Saudi-Arabien, amtlich arabisch Al-Mamlaka al-Arabijja as-Saudijja, deutsch Königreich Saudi-Arabien, Staat in Westasien, auf der Halbinsel Arabien.

Saudi-Arabien ist eine absolute Monarchie in Vorderasien mit der Hauptstadt Riad. Das Land auf

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Geografie

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Landschaft

Saudi-Arabien umfasst über 70 % der Fläche der Arabischen Halbinsel. Das im Westen von der Küstenebene Tihama

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Klima und Vegetation

Saudi-Arabien liegt im Zentrum des altweltlichen Trockengürtels. Weite Teile des sommerheißen Inneren bleiben oft jahrelang völlig niederschlagsfrei.

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Die Mehrheit der Bevölkerung sind Araber, doch nur 70 % der Einwohner sind Staatsangehörige. Fast jeder Dritte

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Religion

Der sunnitische Islam wahhabitischer Ausprägung, repräsentiert durch das Königshaus, bildet die Grundlage des Staatsverständnisses.

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Politik und Recht

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Politik

Saudi-Arabien ist eine absolute Monarchie ohne gewähltes Parlament; eine geschriebene Verfassung existiert nicht. Am 1. 3. 1992 wurden drei Reformerlasse veröffentlicht, von denen das »Basic Law of Government« Grundzüge einer Verfassung (z. B. Fixierung individueller

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Nationalsymbole

Die Flagge ist die traditionelle Flagge der Wahhabiten, sie wurde 1932 eingeführt, die heutige Gestaltung erhielt sie 1973. Das

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Parteien

Parteien und Gewerkschaften sind nicht zugelassen.

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Militär

Die Gesamtstärke der Freiwilligenarmee beträgt etwa 125 000 Mann. Die unter direktem Kommando des Königshauses stehende

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Verwaltung

Saudi-Arabien ist in 13 Provinzen (seit 1994 zusätzlich in 103 Unterdistrikte)

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Recht

Das Recht folgt dem islamischen Recht der Scharia (hanbalitische Rechtsschule); Koran und Sunna

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Bildungswesen

Das Bildungssystem ist streng islamisch geprägt. Ein staatliches Schulwesen existiert erst seit 1953, seit 2002 ist die Mädchenbildung,

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Medien

Pressefreiheit, Berichterstattung und der Zugang zum Internet sind durch Zensur, Themenverbote und Strafvorschriften stark eingeschränkt.  – Presse: Die Presse befindet sich größtenteils in privater Hand, sie ist jedoch

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Saudi-Arabien verfügt über 16 % der Welterdölvorräte und ist weltgrößter Erdölproduzent. Damit

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Bodenschätze

Seit 1938 fördert Saudi-Arabien Erdöl in der Ostprovinz (zwischen Khafdji und Harrad) und ist heute mit 543,4 Mio. t/Jahr (1982 noch 495 Mio. t), davon rd. 77 % für den Export, der wichtigste Produzent. Es besitzt 36,7

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Energiewirtschaft

Die Versorgung mit Elektrizität ist flächendeckend (Produktionskapazität: 51 150 MW). Die Elektrizitätserzeugung

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Industrie

Aufbauend auf billigster Energie (Erdgas) will Saudi-Arabien ein exportorientiertes Industrieland werden.

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Landwirtschaft

Von kleinteiliger Oasen- und (im Asirgebirge) Terrassenlandwirtschaft hat sich die Produktion zu agroindustriellen Betrieben im Zentrum des Landes (Riad, Qassim, Hail) verlagert. Mit modernen

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Fischerei

Entlang der 2 250 km langen Küste fängt die staatliche Fischereigesellschaft 80 800 t

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Tourismus

Obwohl fast 20 Mio. Menschen jährlich die Staatsgrenzen überschreiten und zusätzlich 1,8

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Außenwirtschaft

Durch die Exporterlöse aus dem Erdöl (2013: 314,6 Mrd. US-$) erwirtschaftete Saudi-Arabien

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Verkehr

Die Eisenbahnlinie Dammam–Riad über Harrad (seit 1953; 556 km, abkürzende Neubaustrecke für den Personenverkehr seit 1985 mit insgesamt 449 km) ist die Hauptstrecke. Ein Wiederaufbau der Hidjasbahn Amman–Medina

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Geschichte

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Staatsgründung

Bis zum 18. Jahrhundert Arabische Halbinsel. – In enger Verbindung mit der islamischen Reformbewegung der Wahhabiten schufen Mohammed Ibn Saud († 1765) und sein Sohn Abd al-Asis I. († 1803) im Innern der Arabischen Halbinsel einen Staat (Hauptstadt seit 1821: Riad), der zeitweilig über sein Ursprungsgebiet, die Landschaft Nedjd, hinausreichte. Im Auftrag des Osmanensultans Mahmud II.

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Machtfaktor im Nahen Osten

Nach dem Tod von Ibn Saud bestieg sein Sohn Saud (Ibn Abd al-Asis; * 1902, † 1969) 1953 den Thron. Mit seinem aufwendigen Lebensstil geriet er innenpolitisch in Rivalität zu seinem Bruder, Kronprinz Feisal (Ibn Abd al-Asis Ibn Saud), der ihn ab 1962 politisch immer stärker in den Hintergrund drängte und schließlich entmachtete (1964). Als König öffnete Feisal Saudi-Arabien vorsichtig dem westlichen Lebensstil (enge Kooperation

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Zwischen Modernisierung und Islamismus

Innenpolitisch wuchsen unter König Fahd (Ibn Abd al-Asis; seit 1982) Hoffnungen auf eine Liberalisierung; politischen Reformforderungen kam dieser aber nur begrenzt entgegen (u. a. ab 1993 Einrichtung eines Konsultativrates). Nach der Besetzung Kuwaits durch den Irak am 2. 8. 1990 wurde Saudi-Arabien zum Aufmarschgebiet einer multinationalen Streitmacht und ließ damit zum ersten Mal fremde, auch nicht islamische Truppen ins Land. Nach dem 2. Golfkrieg 1991 wurde die Armee rasch vergrößert. Seitdem

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Neuausrichtung und regionale Konflikte

Der Arabische Frühling erfasste auch Saudi-Arabien. Verschiedene Bevölkerungsgruppen forderten trotz Demonstrationsverbots politische und wirtschaftliche Reformen. König Abdallah kündigte daher zusätzliche Finanzmittel für höhere Gehälter im Staatsdienst, den Wohnungsbau und zur Unterstützung junger Arbeitsloser an. Daneben berief er 2013 30 Frauen in den 150 Mitglieder zählenden Konsultativrat. Mit diesen Maßnahmen wollte die Staatsführung weitere innenpolitische Proteste vermeiden. Das gelang im Fall der schiitischen Bevölkerungsminderheit jedoch nicht; sie beklagte insbesondere Diskriminierung und die Zerstörung ihrer Moscheen. Bei Zusammenstößen mit der Polizei kamen

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Kultur

In vorislamischer Zeit hatte das heutige Saudi-Arabien an der Küste des Persischen Golfs an der mesopotamischen Golfkultur (altarabische Kunst) des Altertums Anteil. Der Norden lag um die Zeitenwende im Einflussbereich des Nabatäerreichs. Zeugnisse der nabatäischen Kunst sind die monumentalen Felsengräber der antiken Handelsmetropole Hegra (Al-Hijr, heute Mada'in

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Literatur

Lohlker, R., Dieœ Salafisten. Der Aufstand der Frommen, Saudi-Arabien und der Islam (München 2017)
Pattnaik, J.
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Quellenangabe
Brockhaus, Saudi-Arabien. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/saudi-arabien