Ukrainische Literatur ist das Schrifttum in ukrainischer Sprache. 

Die älteste Epoche der ukrainischen Literatur ist

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13. bis 17. Jahrhundert

Der Tatareneinfall 1237–40 und die litauische und polnische Herrschaft verursachten den fast vollständigen Stillstand der literarischen Entwicklung; die Literatur dieser Zeit ist fast ausnahmslos eine kirchenslawisch-ukrainische

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Neuere ukrainische Literatur

Die neuere ukrainische Literatur begann im Zeichen der allgemeinen nationalen Bewusstwerdung in Osteuropa Ende des 18. Jahrhunderts. Bahnbrechend wirkte I. P. Kotljarewsky, der durch seine klassizistische, in der ukrainischen Volkssprache geschriebene »Aeneis«-Travestie (»Enejida«, 1798) die Entstehung der modernen ukrainischen Schrift- und Literatursprache entscheidend förderte. Ihm folgten der Balladen- und Fabeldichter Petro Petrowytsch Hulak-Artemowsky (* 1790, † 1865) und der zum Teil noch Russisch schreibende Novellist H. F. Kwitka-Osnowjanenko, der als Begründer der neueren ukrainischen Prosa gilt.

In den 1830/40er-Jahren des 19. Jahrhunderts bildeten sich national-romantische Dichtergruppen

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Nach 1945

Zweiter Weltkrieg, deutsche Besatzung und Wiederaufbau bestimmten wesentlich die Literatur der 1940/50er-Jahre. O. T. Hontschar und Mychailo P. Stelmach (* 1912, † 1983) bildeten in der »Tauwetter«-Periode eine neue Sicht auf die Geschichte der Ukraine aus, wobei sie den Stalinismus vorsichtig thematisierten. Mit historischen und patriotischen

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1980er-Jahre bis heute

Der eigentliche Durchbruch zur kulturellen Wiedergeburt gelang jedoch erst Ende der 1980er-Jahre, wobei das Organ des ukrainischen Schriftstellerverbandes »Literaturna Ukrajina« führend war. Diese Wochenzeitung publizierte eine Rehabilitierungsrubrik und

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Literatur

M. Voznjak: Istorija ukrajins'koji literatury, 3 Bde. (Lemberg 1920–24; Nachdruck Den Haag 1970);
Istorija ukraïns'koï literatury, hg. v. O. I. Bileckyj, 2 Bde. (Kiew
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Quellenangabe
Brockhaus, Ukrainische Literatur. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/ukrainische-literatur