Japan, Nippon, amtlich japanisch in lateinischen Buchstaben Nihon Koku [»Land der aufgehenden Sonne«], Staat in Ostasien, besteht

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Staat und Recht

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Verfassung

Nach der am 3. 11. 1946 verkündeten Verfassung (seit 3. 5. 1947 in Kraft; mit Änderungen) ist Japan eine parlamentarisch-demokratische Monarchie. Die Verfassung bekennt sich zu den Idealen des Friedens, der Demokratie, der

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Recht

An der Spitze der Gerichtsbarkeit steht der Oberste Gerichtshof, der sich einschließlich des Präsidenten aus 15 Richtern zusammensetzt. Das Gericht ist oberste Revisionsinstanz und oberstes Organ

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Flagge und Wappen

Die Nationalflagge (die Hausflagge der Shōgun-Dynastie Tokugawa) wurde 1854 erstmals gehisst,

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Nationalfeiertag

Ein nationaler Feiertag ist der Geburtstag des jeweiligen Kaisers (seit 1990:

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Verwaltung

Japan wird als Einheitsstaat zentral verwaltet. Es ist gegliedert in 44

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Parteien

Das japanische Mehrparteiensystem ist durch zahlreiche Neugründungen, Abspaltungen beziehungsweise Polarisierungen geprägt. Einflussreichste Kraft ist die konservative, wirtschaftsnahe Liberaldemokratische Partei

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Gewerkschaften

Erste Gewerkschaften wurden in Japan gegen Ende des 19. Jahrhunderts gegründet.

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Bildungswesen

Es besteht allgemeine Schulpflicht im Alter von 6 bis 15 Jahren und mit dem Kindergarten ein für alle Kinder ab drei Jahren offenes Vorschulangebot (nicht obligatorisch). Das heutige Einheitsschulsystem mit

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Medien

Meinungs- und Pressefreiheit sind garantiert und werden respektiert, doch sind die Möglichkeiten zur Informationsbeschaffung teilweise eingeschränkt. Kritik an Regierung und Kaiserhaus ist nicht üblich. – Presse: Japan ist eine stark medienorientierte Gesellschaft mit einem der weltgrößten Märkte für Zeitungen.

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Streitkräfte

Nach der japanischen Verfassung ist die Aufstellung von Streitkräften untersagt. Infolge des Koreakrieges wurde jedoch 1950 eine Polizeireserve (75 000 Mann) gebildet, aus der

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Landesnatur

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Landschaft

Geologisch und tektonisch stellen die japanischen Inseln die Gipfelreihe eines kompliziert gebauten Gebirgsbogens dar, der im Osten aus dem 6 000–9 000 m tiefen Pazifik (Ramapotiefe 10 340 m unter dem Meeresspiegel) steil aufsteigt und im Westen bis 3 000 m unter den Wasserspiegel des Japanischen Meeres einfällt. Wo der Inselbogen am weitesten ozeanwärts ausschwingt, wird er von der Depression der Fossa Magna (Großer Graben), einer kompliziert gebauten aktiven Horizontalverschiebungszone, durchquert. Sie scheidet das buchtenarme Nordostjapan von dem reich gegliederten Südwestjapan und bildet mit den ihr anliegenden

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Klima

Breitenlage und Monsun bestimmen das Bild des Wetterablaufs in Japan, das differenziert wird durch die Inselgestalt selbst, die reiche horizontale und vertikale Gliederung und durch die Meeresströmungen. Die Großwetterlage

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Vegetation

Die Vegetation Japans ist Bestandteil der ostasiatischen Florenregion. Der Norden und die Höhenlagen über 1 800 m über dem Meeresspiegel werden geprägt durch borealen Nadelwald (Tannen, Fichten, Japanzedern u. a.) sowie

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Tierwelt

Da Japan zur paläarktischen Faunenregion gehört, ist seine Tierwelt der europäischen verwandt. In der letzten Eiszeit war Japan Refugium für viele vom Eis verdrängte Arten. Einige konnten ihre ursprünglichen Areale

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Bevölkerung und Religion

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Bevölkerung

Die Bevölkerung besteht fast ausschließlich aus Japanern. Die Ainu, die ersten Bewohner des Landes, zählen noch rund 50 000 Angehörige auf Hokkaido. Stärkste ausländische Gruppe sind die Chinesen, gefolgt von den Koreanern. Japans Bevölkerung ist leicht rückläufig (– 0,19 % im Jahr). Die sehr hohen Geburtenraten der Nachkriegszeit (3,4 %) wurden durch ein gezieltes Familienplanungsprogramm und gesetzliche Regelungen zur Geburtenkontrolle stark verringert und langfristig gesenkt (Geburtenrate 2016: 0,8 %) bei gleichzeitig stark sinkender Sterberate (2016: 1,0 %). Das größte Bevölkerungsproblem Japans ist die Überalterung, die rascher

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Religion

Die in der Verfassung (Artikel 20) garantierte Religionsfreiheit wurde erstmals 1889 gewährleistet (Artikel 28) und schützte religiöse Bekenntnisse, »die sich als nicht nachteilig für Frieden und Ordnung der Gesellschaft« erwiesen. Die Sonderstellung des Shintō (Shintoismus), der seit 1868 den offiziellen Staatskult Japans bildete, blieb jedoch bis zur Trennung von Staat und Religion durch die Verfassung von 1946 erhalten. Diese beschreibt den Kaiser – im Unterschied

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Wirtschaft und Verkehr

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Wirtschaft

Japan hat sich seit den 1960er-Jahren nach den USA zur zweitgrößten Wirtschaftsmacht entwickelt, wurde jedoch 2010 in dieser Position von China überholt. 2017 betrug das Bruttonationaleinkommen (BNE) 38 550 US-$ je Einwohner. Japan ist das einzige nicht westliche Land unter den führenden Industrienationen und zunehmend vom asiatischen Wirtschaftsraum abhängig. Etwa 50 % des japanischen Außenhandels finden in dieser

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Dienstleistungssektor

Japan ist auf dem Weg zu einer Dienstleistungsgesellschaft. Der Anteil des Dienstleistungsbereichs

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Industrie

Japan gilt gegenüber den westlichen Industriestaaten als Spätentwickler bei der Industrialisierung seiner Wirtschaft, doch spätestens seit Mitte der 1970er-Jahre zählt Japans Industrie zu den wettbewerbsfähigsten

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Bodenschätze

Der Bergbau hat in Japan eine untergeordnete Position und wurde im

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Energiewirtschaft

Bei seiner Energieversorgung ist Japan in hohem Maße auf Einfuhren angewiesen; über 90 % des primären Energiebedarfs müssen importiert werden. Wichtigster Energieträger für

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Landwirtschaft

Die Landwirtschaft spielt für Japans Wirtschaft eine immer geringere Rolle, ihr Beitrag zum BIP beträgt (2014) 1,2 %, sie beschäftigt nur rd. 3 % der Erwerbstätigen (1980: 9,6 %). Die meisten betreiben die Landwirtschaft nur als Nebenerwerb.

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Forstwirtschaft

Rund zwei Drittel der Landesfläche Japans sind bewaldet, davon sind über 40 % aufgeforstete

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Fischerei

Japan zählt immer noch zu den größten Fischereinationen der Welt obwohl die Fischereiproduktion seit den 1990er-Jahren stark zurückgegangen ist. Die Fangmenge beträgt (2013) 4,3 Mio. t. Die japanische Fischerei

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Tourismus

Bei der Zahl der Auslandsbesucher liegt Japan im Vergleich mit anderen Industrieländern

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Außenwirtschaft

Der Aufstieg Japans zur drittgrößten Wirtschaftsnation der Welt ging mit einer zunehmenden Integration in die Weltwirtschaft einher. Seit den 1990er-Jahren veränderten sich die Warenstruktur

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Verkehr

Die Verkehrsinfrastruktur in Japan ist trotz der teilweise schwierigen geografischen Vorraussetzungen relativ gut ausgebaut. Das Straßennetz hat eine Gesamtlänge von 1,3 Mio. km, davon sind 8 400 km Autobahnen. Die Straßen verbinden nicht nur die wirtschaftlichen Zentren, sondern reichen bis zu den peripher gelegenen Regionen im Norden Honshūs und auf der Insel Kyūshū im Süden. Beim Personenfernverkehr nimmt die Bedeutung der Kraftfahrzeuge stetig

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Geschichte

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Vor- und Frühgeschichte

Das Territorium des heutigen Japan war möglicherweise schon vor etwa 150 000–100 000 Jahren bewohnt (Hominiden vom Typ Peking- beziehungsweise Javamensch). Genaue Aussagen über den Beginn der ständigen Besiedlung der japanischen Inseln, den Verlauf der Einwanderung und die Herkunft der Inselbewohner sind nur schwer zu treffen. Die zahlreichen Gegenstände der materiellen Kultur, die von ihren als Jäger, Fischer und Sammler lebenden Trägern gefunden wurden, lassen jedoch eine Gliederung der vorgeschichtlichen Periode zu. Neueste archäologische Funde bezeugen paläolithisches

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Das Zeitalter des Hofadels (um 600 bis 1185)

Das Jahrhundert der Reformen (um 600 bis gegen 700): Shōtoku-taishi förderte den Buddhismus und seine Verbreitung nachdrücklich. Er gründete den Tempel Hōryūji und gilt als Initiator der zu seiner Zeit einsetzenden Reformen: Die Regierungsspitze wurde umgebildet, Verwaltungseinrichtungen geschaffen, die chinesische Zeitrechnung eingeführt, Chroniken angelegt und der Gesandtschaftsverkehr mit China intensiviert. Shōtoku-taishi gilt auch als Autor der »Verfassung in 17 Artikeln« (604). Bald nach seinem Tod und dem von Soga no Umako (626) führten die Gegensätze zwischen Soga no Umakos Nachkommen

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Die Herrschaft der Shōgune (1192–1868)

Kamakurashōgunat (1192–1333): Noch während des Krieges hatte Minamoto no Yoritomo (Shōgun seit 1192) begonnen, eine eigene Administration (»Zeltregierung«, japanisch Bakufu) mit Kamakura als Zentrum aufzubauen. Immer mehr Krieger stießen zu ihm. Er fügte sie in ein neu geschaffenes Vasallensystem ein. Nach dem Sieg von 1185 setzte er in allen Provinzen Militärgouverneure ein, in die Shōenländereien kamen seine Vögte. Damit war die Grundlage für eine feudalistische Staatsorganisation gelegt. Im Norden, in der Provinz Mutsu mit der Hauptstadt Hiraizumi, saßen jedoch noch

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Das moderne Japan

Die Erneuerung (ab 1868): Kaiser Mutsuhito gab seiner Regierungszeit den Namen »Meiji« (Erleuchtete Regierung) und verlegte 1869 seinen Sitz in die 1868 von Edo in Tokio (»Östliche Hauptstadt«) umbenannte neue Hauptstadt Japans. Der ihn umgebende Kreis fortschrittlich eingestellter Berater, von denen sich einige zu zeitweiligen Studien im Ausland (USA und Europa) aufhielten, setzte eine Reihe von tief greifenden Reformen in Gang, die zusammenfassend als Meijierneuerung (auch Meijirestauration) bezeichnet werden. Die soziale und wirtschaftliche Ordnung, das Rechtswesen, die Verwaltung, die Währung,

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Informationen zur japanischen Kultur

Informationen zur japanischen Kultur:

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Weitere Medien

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Drei-Affen-Motiv von Nikkö

Nichts hören, nichts sagen, nichts

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Quellenangabe
Brockhaus, Japan. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/japan