Die Regierungszeit Alexanders I. (1801–25) bedeutete für die russische Literatur den

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Romantik

Die Romantik schuf die russische Literatursprache, die endgültig die Zwänge des archaischen Kirchenslawischen überwand, und brachte Werke hervor, die die russische Literatur als ebenbürtig in die Reihe der großen europäischen Nationalliteraturen stellten. Wie im übrigen Europa war die Romantik auch in Russland durch eine antirationale Grundhaltung und durch Aufsprengen der klassizistischen formalen Geschlossenheit bestimmt. Sie nahm Anregungen aus allen europäischen Literaturen auf, vor allem aus der englischen, französischen und deutschen. Ein bedeutender Einfluss ging von dem nach Russland verbannten Polen 

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Realismus

Die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts – die Zäsur liegt um 1840 – wird durch die Prosa bestimmt: Die spröde »Skizze« (Otscherk) der Übergangszeit, charakteristische Form der »natürlichen Schule« mit ihrem Anliegen, Vertreter besonders der unteren sozialen Schichten wahrheitsgetreu darzustellen, trat bald hinter den komplexen Roman zurück. Die großen realistischen Erzähler haben alle diese Phase durchlaufen; sie unterscheiden sich von den Romantikern v. a. durch Themenwahl (aktuelle Probleme der russischen

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Quellenangabe
Brockhaus, Das 19. Jahrhundert. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/russische-literatur/das-19-jahrhundert