Zur Vorgeschichte Vorderasien; zur Geschichte und Kultur des Altertums im Gebiet

(11 von 75 Wörtern)
Möchten Sie Zugriff auf den vollständigen Artikelinhalt?

Von der arabischen Eroberung bis zur Beendigung der osmanischen Herrschaft

Nach der Eroberung durch die muslimischen Araber (Schlacht bei Qadissia 637) wurde es unter den Omaijaden (661–749/750) neben Ägypten wichtigste Provinz des Kalifats und

(24 von 166 Wörtern)

Irak unter britischer Mandatsverwaltung und als Königreich (1920–1958)

Nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches (1918) im Ersten Weltkrieg erhielt Großbritannien, das seit 1914/17 große Teile Iraks besetzt hielt, Mesopotamien 1920 als Mandat des Völkerbundes und setzte den Haschimiten Feisal als König ein (Feisal I., 1921–33).

image/jpeg

Feisal I.

Unter

(42 von 294 Wörtern)

Irak als Republik (ab 1958)

Nach dem blutigen Staatsstreich vom 14. 7. 1958 (Ermordung König Feisals II. sowie weiterer Mitglieder der Königsfamilie, Abd al-Ilahs und am 15. 7. Nuri as-Saids) rief eine Gruppe von Militärs (»Freie Offiziere«) die Republik

(32 von 227 Wörtern)

Machtergreifung durch die Baath-Partei (1968) und das Regime Saddam Husains (ab 1979)

Unter den Auswirkungen der arabischen Niederlage im Sechstagekrieg übernahm im Juli 1968 die Baath-Partei, die im November 1963 von Präsident Aref aus der Regierung

(24 von 165 Wörtern)

Der 1. und der 2. Golfkrieg

Der 1. und der 2. Golfkrieg: Nach dem Umsturz in Iran 1979 entwickelte sich ein tief greifender Gegensatz zwischen den fundamentalistisch-islamischen Machthabern dort und den sozialistisch-laizistischen Kräften in Irak. Im September kündigte Saddam Husain den 1975 mit Iran geschlossenen Grenzvertrag im Bereich des Schatt al-Arab und löste mit dem Einmarsch irakischer Truppen in die iranische Provinz Khusistan (September 1980) den 1. Golfkrieg (1980–88) aus, der in Irak über 250 000 Menschenleben kostete. 1988 kam

(71 von 499 Wörtern)

Irak nach dem 2. Golfkrieg

Saddam Husain, dessen Machtposition nach dem Golfkrieg zunächst geschwächt war und der im März 1991 das Amt des Ministerpräsidenten abgab, konnte nach der Unterdrückung der schiitischen und kurdischen Erhebungen und der Niederschlagung eines Offiziersputsches (Dezember 1991) seine Diktatur wieder konsolidieren. Eine UN-Kommission stellte außer großen Beständen an chemischen Waffen in Irak auch ausführungsreife Pläne für den Bau von Kernwaffen fest. Im Oktober 1991 beschloss der UN-Sicherheitsrat, die irakische Rüstungsindustrie einer ständigen internationalen Kontrolle zu unterstellen.

Das andauernde Wirtschafts- und Handelsembargo

(80 von 1020 Wörtern)

3. Golfkrieg und Sturz Saddam Husains

Die am 20. 3. 2003 eingeleitete amerikanisch-britische Militäraktion in Irak (3. Golfkrieg) führte zur Besetzung des Landes (Einnahme Bagdads am 9. 4. 2003) und zum Sturz des Baath-Regimes sowie Saddam Husains, dem jedoch zunächst die Flucht gelang. Durch den Zusammenbruch der öffentlichen Ordnung kam es zu Plünderungen (darunter im Nationalmuseum der Hauptstadt). Bei der Konzeption der Nachkriegsordnung in Irak entspann sich eine Kontroverse um Art und Umfang einer Einbindung der UNO. Mit der Leitung einer Übergangsverwaltung (CPA) bis zur Durchführung von Wahlen beauftragte

(80 von 655 Wörtern)

Der Weg zur Wiedererlangung der Souveränität

Die Übergangsregierung definierte die Vorbereitung von direkten Wahlen zu einer verfassunggebenden Versammlung bis Anfang 2005 als ihr vorrangiges Ziel. Am 8. 6. 2004 verabschiedete der Weltsicherheitsrat eine neue Irakresolution, die die Einrichtung eines Nationalen Sonderkomitees zur künftigen Abstimmung zwischen der Führung der Koalitionstruppen und der Übergangsregierung vorsah. Angesichts der Lage in den schiitischen und sunnitischen Widerstandszentren (v. a. im »sunnitischen Dreieck« zwischen Tikrit, Bagdad und Ramadi) sowie der andauernden Gefahr durch die Aktivitäten ausländischer Terroristen beschloss die amerikanische Regierung die Beibehaltung einer

(80 von 1560 Wörtern)

Die Entwicklung nach dem Abzug der ausländischen Truppen

Im Januar 2012 kehrten die sunnitischen Abgeordneten, die aus Protest gegen die Vorgänge um Tarik al-Haschemi die Parlamentsarbeit boykottiert hatten, in die Volksvertretung zurück. Im April 2012 drohte der Präsident der kurdischen Autonomieregion, M. Barsani, ein Referendum über die Unabhängigkeit der Region abzuhalten. Hintergrund war ein Streit um Erlöse aus den Erdölexporten. Der ungelöste innere Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten eskalierte 2012 in zunehmenden Gewaltakten. Für zahlreiche Anschläge wurde die seit 2010 von Abu Bakr al-Baghdadi geführte Terrormiliz ISI verantwortlich gemacht.

(80 von 935 Wörtern)

Quellenangabe
Brockhaus, Geschichte. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/irak/geschichte