Guatemala, amtlich spanisch República de Guatemala, deutsch Republik Guatemala, Staat in

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Landesporträt

Guatemala ist eine präsidiale Republik auf der mittelamerikanischen Festlandbrücke mit der Hauptstadt Guatemala. Das Hochgebirge des Landes wird von zahlreichen, teilweise aktiven Vulkanen gekrönt. Die fruchtbaren Hochebenen sind das Hauptsiedlungsgebiet. Im Tiefland herrscht tropischer Regenwald vor. Guatemala liegt im tropischen Klimabereich und ist der bevölkerungsreichste

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Geografie

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Landschaft

Guatemala grenzt im Westen und Norden an Mexiko, im Nordosten an Belize, im Osten an Honduras und El Salvador.

Der nördliche Teil Guatemalas (Petén) gehört zur flachwelligen Kalktafel

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Klima und Vegetation

Das Klima ist tropisch. Regenzeit ist von Mai bis November, im Luv der Küsten erreichen die Niederschläge bis 3 500 mm/Jahr, im zentralen Hochland 1 500–2 000

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Gesellschaft

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Bevölkerung

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Guatemala-Stadt. Die Hauptstadt Guatemalas liegt im zentralen Hochland und ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Landes sowie die bedeutendste Metropole Zentralamerikas.

In Guatemala hat die indigene Bevölkerung einen relativ hohen Anteil von

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Religion

Die Verfassung garantiert die Religionsfreiheit bei gleichzeitiger Einräumung eines besonderen rechtlichen Status für die katholische Kirche, der unter der Voraussetzung einer speziellen staatlichen Registrierung auch von den anderen Kirchen erlangt

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Politik und Recht

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Politik

Die am 15.1.1986 in Kraft getretene Verfassung (mehrfach revidiert) bestimmt Guatemala als präsidiale Republik mit Mehrparteiensystem.

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge wurde 1871 eingeführt und zuletzt 1997 modifiziert. Sie ist vertikal blau-weiß-blau gestreift mit dem Wappen in der Mitte. Blau steht

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Parteien

Wichtige Kräfte im breit gefächerten Parteienspektrum sind die Unidad Nacional de

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Gewerkschaften

Zu den wichtigsten Dachverbänden zählen der Central General de Trabajadores de

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Militär

Die Gesamtstärke der Wehrpflichtarmee beträgt rund 15 500, die der paramilitärischen Nationalpolizei

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Verwaltung

Guatemala ist in 22 Departamentos untergliedert, an ihrer Spitze steht jeweils

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Recht

Die Rechtsprechung liegt in höchster Instanz beim Obersten Gerichtshof (Corte Suprema

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Bildungswesen

Es besteht Schulpflicht vom 7. bis 14. Lebensjahr, deren Durchsetzung nicht überall gewährleistet ist. An die

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Medien

Die Verfassung garantiert Meinungs- und Pressefreiheit. Faktisch ist eine Berichterstattung über organisierte Kriminalität, Korruption und Menschenrechtsverletzungen jedoch kaum möglich. Wichtigstes Massenmedium ist

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Guatemala ist industriell weiter entwickelt als die meisten anderen Länder Zentralamerikas. Dennoch dominiert auch hier der Agrarsektor, der allerdings von Naturkatastrophen und schwankenden Weltmarktpreisen bei den Exportprodukten stark beeinträchtigt wird. Das Friedensabkommen

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Landwirtschaft

Der Agrarsektor trägt 11,1 % zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei und beschäftigt rund 31 % der Erwerbstätigen. Der Anbauschwerpunkt liegt im zentralen Hochland. Wichtige Ausfuhrprodukte

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Industrie

Der Industriebereich ist in jüngerer Zeit deutlich gewachsen. Insbesondere die Lohnveredelungsindustrie

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Tourismus

Die Entwicklung des Tourismus zeigt eine steigende Tendenz. 2018 besuchten 1,78 Mio. ausländische

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Bodenschätze

Trotz reicher Rohstoffvorkommen ist der Sektor nur gering entwickelt. Kupfer, Blei,

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Verkehr

Das Straßennetz ist noch nicht ausreichend ausgebaut; etwa die Hälfte der rund 17 600 km Straßen ist asphaltiert.

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Geschichte

Zur präspanischen Geschichte siehe Maya. 

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Unter spanischer Herrschaft

Das Gebiet von Guatemala, bewohnt von den Mayagruppen der Quiché und

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Unabhängigkeit und Epoche der Caudillos

1821 erklärte sich das Generalkapitanat Guatemala von Spanien unabhängig und schloss sich dem unabhängigen Kaiserreich Mexiko an. Nach dem Sturz Kaiser Agustíns I. 1823 fielen die zentralamerikanischen Länder von Mexiko ab und wurden als Vereinigte Staaten von Zentralamerika

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Reformversuche und Bürgerkrieg

Nach dem Sturz Ubicos wurde mit der Verabschiedung einer demokratischen Verfassung und der Wahl Juan José Arévalos (* 1905, † 1990; 1945–51) zum Präsidenten eine Reformperiode eingeleitet, die Jacobo Arbenz Guzmán (* 1913, † 1971; 1951–54) fortsetzte (Enteignung in- und ausländischer Großgrundbesitzer, von der besonders die UFCO betroffen war; Anhebung des Mindestlohns).

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Jacobo Arbenz Guzmán (Präsident von Guatemala 1951-1954). Der guatemaltekische Präsident Jacobo Arbenz Guzmán stellte sich mit seinen Landreformen gegen die mächtige US-amerikanische United Fruit Company. Er wurde daraufhin

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Demokratisierungsprozess im Schatten von Armut und Gewalt

Die Präsidentschaftswahlen 1999 gewann A. Portillo von der rechtspopulistischen Partei Frente Republicano Guatemalteco (FRG; Amtsantritt Januar 2000), die der ehemalige Diktator Ríos Montt 1989 gegründet hatte. Ríos Montt, gegen den in Spanien ein Gerichtsverfahren wegen Völkermordes eröffnet wurde, konnte seine Macht als Parteivorsitzender der FRG und als Parlamentspräsident festigen. Die wachsende Gewalt und die anhaltende Armut großer Bevölkerungsteile standen im Zentrum des Wahlkampfes. Dennoch gelang es der Regierung nicht ansatzweise, die Gewalt einzudämmen. Neben Raubüberfällen, starken Verwicklungen in den internationalen Drogen-

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Kultur

Bis zur Eroberung durch die Spanier im 17. Jahrhundert war Guatemala Mittelpunkt der präkolumbischen Maya-Kultur, wovon Ruinenstädte mit zahlreichen Tempeln, Palästen und Kunstgegenständen zeugen. Die Maya besaßen außerdem eine Bilderschrift und herausragende Kenntnisse von Astronomie und Mathematik. Eine der bekanntesten Mayastätten ist die im Nationalpark Tikal gelegene gleichnamige Ruinenstadt.

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Literatur

Meier, R., Alsen, V., Guatemala (Bielefeld 2018)
Brett, R. L., The
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Quellenangabe
Brockhaus, Guatemala. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/guatemala-20