land Hessen

Am 19.9.1945 vereinigte die amerikanische Militärregierung in Deutschland den größten Teil der ehemaligen preußischen Provinz Hessen-Nassau und des früheren Volksstaates Hessen zum Land »Großhessen« (später »Hessen«); einige nassauische Kreise (Unter- und Oberwesterwald, Unterlahn und Sankt Goarshausen) sowie die rheinhessischen Kreise (Bingen, Mainz, Alzey und Worms) fielen an das ebenfalls neu gegründete Land Rheinland-Pfalz. Am 1.10.1945 ernannte die amerikanische Militärregierung Karl Geiler (* 1878,

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Literatur

E.-O. Luthardt, Reise durch Hessen (2018) 
40 Jahre Datenschutz in Hessen, hg. v. N. Kartmann
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Quellenangabe
Brockhaus, Hessen. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/hessen-20