Vor dem Hintergrund der Unabhängigkeitsbewegung in Britisch-Indien (Indien, Geschichte) entwickelte zum ersten Mal M. Iqbal als Präsident der

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Von der Staatsgründung bis zur Abspaltung Ostpakistans (1947–71)

Am 14. 8. 1947 wurde Pakistan, einen Tag später die Indische Union im Rahmen des (britischen) Commonwealth unabhängig (beide als Dominions). Im Zuge der Teilung Britisch-Indiens erhielt Pakistan die mehrheitlich muslimischen Gebiete; dabei entstanden die beiden (durch das Territorium der Indischen Union) weit voneinander getrennten Landesteile Westpakistan (v. a. die früheren britisch-indischen Provinzen Sind, North-West Frontier Province, Belutschistan und West-Punjab) und Ostpakistan (Ostbengalen und Teile Assams). Das bis zu diesem Zeitpunkt unter britischem Protektorat stehende Fürstentum Bahawalpur schloss sich Pakistan an. Der

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Von der Regierung unter Z. A. Bhutto zur Militärdiktatur M. Zia ul-Haqs (1971/73–88)

Nach über einem Jahrzehnt der Militärherrschaft baute Bhutto mit der Verfassung von 1973 ein ziviles, nach parlamentarischem Muster strukturiertes Regierungssystem auf, in dem er selbst (1973) das Amt des Premierministers übernahm. Staatspräsident war Fazal Elahi Chaudry (* 1904, † 1982; 1973–78). Bhutto führte eine Bodenreform durch und verstaatlichte u. a. Industriebetriebe und Banken. Gestützt auf die PPP, entwickelte er jedoch unter immer schärferer Unterdrückung jeder Opposition einen persönlich-autoritären Regierungsstil. 1974/75 kam es zu

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Die Regierungen von Benazir Bhutto und M. M. Nawaz Sharif (1988–99)

Nach dem Wahlsieg der PPP im November 1988 wurde Benazir Bhutto im Dezember erster weiblicher Premierminister in einem muslimischen Land; im August 1990 wurde sie dann aber unter der Beschuldigung des Amtsmissbrauchs und der Korruption vom Staatspräsidenten abgesetzt. Die Wahlen im Oktober 1990 gewann die Islamische Demokratische Allianz; Premierminister wurde M. M. Nawaz Sharif. Seine

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Pakistan unter P. Musharraf (1999–2008)

Der im Mai 1999 vom pakistanischen Armeechef General P. Musharraf lancierte Angriff auf indische Stellungen bei Kargil in Kaschmir überraschte die indische Armee, die sich aber erfolgreich verteidigte. Daraufhin war Musharraf bereit, dem Druck der USA nachzugeben und die Kampfhandlungen einzustellen, bestand aber darauf, dass Nawaz Sharif im Juli 1999 persönlich Verhandlungen mit dem amerikanischen Präsidenten B. Clinton in Washington (D. C.) führte. Auf diese Weise bürdete ihm Musharraf die Verantwortung für den Rückzug auf. Als der Premierminister seinen Armeechef daraufhin entließ,

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Jüngere innenpolitische Entwicklungen

Die Präsidentschaftswahlen am 6. 9. 2008 konnte der Kandidat der PPP, Asif Ali Zardari, klar für sich entscheiden. Der Witwer von B. Bhutto erhielt in der Wahlversammlung insgesamt 481 von 702 Stimmen (Amtsantritt 9. 9. 2008). Im März 2009 erfolgte die Wiedereinsetzung Chaudrys und der anderen Richter des Obersten Gerichtshofs. Am 19. 4. 2010 trat eine Verfassungsreform in Kraft, die u. a. die Befugnisse des Präsidenten stark einschränkte und die Stellung der Provinzen gegenüber der Zentralregierung stärkte. Im Februar 2012 erhob das

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Die Krisenherde Kaschmir und Afghanistan und die Eskalation des Terrors (seit 2001)

Ein Gipfeltreffen mit dem indischen Premierminister A. B. Vajpayee in Agra im Juli 2001 führte trotz vorangegangener Versöhnungsgesten zu keiner entscheidenden Annäherung im Kaschmirkonflikt. Nach den Terroranschlägen in den USA vom 11. 9. 2001 schloss sich Pakistan auf US-amerikanisches Drängen rasch der internationalen Antiterrorkoalition an (daraufhin Aufhebung der US-Sanktionen von 1998) und wurde – als Nachbarland zu Afghanistan und v. a. jahrelang entscheidende Stütze des dortigen Talibanregimes – zu einem der wichtigsten Faktoren in der am 7. 10. 2001 eingeleiteten amerikanischen Militäraktion. Gegen die Unterstützung der

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Quellenangabe
Brockhaus, Geschichte. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/pakistan/geschichte