Irak, amtlich arabisch Al-Djumhurijja al-Irakijja [-dʒʊm-], deutsch Republik

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Landesporträt

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Irak: Flagge

Die Flagge des Irak ist eine rot-weiß-schwarze

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Geografie

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Landschaft

Irak grenzt im Norden an die Türkei, im Osten an Iran, im Süden an den Persischen Golf und Kuwait, im Südwesten an Saudi-Arabien, im Westen an Jordanien und im Nordwesten an Syrien

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Klima

Irak gehört noch zum Gebiet der subtropischen Winterregen; die Niederschlagsmenge nimmt

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Vegetation

Es herrschen Wüstensteppen und Wüste vor, im Gebirge lichte Eichenwälder, in

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Tierwelt

Großtiere sind infolge der Kriege weitgehend ausgerottet. Nur in abgelegenen Gebieten

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Die Bevölkerung ist in sprachlicher, religiöser und sozialer Hinsicht sehr uneinheitlich. Das tragende Staatsvolk mit einen Bevölkerungsanteil von knapp 80 % sind die Araber, die vor allem das unterirakische

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Religion

Etwa 97 % der Bevölkerung sind Muslime, deren Mehrheit (zwischen 55 und 65 % der Bevölkerung) die Schiiten bilden, die v. a. in Südirak leben, während Nordirak das Hauptsiedlungsgebiet der sunnitischen Muslime (etwa je zur Hälfte Araber und Kurden) ist. Die schiitischen Muslime sind

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Politik und Recht

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Politik

Nach der am 15. 10. 2005 in einem Referendum gebilligten Verfassung ist Irak

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Nationalsymbole

Die rot-weiß-schwarze Streifenflagge wurde mit Blick auf die geplante Union mit Ägypten und Syrien 1963 angenommen. Der weiße Streifen war mit drei grünen

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Parteien

Mit dem Verbot (11. 5. 2003) der Arabischen Sozialistischen Baath-Partei (ASBP, Baath), die alle Führungspositionen in Staat, Armee und Massenorganisationen beherrscht hatte,

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Gewerkschaften

Der Dachverband General Federation of Iraqi Workers (GFIW) besteht seit 2006;

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Militär

Nach der Auflösung der irakischen Streitkräfte 2003 durch die US-Zivilverwaltung und der

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Verwaltung

Das Land ist in 15 Provinzen und 1 autonome Region der

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Recht

Das irakische Rechtswesen bestand bis zum 3. Golfkrieg aus einem Kassationsgerichtshof, aus Appellationsgerichtshöfen, Gerichten erster Instanz,

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Bildungswesen

Der Umbau des Bildungswesens nach dem Sturz des alten Regimes befindet sich erst in den

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Medien

Die politischen Konfliktlinien und religiösen Loyalitäten spiegeln sich auch in der Medienlandschaft wider, sodass es kaum unabhängige Berichterstattung gibt. Journalisten werden häufig

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Drei Kriege und die Aufstände von militanten Islamisten (Islamischer Staat) haben die Infrastruktur und die gesamte Volkswirtschaft Iraks schwer geschädigt. Mit einem Bruttonationaleinkommen (BNE) von (2017) 4 770 US-$ je Einwohner zählt Irak heute zu den Entwicklungsländern mit gehobenem Einkommen. Dieser Status beruht jedoch einseitig auf den Einnahmen aus dem Erdölsektor.

Aufgrund

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Landwirtschaft

Nur noch rund 4 % der Erwerbstätigen sind in der Landwirtschaft beschäftigt; sie erwirtschaften 4,6 % des BIP. Dank der

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Bodenschätze

Der Erdölsektor ist Schlüsselfaktor für den Wiederaufbau der Volkswirtschaft. Mit (2016) 20,6 Mrd. t gesicherter Erdölreserven liegt Irak weltweit

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Industrie

Lag der Schwerpunkt der industriellen Entwicklung vor Beginn des 1. Golfkrieges auf der Petrochemie und dem Energiesektor, so

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Tourismus

Seit dem 2. Golfkrieg ist der Tourismus fast vollständig zum Erliegen gekommen, doch ist das Potenzial

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Verkehr

Während der Golfkriege hat die Infrastruktur beträchtliche Schäden erlitten; die Wiederinstandsetzung kommt erst im Süden allmählich wieder in

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Geschichte

Zur Vorgeschichte Vorderasien; zur Geschichte und Kultur des Altertums im Gebiet

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Von der arabischen Eroberung bis zur Beendigung der osmanischen Herrschaft

Nach der Eroberung durch die muslimischen Araber (Schlacht bei Qadissia 637) wurde es unter den Omaijaden (661–749/750) neben Ägypten wichtigste Provinz des Kalifats und

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Irak unter britischer Mandatsverwaltung und als Königreich (1920–1958)

Nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches (1918) im Ersten Weltkrieg erhielt Großbritannien, das seit 1914/17 große Teile Iraks besetzt hielt, Mesopotamien 1920 als Mandat des Völkerbundes und setzte den Haschimiten Feisal als König ein (Feisal I., 1921–33).

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Feisal I.

Unter

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Irak als Republik (ab 1958)

Nach dem blutigen Staatsstreich vom 14. 7. 1958 (Ermordung König Feisals II. sowie weiterer Mitglieder der Königsfamilie, Abd al-Ilahs und am 15. 7. Nuri as-Saids) rief eine Gruppe von Militärs (»Freie Offiziere«) die Republik

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Machtergreifung durch die Baath-Partei (1968) und das Regime Saddam Husains (ab 1979)

Unter den Auswirkungen der arabischen Niederlage im Sechstagekrieg übernahm im Juli 1968 die Baath-Partei, die im November 1963 von Präsident Aref aus der Regierung

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Der 1. und der 2. Golfkrieg

Der 1. und der 2. Golfkrieg: Nach dem Umsturz in Iran 1979 entwickelte sich ein tief greifender Gegensatz zwischen den fundamentalistisch-islamischen Machthabern dort und den sozialistisch-laizistischen Kräften in Irak. Im September kündigte Saddam Husain den 1975 mit Iran geschlossenen Grenzvertrag im Bereich des Schatt al-Arab und löste mit dem Einmarsch irakischer Truppen in die iranische Provinz Khusistan (September 1980) den 1. Golfkrieg (1980–88) aus, der in Irak über 250 000 Menschenleben kostete. 1988 kam

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Irak nach dem 2. Golfkrieg

Saddam Husain, dessen Machtposition nach dem Golfkrieg zunächst geschwächt war und der im März 1991 das Amt des Ministerpräsidenten abgab, konnte nach der Unterdrückung der schiitischen und kurdischen Erhebungen und der Niederschlagung eines Offiziersputsches (Dezember 1991) seine Diktatur wieder konsolidieren. Eine UN-Kommission stellte außer großen Beständen an chemischen Waffen in Irak auch ausführungsreife Pläne für den Bau von Kernwaffen fest. Im Oktober 1991 beschloss der UN-Sicherheitsrat, die irakische Rüstungsindustrie einer ständigen internationalen Kontrolle zu unterstellen.

Das andauernde Wirtschafts- und Handelsembargo

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3. Golfkrieg und Sturz Saddam Husains

Die am 20. 3. 2003 eingeleitete amerikanisch-britische Militäraktion in Irak (3. Golfkrieg) führte zur Besetzung des Landes (Einnahme Bagdads am 9. 4. 2003) und zum Sturz des Baath-Regimes sowie Saddam Husains, dem jedoch zunächst die Flucht gelang. Durch den Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung kam es zu Plünderungen (darunter im Nationalmuseum der Hauptstadt). Bei der Konzeption der Nachkriegsordnung in Irak entspann sich eine Kontroverse um Art und Umfang einer Einbindung der UNO. Mit der Leitung einer Übergangsverwaltung (CPA) bis zur Durchführung von Wahlen beauftragte

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Der Weg zur Wiedererlangung der Souveränität

Die Übergangsregierung definierte die Vorbereitung von direkten Wahlen zu einer verfassunggebenden Versammlung bis Anfang 2005 als ihr vorrangiges Ziel. Am 8. 6. 2004 verabschiedete der Weltsicherheitsrat eine neue Irakresolution, die die Einrichtung eines Nationalen Sonderkomitees zur künftigen Abstimmung zwischen der Führung der Koalitionstruppen und der Übergangsregierung vorsah. Angesichts der Lage in den schiitischen und sunnitischen Widerstandszentren (v. a. im »sunnitischen Dreieck« zwischen Tikrit, Bagdad und Ramadi) sowie der andauernden Gefahr durch die Aktivitäten ausländischer Terroristen beschloss die amerikanische Regierung die Beibehaltung einer

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Die Entwicklung nach dem Abzug der ausländischen Truppen

Im Januar 2012 kehrten die sunnitischen Abgeordneten, die aus Protest gegen die Vorgänge um Tarik al-Haschemi die Parlamentsarbeit boykottiert hatten, in die Volksvertretung zurück. Im April 2012 drohte der Präsident der kurdischen Autonomieregion, M. Barsani, ein Referendum über die Unabhängigkeit der Region abzuhalten. Hintergrund war ein Streit um Erlöse aus den Erdölexporten. Der ungelöste innere Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten eskalierte 2012 in zunehmenden Gewaltakten. Für zahlreiche Anschläge wurde die seit 2010 von Abu Bakr al-Baghdadi geführte Terrormiliz ISI verantwortlich gemacht.

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Kultur

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Samarra

Das Spiralminarett

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Quellenangabe
Brockhaus, Irak. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/irak