Jemen, Yemen [ˈjeːmən], amtlich arabisch Al-Djumhurijja al-Jamanijja [-d

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Landesporträt

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Jemen: Flagge

Die Flagge von Jemen ist eine horizontal

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Geografie

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Landschaft

Jemen grenzt im Norden an Saudi-Arabien, im Osten an Oman, im Süden an den Golf von Aden und den Indischen Ozean und im Westen an das Rote Meer.

Hinsichtlich Oberflächenformen, Klima und Nutzungsmöglichkeiten lassen sich folgende Landschaften unterscheiden: Längs der Küste des Roten Meeres ziehen sich die von Sanden (zum Teil Dünen) und Kiesen bedeckten Ebenen der Tihama hin, ein 30–60 km breiter, dünn besiedelter Tieflandstreifen mit einigen Fischerdörfern und Hafenplätzen.

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Zitadelle in Zabid

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Klima

Die Tihama gehört zu den heißesten und schwülsten Gebieten der Erde, hat aber nur sehr geringe Niederschläge (unter 100

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Vegetation

Die einst im Gebirge weitverbreiteten Trockenwälder (u. a. mit Balsam und Myrrhe) sind aufgrund jahrtausendelanger

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Tierwelt

Auch die ursprüngliche Tierwelt ist stark dezimiert worden. Stellenweise kommen noch

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Den Hauptteil der Bevölkerung bilden Araber, die in der Küstenebene Tihama wie auch in den Oasen des südlichen Jemen einen stark afrikanischen Einschlag zeigen, der auf die alten Beziehungen zu Ostafrika hinweist. Im Wadi Hadramaut wiederum

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Religion

Die Verfassung bestimmt den Islam zur Staatsreligion, wobei allen Bürgern, unabhängig von ihrem religiösen Bekenntnis, die Gleichheit vor

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Politik und Recht

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Politik

Die durch Referendum vom 15./16. 5. 1991 gebilligte Verfassung (zuletzt 2001 revidiert) bestimmt Jemen als arabische islamische Republik mit Präsidialregime

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge ist in den arabischen Farben rot-weiß-schwarz horizontal gestreift. Sie wurde mit der Vereinigung der beiden jemenitischen Staaten am

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Parteien

Zu den einflussreichsten Parteien gehören der konservative Allgemeine Volkskongress (AVK), der

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Militär

Die Gesamtstärke der Streitkräfte beträgt etwa 67 000, die der paramilitärischen Kräfte

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Verwaltung

Jemen gliedert sich administrativ in 21 Governorate und den Hauptstadtbezirk, die

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Recht

Die islamische Scharia ist Grundlage der Gesetzgebung. Die Gerichtshöfe erster Instanz

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Bildungswesen

Das jemenitische Bildungswesen war lange durch eine geringe Schulbesuchsquote, hohe Fehlzeiten bei Schülern,

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Medien

Die Medienlandschaft ist entlang der politischen Konfliktlinien gespalten. Unabhängige Berichterstattung gibt es kaum. Im Bürgerkrieg ist Gewalt gegen Journalisten

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Die Wirtschaft des Jemen, traditionell ein Agrarland, wird seit Jahren vom Erdölsektor dominiert. Mit einem Bruttonationaleinkommen (BNE) von (2016) 1 040 US-$ je Einwohner gehört

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Landwirtschaft

Der Anteil der Landwirtschaft, in der rd. ein Drittel der Erwerbstätigen beschäftigt ist, am BIP nimmt kontinuierlich ab (2015: 14,7 %). Nur etwa 4 %

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Bodenschätze

In den letzten Jahren hat der Bergbau (Erdölförderung) stetig an Bedeutung gewonnen. Erdöl erbringt den Hauptteil der

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Industrie

Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes am BIP beträgt (2015) nur rd.

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Tourismus

Der Tourismus besitzt ein sehr großes Potenzial (Vielfalt von Landschaften, Architektur,

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Verkehr

Das Straßennetz (Gesamtlänge der befestigten Straßen: 6 200 km) konzentriert sich auf

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Geschichte

Das historische Gebiet von Asir bis Hadramaut im Südwesten der Arabischen Halbinsel (einschließlich Dhofar in Oman), der im Rahmen der vorderasiatischen Trockengebiete begünstigte Jemen, wurde in der Antike von Herodot »Land des Weihrauchs« (hier wurde der Weihrauch gewonnen, der über die sogenannte Weihrauchstraße in den östlichen Mittelmeerraum gelangte), von den Römern Arabia Felix (»Glückliches Arabien«) genannt. Das Wadi

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Nordjemen

Nach den Aufständen von 1904/05 und 1911 mussten die Türken Jahja Ibn Mohammed (* 1876, † 1948; seit 1904 Imam) als Herrscher des nördlichen Jemen anerkennen (1913 weitgehende Autonomie). Mit dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches (1918) wurde Jemen unter Jahja ein selbstständiges Königreich; der Imam selbst nahm den Königstitel an. Im Vertrag von Taif (20. 5. 1934; jeweils nach 20 Jahren zu erneuern) verzichtete Jemen auf

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Südjemen

Zwischen 1882 und 1914 gelang es Großbritannien durch den Abschluss von Schutzverträgen, die zahlreichen Stammesfürstentümer im Hinterland und an der Küste in einem Ostprotektorat Aden (Kernlandschaft Hadramaut) und in einem Westprotektorat Aden (17 Staaten, u. a. das Sultanat von Lahedj) zusammenzufassen; 1937 löste die britische Regierung

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Das vereinigte Jemen

Bemühungen zu einer staatlichen Vereinigung Jemens scheiterten zunächst an ideologischen Gegensätzen. Ein 1972 von beiden Staaten geschlossenes Abkommen über ihren Zusammenschluss wurde bereits 1973 von der Arabischen Republik Jemen gekündigt. Es kam zu Grenzkonflikten und offenen Feindseligkeiten (1970/1971, 1972, 1979, 1981/82). Vereinigungsverhandlungen 1972 (Grundsatzvertrag, erneuert 1979), 1977, 1981 (Koordinierungs- und Kooperationsabkommen; u. a. Einsetzung eines aus den Staatsoberhäuptern bestehenden »Jemenitischen Rates«) und 1989 (Bildung eines Vereinigten politischen Organisationskomitees) führten schließlich am 22. 5. 1990 zum Zusammenschluss zu einem einheitlichen Nationalstaat Jemen (»[Islamische]

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Kultur

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Bildergalerie

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Jemen: Schibam

Schibam im Hadramaut in Ostjemen, die »Hochhausstadt der Wüste«: Rund 500 Hochhäuser

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Quellenangabe
Brockhaus, Jemen. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/jemen