Amerikanische Literatur, Bezeichnung für englischsprachige Literatur der Vereinigten Staaten von Amerika.

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Die Anfänge

Die frühesten literarischen Zeugnisse stehen in der Tradition der europäischen Länder, die an der Entdeckung und Besiedlung Amerikas beteiligt waren. Diese Werke verarbeiten Visionen einer

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Frühe Kolonialzeit

Weitgehend isoliert von Kultureinflüssen anderer europäischer Siedler (v. a. der Spanier und Franzosen, die die Entdeckung des Landes besonders in Florida und im Südwesten thematisierten) und der indianischen Bevölkerung (deren kulturelle Zeugnisse erst zu einem späteren Zeitpunkt wahrgenommen wurden), setzten

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Aufklärung

Repräsentativ für die Epoche der Aufklärung ist B. Franklin, der praktische Tätigkeiten als Drucker

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Unabhängigkeitsbewegung

Geistiger Wegbereiter der Unabhängigkeit war v. a. T. Paine mit seinen patriotisch-radikalen Werken (z. B. »Common Sense«, 1776; deutsch »Gesunder Menschenverstand; an die Einwohner von Amerika gerichtet«).

Während der

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19. Jahrhundert

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Romantik

Frühe Erscheinungsformen romantischer Tendenzen entwickelten sich bei P. Freneau, der sowohl Gedichte zur politischen Unabhängigkeit als auch Naturlyrik verfasste.

Nach der politischen Unabhängigkeit entwickelte sich die Romanliteratur zunächst nach europäischem Vorbild (z. B. in W. H. Browns Roman »The power of sympathy«, 1789). Sie ist gekennzeichnet durch eine Mischung

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New England Renaissance

Seit dem 2. Viertel des 19. Jahrhunderts entfaltete sich auf der Grundlage früherer romantischer Strömungen eine häufig als »New England Renaissance« bezeichnete literarische Bewegung, der die wichtigsten Autoren dieser Epoche in unterschiedlicher Weise zugeordnet werden können. Wirtschaftliche Expansion, demokratische Reformen, die Liberalisierung des überlieferten Calvinismus, die intellektuelle Strömung des Transzendentalismus, die selbstständige Verarbeitung europäischer

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Vom Bürgerkrieg bis zur Jahrhundertwende: Realismus, Naturalismus

Ein tiefer Konflikt der amerikanischen Gesellschaft, der bei der Auslösung des amerikanischen Bürgerkrieges eine entscheidende Rolle spielen sollte, die Versklavung der Afroamerikaner, spiegelte sich in unterschiedlicher Weise in der Literatur. Die »slave narratives« (z. B. »Narrative of the life of Frederick Douglass, an American slave«, 1845; Harriet Jacobs, * 1813, † 1897, »Incidents in the life of a slave girl«, 1861, deutsch »Sklavenmädchen. Die Geschichte meiner Befreiung«) schildern den Konflikt aus der Sicht der schwarzen Sklaven selbst.

Seit Mitte des 19. Jahrhunderts erweiterte sich

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20. Jahrhundert

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Bis zum Ersten Weltkrieg

Die Epoche begann mit der Verschärfung der kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Missständen, am direktesten in den (überwiegend journalistischen) Werken der »Muckrakers« (u. a. Ida Minerva TarbellL. SteffensU. Sinclair), aber auch in der fiktionalen Literatur, die immer deutlicher Teil der Weltliteratur wurde.

T. Dreiser führte die Tradition

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Zwischen den beiden Weltkriegen

Einen Einschnitt markierten die raschen Veränderungen in der Folge des Ersten Weltkrieges. Die Metropole wurde zum kulturellen Zentrum. J. Dos Passos entwickelte seine innovative, auch vom Film angeregte Montagetechnik und schuf eine neue Form des realistischen Romans, die den Gefühlen der Auflösung des bürgerlichen Individuums und der Übermacht gesellschaftlicher Gegensätze Rechnung tragen sollte (»Manhattan transfer«, 1925, deutsch; »U.S.A.«, 1930–36, deutsch »USA-Trilogie«). F. S. Fitzgerald verband die historischen Hoffnungen des American Dream mit der Kritik an ihrem Scheitern (»The great Gatsby«, 1925; deutsch

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Seit dem Zweiten Weltkrieg

Die amerikanische Nachkriegsliteratur ist einerseits von großer Produktivität gekennzeichnet, andererseits durch zunehmende Konkurrenz zu den Massenmedien und wachsende Skepsis gegenüber traditionellen Wirklichkeitskonzeptionen geprägt.

Bereits seit den 1940er-Jahren verstand sich die Protestliteratur der Beatgeneration, die auf ältere Bohèmevorbilder zurückgriff, als Alternative zu erstarrten literarischen Traditionen und gesellschaftlichen Zwängen. Als einflussreichste Vertreter dieser Gegenkultur gelten der Lyriker A. Ginsberg, der Romanautor J. Kerouac und der Verfasser experimenteller Prosatexte W. Burroughs.

Eine vielschichtige literarische Auseinandersetzung mit dem Zweiten Weltkrieg fand Niederschlag in naturalistischen Kriegsbeschreibungen (N. Mailer

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Quellenangabe
Brockhaus, Amerikanische Literatur. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/amerikanische-literatur