Armenien, amtlich armenisch Hayastani Hanrapetut'yun, deutsch Republik Armenien, Binnenstaat im Süden

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Landesporträt

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Armenien: Flagge

Die Flagge von Armenien, die aus drei

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Geografie

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Landschaft

Armenien grenzt im Norden an Georgien, im Nordosten, Osten und Südosten an Aserbaidschan (im Süden an dessen Autonome Teilrepublik Nachitschewan), im Südosten an den Iran sowie im Westen und Südwesten an die Türkei.

Armenien ist ein stark

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Klima

Obwohl in der subtropischen Zone gelegen, hat das Klima besonders im Armenischen Hochland kontinentalen Charakter mit strengen Wintern und

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Vegetation

Die niedriger gelegenen Teile der mittleren Araratebene, die als Winterweide genutzt werden, weisen Halbwüstenvegetation

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Armenien ist der Staat Kaukasiens mit der größten ethnischen Homogenität. 98 % der Bewohnern sind Armenier. Minderheiten bilden Kurden, Russen, Ukrainer, Assyrer, Griechen und Angehörige anderer Nationalitäten. Der blutige Konflikt um das von Armeniern bewohnte, aber zu Aserbaidschan

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Religion

Die Verfassung (Artikel 23) garantiert die Religionsfreiheit. Die Religionsgemeinschaften unterliegen der Pflicht der staatlichen Registrierung durch den der Regierung beigeordneten »Rat für religiöse Angelegenheiten«. Grundlage der staatlichen Religionspolitik ist das 1991

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Politik und Recht

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Politik

Nach der am 5. 7. 1995 per Referendum verabschiedeten Verfassung war Armenien eine präsidiale Republik mit Mehrparteiensystem. Mit zwei in weiteren Referenden am 27. 11. 2005

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge zeigt in gleichmäßigen horizontalen Streifen die Farben Rot über Blau über

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Recht

Die Rechtsordnung wurde im Rahmen der politischen Transformation grundlegend umgestaltet. Anstelle

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Nationalfeiertag

Der 21. 9. (Tag des Volksentscheids) erinnert an das Referendum für die

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Verwaltung

Armenien ist administrativ in 10 Bezirke (armenisch marzer, Singular marz) und

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Parteien

Seit Einführung des Mehrparteiensystems hat sich eine instabile, stark von Gründungs- und/oder Führungspersönlichkeiten geprägte,

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Gewerkschaften

Im Gewerkschaftsbund Armeniens sind rund 20 Einzelgewerkschaften vertreten.

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Bildungswesen

Es besteht allgemeine Schulpflicht ab dem 7. Lebensjahr und ein für alle Kinder ab 2 Jahre offenes

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Medien

Nach der Verfassung und nach den Mediengesetzen besteht Meinungs-, Informations- und Pressefreiheit, eine unabhängige Berichterstattung wird durch staatlichen und wirtschaftlichen Druck aber behindert. Presse: Nur ein geringer Teil

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Militär

Die Gesamtstärke der Armee beträgt etwa 44 800 Mann. Der Wehrdienst dauert

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Die Volkswirtschaft Armeniens ist stark agrarisch geprägt. Die ersten Jahre der politischen Unabhängigkeit nach 1991 waren durch eine schwere Wirtschaftskrise, einen starken Rückgang der wirtschaftlichen Leistung und eine Verschlechterung der

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Landwirtschaft

Die Agrarwirtschaft ist durch eine sehr kleinteilige Struktur gekennzeichnet und erwirtschaftet 19,4 % des BIP. Ungünstige

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Bodenschätze

Armenien verfügt über bergbaulich genutzte Vorkommen an Kupfer-, Molybdän-, Nephelin-, Zink-,

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Energiewirtschaft

Armenien verfügt über keine abbauwürdigen fossilen Energierohstoffe. Die Stromerzeugung erfolgt überwiegend

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Industrie

In der Industrie (einschließlich Bergbau und Bauwirtschaft) werden 28,7 % des BIP erwirtschaftet. Die wichtigsten Branchen sind

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Tourismus

Die in weiten Bereichen noch unberührte Bergwelt und die zahlreichen historischen Stätten mit ihren jahrhundertealten Baudenkmälern (insbesondere

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Außenwirtschaft

Die Außenhandelsbilanz ist seit Jahren defizitär (Einfuhrwert 2015: 3,3 Mrd. US-$,

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Verkehr

Aufgrund des Gebirgsreliefs ist der Bau von Verkehrswegen sehr schwierig und

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Geschichte

Die Araratebene und das Gebiet um den Sewansee wurden zwischen 1100

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Ethnogenese und Namensherkunft

An der Ethnogenese der Armenier (6.–2. Jahrhundert v. Chr.) waren außer hurritisch-urartäischen auch indoeuropäische (v. a. luwische) sowie autochthone kleinasiatische und transkaukasische

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Reiche bis zum Mittelalter – Unter römisch-byzantinischer, persischer und arabischer Vormacht

Im Machtdreieck zwischen Rom, den Parthern und den Seleukiden konnte Armenien trotz wechselhafter Reichsbindungen eine relative Eigenständigkeit behaupten. Die römischen Siege über Antiochos III. (190 v. Chr.) ermöglichten den Armeniern – zunächst unter römischem Schutz – unabhängige Staatsgründungen unter Artaxias (»Armenia maior«; Haupt- oder Großarmenien) und Zariadris (Sophene/»Armenia minor«; Kleinarmenien), die unter Tigranes (um 94–56) zu einem einheitlichen Reich vereint wurden. In der

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Armenier unter osmanischer Herrschaft und im Zarenreich

Nach der Eroberung Konstantinopels etablierte dort Sultan Mehmed II. 1461 ein armenisch-apostolisches Patriarchat als Gegengewicht zum geistlichen Oberhaupt der unterworfenen Byzantiner. Als »Glaubensnation« (Ermeni millet-i) besaßen armenisch-apostolische Christen Autonomie in innerkirchlichen Rechtsangelegenheiten, soweit keine muslimischen Interessen berührt wurden, zahlten aber als Nicht-Muslime Sonder- und Zusatzsteuern und waren rechtlich benachteiligt. Die Wahl der Patriarchen wurde erst mit der Zustimmung des Sultans rechtsgültig.

Osmanische und persische Ansprüche führten zur mehrmaligen Aufteilung des Gebietes zwischen den beiden Mächten (Verträge von Amasya 1555

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Von der eigenständigen zur Sowjetrepublik – Armenien 1918–1990

In der Überlagerung von sozialen und interethnischen Konflikten kam es 1905–07 zu blutigen »armenisch-tatarischen« Unruhen, die 1918 (28. 5.) die Gründung der von den Mitgliedern der Daschnakzutjun (Daschnaken) zunächst dominierten, ab 1919 allein regierten Republik Armenien überschatteten und bis 1920 in Gebietsstreitigkeiten (Sangesur, Karabach, Nachitschewan, Bortschalo) mit Aserbaidschan und Georgien ihre Fortsetzung fanden. Am 29. 11.

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Die unabhängige Republik Armenien

Am 23. 8. 1990 erließ das neu gewählte Parlament Armeniens die Souveränitätserklärung (Umbenennung der Armenischen Sozialistischen Sowjetrepublik in Republik Armenien). In einem Referendum am 21. 9. 1991 sprachen sich 99,3 % der Stimmberechtigten für den Austritt Armeniens aus der UdSSR aus, zwei Tage später wurde vom Parlament die staatliche Unabhängigkeit verkündet; trotzdem wurde Armenien eines der aktivsten Mitglieder der GUS. Die 1989 entstandene Armenische Pannationale Bewegung stieg danach zur einflussreichsten Partei auf. Aus den Präsidentschaftswahlen am 16. 10. 1991 ging L. Ter-Petrosjan als Sieger hervor

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Kultur

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Weitere Medien

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Quellenangabe
Brockhaus, Armenien. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/armenien