Uruguay [ˈʊrugvaɪ, uruˈgvaːi, spanisch

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Landesporträt

Uruguay ist eine Republik an der Ostküste Südamerikas mit der Haupstadt Montevideo. Es ist nach Suriname das kleinste Land Südamerikas und etwa halb so groß wie Deutschland. Uruguay liegt am riesigen Mündungstrichter des Río de la Plata, nach

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Geografie

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Landschaft

Uruguay grenzt im Südosten an den Atlantik, im Süden an den Río de la Plata, im Westen an den Río Uruguay (Grenze zu Argentinien) und im Norden an Brasilien.

Uruguay nimmt den äußersten Süden des

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Klima

Uruguay hat warmgemäßigtes, subtropisches, vollhumides Klima, das sowohl von den feuchten Luftmassen

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Vegetation

Vorherrschend sind die weiten, heute baumarmen oder -losen Grasflächen der Campos,

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Rund 88 % der Bevölkerung sind europäischer Abstammung, den Rest bilden mestizos (deutsch Mestizen) und Nachkommen aus Afrika verschleppter Sklaven. Die indigene Bevölkerung (vor allem Charrúa) war

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Religion

Die Verfassung garantiert die Religionsfreiheit und schließt die Privilegierung von Religionsgemeinschaften seitens des

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Politik und Recht

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Politik

Im Unterschied zu anderen Staaten Lateinamerikas gilt Uruagay als Hort der politischen Stabilität. Die seit dem 19. Jahrhundert andauernde demokratische Entwicklung wurde jedoch durch die Militärdiktatur (1973–85) unterbrochen.

Nach

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge wurde am 16.12.1830 durch das Parlament festgesetzt. Die Flagge ist weiß mit vier blauen horizontalen Streifen; die so entstandenen neun

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Parteien

Das uruguayische Parteiensystem gehört zu den ältesten der Welt. Die bereits

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Gewerkschaften

Im Dachverband Plenario Intersindical de Trabajadores – Convención Nacional de Trabajadores (PIT – CNT, gegründet

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Militär

Die Gesamtstärke der Freiwilligenarmee beträgt etwa 24 000 Mann; die paramilitärischen Kräfte

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Verwaltung

Das Land ist in 19 Departamentos mit beschränkter Selbstverwaltung (eigene Gesetzgebungs-

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Recht

Die Unabhängigkeit der Justiz ist in der Verfassung verankert. An der

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Bildungswesen

Es besteht allgemeine Schulpflicht im Alter von 6 bis 15 Jahren. Die Primarstufe umfasst 6

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Medien

Uruguay ist das Land mit der größten Pressefreiheit in Südamerika. Die Medienlandschaft ist vielfältig, jedoch von wirtschaftlicher Konzentration

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Traditionell bildet der exportorientierte Agrarsektor mit seiner extensiven Viehzucht eine wichtige Säule der Wirtschaft. Vormals eines der wohlhabendsten Länder des Kontinents wechselten seit den 1970er-Jahren Rezession und kurzfristige Wachstumsphasen miteinander ab, zum Teil auch als Folge von Krisen in den

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Dienstleistungssektor

Der Dienstleistungssektor trägt (2016) 64,4 % zum BIP bei und beschäftigt rund 68 % der Erwerbstätigen. Montevideo gilt als einer der

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Landwirtschaft

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Fray Bentos am Río Uruguay. Luftaufnahme der ehemaligen Fleisch-Produktionsstätten; im Vordergrund sind die Hafenanlagen zur Verschiffung der Produkte

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Industrie

Zwar liegt der BIP-Anteil des Industriesektors mit (2016) 28,8 % deutlich höher

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Bodenschätze

Mit Ausnahme geringer Mengen an Gold, Kalkstein, Eisenerz und Feldspat werden

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Energiewirtschaft

Die Energiewirtschaft basiert zu fast zwei Dritteln auf Wasserkraft. Die Elektrizitätserzeugung

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Verkehr

Das gut entwickelte Verkehrsnetz ist auf die Hauptstadt ausgerichtet. Das rd. 1 700 km lange Eisenbahnnetz dient fast ausschließlich

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Geschichte

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Von der Kolonialzeit bis zur Militärdiktatur

Das Gebiet von Uruguay wurde 1516 von dem spanischen Seefahrer Juan Díaz de Solís (* um 1470, † 1516), der als Erster den Río de la Plata befuhr, entdeckt. Die dort lebenden Indianer, die kriegerischen Charrúa, leisteten den Ankömmlingen Widerstand – Díaz de Solís und fast alle seine Begleiter wurden getötet – und verhinderten lange eine Besiedlung des Landes, das unter dem Namen Banda Oriental de Uruguay (»Ostseite des Flusses Uruguay«) von den Siedlern am Südufer des Río de la Plata für Viehzucht genutzt

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Rückkehr zur Demokratie

 Obwohl 1984 das Land durch Generalstreik und Verhängung des Ausnahmezustands erschüttert wurde, fanden nach Verhandlungen zwischen Militärs und Parteien am 25.11.1984 die ersten freien Parlaments- und Präsidentschaftswahlen nach elfjähriger Militärherrschaft statt. Dabei gewann der mit einem gemäßigt sozialdemokratisch orientierten Programm angetretene Partido Colorado knapp, neuer Präsident wurde Julio María Sanguinetti. Mit der Zulassung einer Vielzahl von Parteien und Gewerkschaften setzte sich der Demokratisierungsprozess fort, an dem Sanguinetti wesentlichen Anteil hatte. Ein wirtschaftliches Stabilisierungsprogramm zielte auf Abbau von Arbeitslosigkeit und sozialen

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Kultur

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Koloniale Straße mit Kopfsteinpflaster in Colonia del Sacramento. Die Gassen und die Struktur des historischen Viertels von Colonia del Sacramento in Ururguay zeugen noch heute vom Flair der Kolonialzeit zwischen dem 17. und dem 19. Jahrhundert.

Parallel zur Kolonisierung des Landes und zur Ausrottung der

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Literatur

Borchert, L., Reise Know-How Uruguay (Bielefeld 22017)
Reperger, S., Arbeitsmarktpolitik
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Bildergalerie

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Leuchtturm zwischen den Ruinen des Franziskanerklosters in Colonia del

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Quellenangabe
Brockhaus, Uruguay. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/uruguay-20