Mond [althochdeutsch māno, wohl ursprünglich »Wanderer (am Himmel)«], Erdmond, Erdtrabant, der permanent sich der Erde am nächsten befindliche und

(19 von 131 Wörtern)
Möchten Sie Zugriff auf den vollständigen Artikelinhalt?

Astronomische Daten

Elliptische Bahn: Der Mond bewegt sich rechtläufig auf einer nahezu kreisförmigen elliptischen Bahn (Exzentrizität 0,0549), deren Ebene im Mittel um 5° 9 gegen die Ekliptik geneigt ist, um die Erde; beide bewegen sich um ihren gemeinsamen Schwerpunkt, der etwa 1 700 km unterhalb der Erdoberfläche liegt. Dabei nimmt der Mond nach der siderischen Umlaufzeit (siderischer Monat) von 27 d 7 h 43 min 11,5 s bezüglich der Sterne wieder die gleiche Stellung ein. Wegen der gleichzeitigen Erdbewegung führt der Mond dabei eine Pendelbewegung um

(79 von 875 Wörtern)

Topografie und Gesteine

Oberflächenstrukturen: Das nahezu vollständige Fehlen einer Atmosphäre und die Erdnähe lassen auf dem Mond schon mit bloßem Auge helle und dunkle Gebiete ausmachen; mit großen Fernrohren und unter ausgezeichneten Beobachtungsbedingungen lassen sich Gebirgsketten, Krater und Ringgebirge, mit Details bis zu einer Größe von etwa 100 m und einer Erhebung von einigen Metern erkennen. Die dunklen, flachen, tief liegenden Maria (Singular Mare; 33 % der sichtbaren,

(63 von 450 Wörtern)

Aufbau und Entstehung

Innerer Aufbau: Der Mond ist nach der Erde der Körper im Planetensystem, dessen innerer Aufbau am besten bekannt ist. Dazu haben wesentlich jahrelange Untersuchungen mit auf dem Mond stationierten Seismometern beigetragen. Sie lassen einen Schalenaufbau des Monds ähnlich dem der Erde erkennen. Die äußerste Schale, die Mondkruste, besteht hauptsächlich aus feldspathaltigem Terragestein, das bis in eine Tiefe von etwa 1 km infolge von Einschlägen großer anderer Himmelskörper weitgehend zertrümmert ist. Darunter liegen kompaktere Schichten mit vielen Sprüngen und Brüchen. Die Krustenuntergrenze

(80 von 597 Wörtern)

Geschichte der Erforschung

Mondbahn: Der Mond und seine Phasen waren in frühen Kulturen Maß für den Monat und damit auch für den Kalender. Die Mondfinsternisse gaben daneben Anlass zu einer für die Voraussage der Mondörter brauchbaren Berechnung der Mondbahn. Die

(37 von 264 Wörtern)

Religions- und Kulturgeschichte

Religiöse Vorstellungen, Mondgötter: Die Entsprechung der Zyklen von Mond und weiblichem Organismus wie der Wechsel der Mondphasen führten schon früh in der Menschheitsgeschichte zu einer tiefen religiösen Deutung; er stand in Beziehung zur (primär weiblich gedachten) göttlichen Fruchtbarkeit des Lebens und – wegen seines »Verschwindens« (Neumondnächte) – zu dem Geheimnis von Werden und Vergehen beziehungsweise von Tod und Wiedergeburt. Wahrscheinlich wurde diese Kraft des Monds schon seit der jüngeren Altsteinzeit verehrt. Mondsymbole (Sichelform) sind seit frühester Zeit für schamanistische Objekte charakteristisch. In

(80 von 573 Wörtern)

Werke

Weiterführende Literatur:

A. Güttler u. W. Petri: Der Mond. Kulturgeschichte u. Astronomie des Erdtrabanten (1962);
P. Ulivi
(14 von 97 Wörtern)

Quellenangabe
Brockhaus, Mond. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/mond-20