Indien, amtlich Hindi Bharat, englisch Republic of India [rɪˈ

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Landesporträt

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Die Flagge von Indien. Die orange-weiß-grüne Flagge mit dem »Dharmacakra«, dem

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Geografie

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Landschaft

Indien reicht vom Himalaja bis zur Südspitze des indischen Subkontinentes im Indischen Ozean und grenzt im Nordwesten an Pakistan, im Norden an China, Nepal und Bhutan, im Osten an Bangladesch und Myanmar.

Der indische Subkontinent gliedert sich in drei tektonische Großlandschaften. Im Nordwesten und Nordosten hat Indien Anteil am Gebirgssystem des Himalaja, außerdem im Nordwesten Anteil am Karakorum.

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Indien: Kaschmir

Kaschmir, im Himalaja und Karakorum gelegen, weist zwischen den schroffen Gipfeln

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Klima

Das subtropische bis tropische Klima wird bestimmt durch den jahreszeitlichen Wechsel der Monsune. In den Wintermonaten (etwa November bis Juni) weht der trockene Nordostmonsun, im Sommer der Regen bringende

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Vegetation

Bedingt durch die regional unterschiedlichen Niederschlagsmengen haben sich verschiedene Pflanzenformationen ausgebildet.

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Nationalpark Kangchendzönga: Rhododendron im Nationalpark Kangchendzönga

Der Nationalpark Kangchendzönga ist berühmt für

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Tierwelt

Die Tierwelt Indiens gehört größtenteils der orientalischen Region an, vor allem im Nordwesten kommen jedoch auch paläarktische Arten vor, die eingewandert sind. Die vielfältigen Lebensraumtypen des Subkontinents bieten einer sehr artenreichen Fauna Lebensraum. Aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte sind heute jedoch viele Arten stark gefährdet und kommen nur noch in Nationalparks vor; Wilderei spielt noch immer eine Rolle. Betroffen sind vor allem viele der etwa 350 Säugetierarten. Artenreich sind

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Indien ist nach China der bevölkerungsreichste Staat der Erde. Nach der letzten Volkszählung 2011 hatte es 1,21 Mrd. Einwohner (1961: 439,2 Mio., 1971: 548,1 Mio., 1991: 846,3 Mio.). Der Bevölkerungsanstieg der letzten Jahrzehnte ist in erster Linie eine Folge gesunkener Sterberaten (1960–65: 1,94 %, 1970–75: 1,58 %, 1980–85: 1,23 %, 2016: 0,73 %) bei zwar sinkender, aber dennoch hoher Geburtenrate (1960–65: 4,2 %, 1970–75: 3,82 %, 1980–85: 3,17 %, 2016: 1,93 %). Letztere ist trotz der schon 1952 eingeführten Familienplanung hoch, da deren Akzeptanz regional sehr unterschiedlich ist

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Religion

Der indische Staat versteht sich als säkularer Staat. Die Verfassung (Artikel 15) garantiert die Religionsfreiheit, stellt alle Religionsgemeinschaften rechtlich gleich und verbietet jede Art der Diskriminierung aufgrund einer bestimmten Religionszugehörigkeit. Gebunden an den staatlich vorgegebenen allgemeinen Gesetzesrahmen, haben die Religionsgemeinschaften das Recht, religiöse Institutionen einzurichten und ihre religiösen Angelegenheiten frei zu gestalten (Artikel 26).

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Hinduismus: Rituelles Bad

Frauen beim rituellen Bad im Ganges bei Varanasi: Die zu den Badestellen hinunterführenden Treppen am Fluss werden als Ghats bezeichnet.

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Politik und Recht

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Politik

Nach der am 26. 11. 1949 von der verfassunggebenden Versammlung verabschiedeten und am 26. 1. 1950 in Kraft getretenen Verfassung (mehrfach geändert) ist Indien ein Bundesstaat (»Union of States«) mit parlamentarisch-demokratischem Regierungssystem. In den Bestand der Bundesstaaten (Gliedstaaten) kann durch Unionsgesetz eingegriffen werden. Hiervon ist u. a. im States Reorganization Act von 1956 Gebrauch gemacht worden, der das Bundesgebiet

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge geht auf die während der Unruhen von 1905 gebrauchten Streifenflaggen zurück, ab 1920 waren sie rot-weiß-grün. M. K. Gandhi führte 1921 das Dharmacakra (Rad der Lehre) als nationales Symbol ein. 1930 wurde

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Parteien

Indien verfügt über ein komplexes Parteiensystem. Wichtige Parteien sind der sozialliberale Indische Nationalkongress (INC; gegründet 1885), Träger der Unabhängigkeitsbewegung und

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Gewerkschaften

Die erste Gewerkschaft in Indien wurde 1890 unter den Textilarbeitern in Bombay (heute Mumbai) von Sozialreformern in

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Militär

Die Gesamtstärke der Freiwilligenarmee beträgt 1,3 Mio., die der paramilitärischen Kräfte

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Verwaltung

Indien ist in 29 Bundesstaaten, 6 Unionsterritorien und das Hauptstadtterritorium Delhi gegliedert. Jüngster Bundesstaat ist Telangana, der erst 2014 durch Herauslösung aus Andhra

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Recht

Dominierende Sprache im Rechtssystem ist Englisch. In jedem Staat besteht ein Obergericht (High Court) mit Universalzuständigkeit, zugleich Aufsichtsinstanz über die nachgeordneten ordentlichen Gerichte und Verwaltungsgerichte. Oberstes Appellationsgericht ist der Oberste Gerichtshof (Supreme Court) der

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Bildungswesen

Die Bildungspolitik in ihren grundsätzlichen Richtlinien wird gemeinsam von der Zentralregierung und den Regierungen der Bundesstaaten formuliert. Die Organisation des Schulwesens erfolgt in Verantwortung der Bundesstaaten, denen die Verfassung eine allgemeine

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Medien

Die Medienlandschaft ist sehr vielfältig und bildet ein großes Meinungsspektrum ab, die wirtschaftliche Konzentration jedoch hoch. In Konfliktregionen sowie auf dem Land ist eine freie Berichterstattung häufig nur eingeschränkt möglich. Presse:

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Indien gehört – trotz verbreiteter Armut und noch relativ großem Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt (BIP) – zu den 10 führenden Industrienationen der Erde. Zunehmende Bedeutung haben der Dienstleistungs- und Industriesektor, auch wenn bei Letzterem der Beschäftigungsanteil stagniert. Mit einem Bruttonationaleinkommen (BNE) von (2017) 1 820 US-$ zählt Indien allerdings noch zu den ärmeren Entwicklungsländern. Indien praktizierte früher das

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Landwirtschaft

Trotz des forcierten Ausbaus der Industrie arbeiteten 2015 noch rund 50 % der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft; sie erwirtschafteten 17,4 % des BIP (1965: 47 %). Der Ackerbau bildet die Grundlage der Nahrungsmittelversorgung. Reis und Weizen sind mit weitem Abstand die wichtigsten Nahrungsmittel. Reisanbau findet man vornehmlich im Osten und Süden sowie in der Gangesebene, während sich der Weizenanbau auf Nordindien konzentriert. Dank »grüner Revolution« (und damit zunehmender Bewässerung) ist die Getreideernte kontinuierlich (von wetterbedingten Einbrüchen abgesehen) und schneller als das Bevölkerungswachstum gestiegen,

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Bodenschätze

Indien verfügt mit seinen Bodenschätzen, vor allem Kohle und Eisenerz (Hauptvorkommen in Goa), über eine gute Rohstoffbasis. Die erheblichen

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Energiewirtschaft

Indiens Energieverbrauch ist im Zuge der Industrialisierung stark gestiegen (etwa 10 % pro Jahr). Die Stromerzeugung belief

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Industrie

Die industrielle Entwicklung hat seit der Unabhängigkeit, als Indien nur eine beschränkte Anzahl industrieller Produkte herstellte, große Fortschritte gemacht. Bei Verstaatlichung der Schwerindustrie und einer Reihe anderer Sektoren, extensivem

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Tourismus

Der Subkontinent Indien bietet durch seine landschaftliche und ethnisch-kulturelle Vielfalt zahlreiche und sehr unterschiedliche Reiseziele. Touristen und Pilger strömen vor allem nach Delhi, zum

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Verkehr

Indien verfügt mit einem Streckennetz von (2014) 68 525 km über das größte Eisenbahnnetz Asiens und das viertgrößte der Erde. Die Eisenbahnunternehmen wurden schon vor der Unabhängigkeit verstaatlicht und fallen unter die Zuständigkeit der Unionsregierung. Sie sind gleichzeitig größter Arbeitgeber des Landes. Die Hauptlinien des Streckennetzes verbinden die Überseehäfen mit den

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Geschichte

Vorgeschichte

Die Anwesenheit von Menschen der frühen Altsteinzeit ist durch die vom Kaukasus über Pakistan bis Indien verbreitete Kulturgruppe Soanien bezeugt. Die älteste Phase dieser Formengruppe ist u. a. durch Geröll- und Abschlaggeräte nachgewiesen. Östlich des Industals kommen zweiseitig bearbeitete, der Kulturstufe des Acheuléen ähnliche Steingeräte vor, die (noch ungeklärte) Verbindungen zu Ostafrika aufweisen. Zahlreiche Funde (v. a. Mikrolithen) und Höhlenzeichnungen deuten auf höher entwickelte Jagdtechniken (Harpunenfischfang, domestizierte Hunde) in der Mittelsteinzeit (seit 8000 v. Chr.) hin. Während in Zentral- und Südindien die

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Kultur

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Bildergalerie

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Grabmal Kaisers Humajuns in Delhi

Das Humajun-Mausoleum in Delhi, Indien, mit einer 42,5 Meter hohen Kuppel ist die Grabstätte von Nasiruddin Muhammad Humajun (1508–1556), des zweiten Herrschers des Großmogulreiches von Indien.

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Indien: Rotes Fort in Delhi

Das Rote Fort in

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Quellenangabe
Brockhaus, Indien. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/indien