Südamerika, der viertgrößte Kontinent der Erde, der südliche Teil des Doppelkontinents

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Lage

Das südamerikanische Festland liegt zwischen 12° 28 nördlicher Breite (Punta Gallinas,

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Oberflächengestalt

Den ganzen Westrand des Kontinents (plattentektonisch: Südamerikanische Platte) nimmt das junge Hochgebirge der Anden ein, deren Ketten im Wesentlichen im Tertiär gefaltet wurden; häufige Erdbeben und tätiger Vulkanismus sind Nachwirkungen dieser Gebirgsbildung. Viele Gipfel, besonders im

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Klima

Südamerika hat Anteil an allen Klimazonen von den nördlichen Randtropen bis zur Subantarktis auf Feuerland. Die Auswirkungen der Breitenlage werden jedoch stark modifiziert durch den Einfluss der Meere (kalte Strömungen an der Westküste, warme an der Ostküste)

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Pflanzenwelt

Südamerika und Mittelamerika (mit Ausnahme des südlichen Chile) bilden zusammen mit kleinen Teilen der südlichen USA das neotropische Florenreich (Neotropis). 40 % aller tropischen Pflanzengattungen haben hier ihren Ursprung. Entwicklungsgeschichtlich weist Südamerika viele Besonderheiten (Endemiten) auf, weil es seit dem Zerfall Gondwanas von den übrigen Landmassen der Südhalbkugel getrennt ist und auch die zentralamerikanische Landbrücke in geologischer Vergangenheit vielfach unterbrochen war. Die markantesten neotropischen Familien sind

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Tierwelt

Die Tierwelt Südamerikas gehört zur neotropischen Region Neotropis. Die Isolierung Südamerikas von den anderen Kontinenten infolge der Kontinentalverschiebung und wegen der Unterbrechung der Landverbindung mit Nordamerika (bis zum Ende des Tertiärs) hatte die Entwicklung einer großen Anzahl von endemischen Tiergruppen zur Folge. Außerdem entspricht der mosaikartigen Vielfalt der

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Gesellschaft

Mischlinge (Mestizen, Zambos, Mulatten) überwiegen. Gruppen der ursprünglichen Bewohner, der Indianer, finden sich vor allem im mittleren und nördlichen Andenhochland und im Amazonasgebiet. Die Zahl der Indianer im Andenhochland (Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien) wird auf knapp 20 Mio. geschätzt. In Venezuela und Kolumbien hat eine starke Vermischung der Indianer mit Europäern stattgefunden. Die in den inneren Waldgebieten besonders des Amazonastieflands lebenden Indianer hatten zunächst keinen Kontakt mit Europäern; sie bewahrten auch später

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Wirtschaft und Verkehr

Der wirtschaftliche Entwicklungsstand der einzelnen Länder ist sehr unterschiedlich: Mit einem Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf der Bevölkerung von (2013) 15 230 US-$ steht Chile an der Spitze der südamerikanischen Staaten, gefolgt von Uruguay (15 180 US-$), Argentinien (12 900 US-$) und Venezuela (12 550 US-$). Zur Ermittlung des Lebensstandards genügen diese Angaben jedoch nicht, da zum einen eine Umrechnung der Werte in Kaufkraftkapazitäten erfolgen muss und zum anderen in fast allen Staaten des Kontinents eine große Einkommensdifferenz zwischen armer und reicher Bevölkerung besteht. Durch

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Geschichte

Vorgeschichte: Weg und Zeit der Besiedlung des Kontinents sind nicht endgültig geklärt (möglicherweise über die zentralamerikanische Landbrücke). Auch sind viele Datierungen umstritten, einige beruhen lediglich auf Schätzungen. Neue Forschungsmethoden und Fundstätten weisen auf immer frühere Zeiträume: So werden die Siedlungsspuren im Nationalpark Serra da Capivara in Nordostbrasilien auf 50 000 v. Chr. datiert (die als UNESCO-Weltkulturerbe ausgewiesenen Malereien um 12 000 v. Chr.). Umstritten sind auch

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Weitere Medien

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Quellenangabe
Brockhaus, Südamerika. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/sudamerika