Bulgarien, amtlich bulgarisch Republika Balgarija, deutsch Republik Bulgarien, Staat in Südosteuropa

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Landesporträt

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Bulgarien: Flagge

Die Flagge von Bulgarien, eine weiß-grün-rote Trikolore,

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Geografie

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Landschaft

Bulgarien grenzt im Osten an das Schwarze Meer, im Südosten an den europäischen Teil der Türkei, im Süden an Griechenland, im Südwesten an die Republik Nordmazedonien, im Westen und Nordwesten an Serbien sowie im Norden an Rumänien.

Bulgarien liegt im Osten der Balkanhalbinsel und erstreckt sich bis 520 km von Osten nach Westen und bis 320

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Klima

Bulgarien wird in Abhängigkeit von Lage und Höhenstufung durch kontinentales, mediterranes, Gebirgs- und Schwarzmeerklima geprägt, jedoch ist der größte Teil des Landes kontinental beeinflusst. Heiße trockene Sommer

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Vegetation

Die ursprüngliche natürliche Vegetation bestand vor allem aus Laubwäldern (Hainbuche, Eiche, Ahorn,

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Von den Bewohnern sind 77 % Bulgaren, 8 % Türken (vor allem in den östlichen Rhodopen), 4 % Roma (nach anderen Quellen etwa 10 % der Bevölkerung) sowie Angehörige anderer Minderheiten (Russen, Armenier,

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Religion

Die Verfassung (Artikel 13) garantiert die Religionsfreiheit, hebt dabei das orthodoxe Christentum als die »traditionelle Religion Bulgariens« hervor, schreibt die Trennung von Staat und Religion als Verfassungsgrundsatz fest und verpflichtet (Artikel 37) den Staat zu religiöser

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Politik und Recht

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Politik

Die Verfassung vom 12. 7. 1991 (mehrfach modifiziert) definiert Bulgarien als parlamentarische Republik; sie enthält einen Grundrechtskatalog (ergänzt durch ein Antidiskriminierungsgesetz von 2003). Staatsoberhaupt, Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsrates und Oberbefehlshaber der Streitkräfte ist der Präsident

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge ist horizontal Weiß über Grün über Rot gestreift. 

Das Wappen vom 31. 7. 1997

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Parteien

Seit das verfassungsmäßig garantierte Führungsmonopol der Bulgarischen Kommunistischen Partei (BKP) 1990 aufgehoben wurde, hat sich in Bulgarien

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Gewerkschaften

Rund ein Fünftel der Arbeitnehmer sind gewerkschaftlich organisiert. Zu den größten

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Militär

Die Streitkräfte befinden sich in einer Umstrukturierungsphase; 2008 wurde die Wehrpflicht

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Verwaltung

Bulgarien ist administrativ auf regionaler Ebene in 28 Gebiete (Oblasti) gegliedert.

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Recht

Gesetzliche Grundlage des Gerichtsaufbaus ist das Gesetz über die Recht sprechende Gewalt (1994), das

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Bildungswesen

Es besteht allgemeine Schulpflicht im Alter von 7 bis 16 Jahren.

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Medien

Die Abhängigkeit der Medien von unternehmerischen und politischen Interessen ist hoch. »Reporter ohne Grenzen« setzte Bulgarien 2015 in der EU auf den letzten

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Durch die nach 1945 einsetzende Industrialisierung entwickelte sich Bulgarien von einem Agrarland zu einem Industriestaat mit einem weiterhin starken landwirtschaftlichen Sektor. 1990 begann die Transformation der zentral gesteuerten Planwirtschaft sowjetischen Typs zu einer marktwirtschaftlich verfassten Ökonomie, die zunächst einen gesamtwirtschaftlichen Niedergang zur Folge hatte. Der Übergang gestaltete sich wesentlich

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Landwirtschaft

In der Landwirtschaft sind etwa 7 % der Erwerbstätigen beschäftigt; sie erwirtschaftet (2015) 5,1 % des BIP. Die landwirtschaftliche Nutzfläche, die einen Anteil von etwa 46 % an der Gesamtfläche Bulgariens hat, wird zu 68,4 % von Ackerland, zu 27,6 % von Wiesen und Weiden sowie zu

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Bodenschätze

Bulgarien besitzt nur wenig mineralische Rohstoffe. Von größerer Bedeutung sind die

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Energiewirtschaft

Die Primärenergieerzeugung beruht vorrangig auf fossilen Brennstoffen (78,5 %), wobei der Anteil

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Industrie

In der Industrie (einschließlich Bergbau und Bauwirtschaft) sind etwa 30 % der Erwerbstätigen beschäftigt; ihr Anteil am BIP beträgt (2015) 27,6 %.

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Tourismus

Nachdem die Zahl der ausländischen Touristen während der 1990er-Jahre deutlich abgenommen hatte, konnte sich der Tourismus als wichtiger Wirtschaftszweig erneut etablieren. 2015

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Verkehr

Bulgarien ist durch seine geografische Lage ein wichtiges Transitland, durch das mehrere europäische Transportkorridore verlaufen.

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Geschichte

Das Gebiet des heutigen Bulgarien war im Altertum Teil der historischen Landschaft Thrakien. Von den aus griechischen Schriftquellen bekannten thrakischen Stämmen siedelten die Triballer im westlichen Bulgarien und östlichen Serbien, die Serden in der Gegend rund um Sofia, die Odrysen rund um Stara Sagora und die

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Erstes Bulgarisches Reich (681–1018)

Nach der Eroberung der zum Byzantinischen Reich gehörenden Dobrudscha (Scythia Minor) gründete Khan Asparuch 679 das Erste Bulgarische Reich, das 681 von Byzanz anerkannt wurde. Mehrere Abkommen mit Byzanz, unterbrochen von heftigen Kriegen, sicherten die Existenz dieses slawobulgarischen Reiches (einer kleinen Oberschicht bulgarischer Eroberer über eine slawisch-bäuerliche Bevölkerung) mit der Hauptstadt Pliska (681–893). Bereits Khan Terwel (701–718) erhielt von dem byzantinischen Kaiser Justinian II. den Caesarentitel. Thronstreitigkeiten

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Zweites Bulgarisches Reich (1185/87–1393/96)

Assen (1187–96) und sein Bruder Kalojan (1197–1207) konnten das Bulgarenreich mit dem Zentrum Tarnowo (1186–1393) nach Thrakien und Makedonien ausdehnen, 1202 die Anerkennung durch Byzanz erreichen und 1204 eine Union mit der römischen Kurie erzielen, die Kalojan den Königstitel und dem bulgarischen Patriarchen die

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Bulgarien unter der Türkenherrschaft (1396–1878)

Das eroberte Bulgarien wurde dem Beglerbeg von Rumelien mit dem Sitz (bis 1836) in Sofia unterstellt und in fünf Sandschaks eingeteilt (Widin, Nikopol, Silistra, Makedonien, Thrakien). Durch die Ansiedlung anatolischer Kolonisten und der halbnomadischen Jürüken (kleinasiatische Viehzüchter) sollten die Bevölkerungsverluste ausgeglichen werden. Der einheimische Adel wurde sozial und wirtschaftlich nivelliert sowie durch türkische Spahis ersetzt (Timarsystem); die gesamte Bevölkerung wurde hoch

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Fürstentum und Königreich Bulgarien (1878 bis 1944/46)

Im Vorfrieden von San Stefano (3. 3. 1878; seit 1988 Nationalfeiertag) wurde ein großbulgarischer Staat geschaffen, der außer dem Kernland auch den Zugang zur Ägäis mit dem größten Teil von Makedonien und Thrakien umfassen sollte. Unter britischem und österreichischem Einfluss reduzierte der Berliner Kongress (1. 7. 1878) dieses russische Diktat auf die Teilung Bulgariens in ein autonomes, dem Sultan tributpflichtiges Lehnsfürstentum Bulgarien, bestehend aus Mösien und dem Sandschak Sofia, sowie die einem christlichen Gouverneur unterstellte, aber unmittelbar türkischer Oberhoheit unterworfene Provinz Ostrumelien

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Die Volksrepublik Bulgarien (1946–1989/90)

Am 15. 9. 1946 wurde die Monarchie (Referendum vom 8. 9.) abgeschafft und die Volksrepublik ausgerufen. Nach den Wahlen vom 18. 11. 1945 (88,2 % der Stimmen für die von der KP bestimmte Vaterländische Front) beziehungsweise 27. 10. 1946 (70 % der Stimmen) konnte die Bulgarische KP (seit 1948; Abkürzung BKP) unter Führung von Generalsekretär Dimitrow (1944–49; seit 1945 im Land, ab November 1946 auch Ministerpräsident) Bulgarien in eine Volksdemokratie kommunistischer Prägung umwandeln (u. a. 12. 3. 1946 Bodenreformgesetz, Dezember 1947 Nationalisierung der Industrie und der Banken). Die

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Die parlamentarisch-demokratische Republik Bulgarien (seit 1990)

Die seit 1946 ersten freien Wahlen am 10./17. 6. 1990 gewann die aus der BKP hervorgegangene BSP unter Vorsitz von Lukanow mit einer absoluten Mehrheit der Sitze; am 10. 7. trat in Weliko Tarnowo erstmals die neue Volksversammlung zusammen. Nach dem Rücktritt des am 3. 4. 1990 vom Parlament nach Abschaffung des Staatsrates zum Präsidenten gewählten Mladenow (6. 7.) wurde am 1. 8. 1990 der Vertreter der SDS, S. Schelew, Staatspräsident und am 12./19. 1. 1992 in Direktwahl bestätigt (bis 1996). Das Parlament stimmte am 15. 11. 1990

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Kultur

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Bulgarien: Alte Metropolitenkirche

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Quellenangabe
Brockhaus, Bulgarien. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/bulgarien