Rumänien, amtlich România [romiˈnia], Staat in Südosteuropa mit (2018) 19,5 Mio.

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Landesporträt

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Rumänien: Flagge

In der Flagge Rumäniens vereinigen sich die

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Geografie

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Landschaft

Rumänien grenzt im Norden und nördlich des Donaudeltas im Osten an die Ukraine, im Osten entlang des Pruth an Moldawien, im Südosten mit einem 194 km langen Küstenabschnitt ans Schwarze Meer, im Süden an Bulgarien (größtenteils mit einem 470 km langen Abschnitt der unteren Donau), im Südwesten an Serbien und im Nordwesten an Ungarn.

Rumänien liegt im Südosten Europas, zum Teil wird das Land der Balkanhalbinsel zugeordnet.

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Klima

Rumänien hat ein kontinentales Klima mit schwachen ozeanischen Einflüssen in den Gebirgen und in Siebenbürgen sowie mediterranen Einflüssen im Südwesten; im Nordosten und Süden herrschen ausgeprägt kontinentale

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Vegetation

Vorherrschend sind mitteleuropäische Florenelemente, im Süden sind zahlreiche Mittelmeerpflanzen (Walnuss, Edelkastanie) vertreten. Die Dobrudscha weist auch pontische Elemente auf (z. B. Federgras). Etwa 29 %

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Von der Bevölkerung sind 89 % Rumänen. Zu den Minderheiten gehören Magyaren (6,5 %; vor allem in Siebenbürgen; Szekler; Rumänienungarn), Roma (3,3 %; nach anderen Quellen rund 13 %),

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Religion

Die Verfassung (Artikel 29) garantiert die Religionsfreiheit und folgt dem Grundsatz der Trennung von Staat und Religion. Grundlage der staatlichen Religionspolitik ist das 2006 verabschiedete Kultusgesetz. Es unterscheidet in Bezug auf die Religionsgemeinschaften zwischen »Kirchen und Kulten«, »religiösen Vereinen« und »religiösen Vereinigungen«. Die beiden Erstgenannten besitzen den Rechtsstatus staatlich anerkannter Körperschaften mit bestimmten Rechtsansprüchen gegenüber dem Staat.

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Politik und Recht

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Politik

Nach der Verfassung vom 8. 12. 1991 (durch Referendum gebilligt; mehrfach geändert) ist Rumänien eine Republik; das am französischen Modell orientierte Regierungssystem stellt ein präsidentiell-parlamentarisches Mischsystem dar. Die Verfassung bekennt sich zur Nationalstaatlichkeit, fixiert aber auch die Gleichberechtigung und den Schutz der Rechte der

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge (ursprünglich aus dem Jahr 1848) wurde nach dem Sturz des Ceaușescu-Regimes am 27. 12. 1989 festgelegt. Es ist eine vertikal gestreifte Trikolore in Blau, Gelb und Rot. In der Flagge vereinigen sich die Farben

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Parteien

Zu den wichtigen Parteien zählen die Sozialdemokratische Partei (PSD, entstanden 2001 durch Zusammenschluss von Partei der Sozialen Demokratie Rumäniens

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Gewerkschaften

Nach Auflösung der Einheitsgewerkschaften entstanden seit 1991 zahlreiche Gewerkschaftsorganisationen. Zu den

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Militär

Die Gesamtstärke der Armee (2006 Aufhebung der Wehrpflicht) beträgt 73 900 Aktive

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Verwaltung

Rumänien ist administrativ in 41 Kreise (Judeţe) und die Hauptstadt Bukarest

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Recht

Auf der untersten Stufe des Gerichtsaufbaus stehen die Amtsgerichte, die für die meisten

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Bildungswesen

Von 1990 bis 2004 wurde das rumänische Bildungssystem grundlegend reformiert. Es besteht allgemeine Schulpflicht im Alter von 6

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Medien

In der Medienlandschaft spiegelt sich die enge Verbindung zwischen Wirtschaft bzw. Unternehmensgruppen (z. B. Adevărul, Intact Media, CME) und Politik wider,

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Rumänien war bis zum Zweiten Weltkrieg ein Agrarland; größere Bedeutung hatte nur die Erdölförderung. Nach 1948 setzte eine starke Industrialisierung ein, wobei die Entwicklung der Grundstoff- und Schwerindustrie absolute Priorität hatte, Landwirtschaft und Konsumgüterindustrie wurden vernachlässigt. Seit Anfang der 1980er-Jahre verstärkte sich die

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Landwirtschaft

In der Landwirtschaft sind (2014) rd. 25 % der Erwerbstätigen beschäftigt, sie erwirtschafteten 5,4 % des BIP. Die Agrarproduktion wird fast vollständig von privaten Betrieben erbracht. Kapitalmangel und

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Bodenschätze

Große Bedeutung haben die Gewinnung von Erdöl (gesicherte Reserven: 100 Mio. t) im Karpatenvorland (mit den alten Schwerpunkten

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Energiewirtschaft

Die wichtigsten Energieträger Rumäniens sind fossile Brennstoffe (Erdgas, Erdöl, Steinkohle) mit

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Industrie

Industrie, Bergbau und Bauwirtschaft erwirtschafteten (2014) 27,3 % des BIP. Während der 1990er-Jahre fand

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Tourismus

Rumänien wartet mit einem bemerkenswerten touristischem Potenzial auf. Die jährlich rund 8 Mio. ausländischen Besucher kommen überwiegend

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Verkehr

Rumänien ist ein wichtiges Transitland zwischen der EU, den Schwarzmeerstaaten und dem Nahen Osten. Die Verkehrsinfrastruktur ist

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Geschichte

Zur Vorgeschichte Südosteuropa.

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Geschichte bis 1862

Das heutige Rumänien umfasst im Wesentlichen die historischen Gebiete der ehemaligen Donaufürstentümer Moldau und Walachei sowie Siebenbürgen. Vor 1862 sowie 1918/19 kann man nur von einer Geschichte der von Rumänen bewohnten Gebiete (dazu auch Bessarabien und die Bukowina) beziehungsweise einer Geschichte der Rumänen sprechen.

Die ältesten, ethnisch klar einzuordnenden Bewohner des heutigen Rumänien sind die nordthrakischen Daker und Geten, die seit dem 1. Jahrhundert v. Chr. unter Burebista (70–44 v. Chr.) in einem Königreich organisiert waren. Es erreichte seine Blüte unter König Decebalus

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Fürstentum und Königreich (1862–1945/47)

Der Wunsch der in den Donaufürstentümern geschaffenen Vertretungskörperschaften (»Divan ad hoc«), beide Territorien unter einem erblichen Fürsten zu vereinen, führte 1859 in beiden Fürstentümern zur Wahl von Oberst A. I. Cuza (Hauptstadt der vereinigten Donaufürstentümer: Jassy); als Fürst Alexandru Ioan I. proklamierte er am 24. 1. 1862 die Vereinigung unter dem Namen Rumänien (Hauptstadt: Bukarest) und führte tief greifende Reformen durch.

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Alexandru Ioan I. Cuza

Alexandru Ioan I. Cuza führte in Rumänien viele grundlegenden Reformen durch, gründete Universitäten und modernisierte das

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Volksdemokratie und kommunistische Herrschaft (1945/47–89)

Von den westlichen Mächten allein gelassen (Churchill-Stalin-Vereinbarung, Moskau 9. 10. 1944), erfolgte eine rasche Umgestaltung zur »Volksdemokratie«; am 6. 3. 1945 wurde Michael gezwungen, eine Koalitionsregierung der »Nationaldemokratischen Front« unter P. Groza (1945–52) einzusetzen, in der die Kommunistische Partei (KP) zu immer größerem Einfluss gelangte. Die am 23. 3. 1945 verkündete Agrarreform löste zunächst den Großgrundbesitz auf und bereitete den Weg für die Kollektivierung (im März 1962 abgeschlossen). Nach Ausschaltung aller oppositionellen Kräfte 1946–47 (u. a. Prozess gegen Maniu) und

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Rumänien nach dem Ende der Diktatur (seit 1989)

Der am 22./28. 12. 1989 gebildete Rat der FSN unter Iliescu hob u. a. die Umsiedlungsgesetze auf und kündigte freie Wahlen an; zugleich wurde der Staatsname abgeändert (Republik Rumänien; vorher Sozialistische Republik Rumänien). Noch Ende 1989 entstand die traditionsreiche Nationale Bauernpartei wieder (ursprünglich gegründet 1926, 1947 verboten; zentrale Persönlichkeit C. Coposu), sie verband sich mit der Christlich-Demokratischen Partei zur Nationalen Bauernpartei – Christdemokraten (PNTCD) und entwickelte sich später zur Hauptkraft der Rumänischen Demokratischen Konvention (CD beziehungsweise CDR); in der Folge entstanden bis zu 150

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Außenpolitik

1991 verurteilte das rumänische Parlament einstimmig die Annexion Bessarabiens (1940) durch die UdSSR (Moldawien). Die unterschiedlichen Auffassungen über die Rechtsstellung der Rumänienungarn belasteten bis zum Abschluss eines ungarisch-rumänischen Grundvertrages (1996) die bilateralen Beziehungen; das ungarische Statusgesetz (in Kraft seit1. 1. 2002) zur Unterstützung v. a. der Rumänienungarn fand erst Ende 2001 die Zustimmung Rumäniens, blieb aber  – wie in der Slowakischen Republik und in der EU – umstritten. Dennoch wurde Ende November 2002 eine Erklärung

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Kultur

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Bildergalerie

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Rumänien: Karpaten

Ein Teil der Karpaten liegt in Siebenbürgen. Im Bild der Ort

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Quellenangabe
Brockhaus, Rumänien. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/rumänien