Englische Literatur, als englische Literatur bezeichnete man lange Zeit die englischsprachige Literatur Großbritanniens und der ehemaligen britischen Kolonien. 

Die Literatur der USA, die amerikanische Literatur, wurde hingegen schon im 19. Jahrhundert als eigenständiger Bereich angesehen, und in der 

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Altenglische Literatur

Als die AngelnSachsen und Jüten im 5. Jahrhundert Britannien besiedelten, brachten sie ihre eigene, mündlich überlieferte Literatur mit, von der kurze Runeninschriften und später aufgezeichnete Heldengedichte, Elegien, Merk-, Segens-, Zauber- und Rätselsprüche zeugen. Eine Schriftkultur entwickelte sich erst im Zuge der Christianisierung (ab 597); die

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Mittelenglische Literatur

Nach der normannischen Eroberung (1066) wurde das Englische als Literatursprache weitgehend durch das Französische der neuen anglonormannischen Führungsschicht verdrängt; die Sprache der Kirche und der Gelehrsamkeit (z. B. an den 1167 bzw. 1209 gegründeten Universitäten von Oxford und Cambridge) blieb indessen das Latein. Unter den Werken in lateinischer Sprache ist vor allem Geoffrey of Monmouths weit verbreitete Chronik »Historia regum Britanniae« (1137) hervorzuheben, eine der Hauptquellen der Artus-Legende. Am englischen Hof und in seinem Umkreis wurde die französischsprachige Literatur gepflegt; neben

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Neuere englische Literatur

Die neuere englische Literatur wird oft in folgende Epochen eingeteilt: frühe Neuzeit (Renaissance, Humanismus, Reformation, Elisabethanisches Zeitalter, Bürgerkrieg und puritanisches Interregnum);

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Renaissance und Humanismus

Renaissance und Humanismus setzten in England, nicht zuletzt wegen der Bürgerkriegswirren des 15. Jahrhunderts, im Vergleich zum europäischen Kontinent mit Verspätung ein und setzten sich gegenüber mittelalterlichen Anschauungen nur zögerlich durch. Für die Verbreitung der neuen Ideen sorgten vor allem Gelehrte und Höflinge, die in Italien studiert hatten (wie T.

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Reformation

Der reformatorische Impuls des englischen Renaissancehumanismus ist vor allem in der Prosaliteratur fassbar. So kritisierte T. More, der als Lordkanzler ein hohes politisches Amt innehatte, in »Utopia« (lateinisch 1516, englisch 1551) die

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Elisabethanisches Zeitalter

Das Elisabethanische Zeitalter (1558–1603), eine Periode erstarkenden nationalen Selbstbewusstseins, wirtschaftlichen Aufschwungs und zunehmender sozialer Mobilität, ist ein Höhepunkt in der Geschichte der englischen Literatur . Die Gedichte der »courtly makers« des frühen 16. Jahrhunderts, die zuvor nur handschriftlich in aristokratischen Kreisen im Umlauf gewesen waren, erschienen nun erstmals in gedruckter Form (vor allem in »Tottel’s miscellany«, 1557; 7 Auflagen bis 1584) und wurden damit einem breiteren Publikum zugänglich.

In den beiden letzten Jahrzehnten des 16. Jahrhunderts wurden Sonettzyklen Mode, die sich

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Stuart-Ära und Interregnum

Anfang des 17. Jahrhunderts, zu Beginn der Stuart-Ära, lassen sich neue Entwicklungen beobachten: Bei Hof erfreuten sich Maskenspiele (»Court masques«) zunehmender Beliebtheit, für die B. Jonson zahlreiche Textvorlagen verfasste (u. a. »The masque of blackness«, 1605) und für die ab 1605 I. Jones seine italienisch geschulte Ausstattungskunst einsetzte. Gleichzeitig machten F. Beaumont und J. Fletcher die Tragikomödie nach italienischem Vorbild populär. Die Tragödien, unter deren Verfassern v. a. J. WebsterC. Tourneur und etwas später J. Ford herausragten, neigten hingegen

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Restauration (»Restoration«)

Nach dem Ende des Interregnums und der Rückkehr der Stuarts aus dem französischen Exil (1660) führten die gesellschaftlichen und religiösen Spannungen und die krisenhafte Instabilität dieser Ära zu einem zunehmenden Engagement der Literatur im öffentlichen Bereich. In »Poems on affairs of state« (der Titel einer erstmals 1697 publizierten Anthologie),

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Klassizismus, Aufklärung, bürgerliche Kultur, »Vorromantik«

Die »Glorreiche Revolution« von 1688–89 schuf durch die Festigung der parlamentarischen Monarchie die Voraussetzungen für die politische Stabilität, derer das Land nach dem Trauma des Bürgerkriegs und den Machtkämpfen der Restaurationszeit bedurfte. 1688–89 war aber auch der Auftakt zu einem allmählichen gesellschaftlichen Wandlungsprozess, der weitreichende Folgen für die Literatur hatte.

Zunächst galt es freilich – in einer Epoche, die sich selbst als Augusteisches Zeitalter (»Augustan age«) begriff –, die Kontinuität zu wahren. Dies zeigte sich vor allem in

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Die schottische Literatur im 18. Jahrhundert

Seit der Vereinigung der Kronen von England und Schottland durch die Thronbesteigung von Jakob I. 1603 war London zum Zentrum des kulturellen Lebens der britischen Inseln geworden. Nach dem

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Romantik

Die englische Romantik entwickelte sich zur Zeit eines weitreichenden historischen und sozialen Wandels, dessen Motoren die Französische Revolution, die Napoleonischen Kriege sowie die agrarische und industrielle Revolution mit ihren Begleiterscheinungen (Landflucht, Urbanisierung, Entstehung eines Industrieproletariats, Massenelend) waren. Angesichts dieser Situation und der Erfolge der Naturwissenschaften, der Nationalökonomie und der utilitaristischen Philosophie sah sich die Literatur zunehmend in ihrer gesellschaftlichen Bedeutung marginalisiert, nahm aber zugleich für sich

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Viktorianische Literatur

Im viktorianischen Zeitalter (Königin Viktoria: 1837–1901) setzte sich der gesellschaftliche Wandel, der um die Mitte des 18. Jahrhunderts begonnen hatte, beschleunigt fort. Am Ende des 19. Jahrhunderts war – nach vielen ökonomischen und politischen Krisen und Reformen – aus dem von einer aristokratischen Führungsschicht beherrschten Agrarstaat ein urbanisierter Industrie- und Verwaltungsstaat geworden, in dem die bürgerliche Mittelschicht die dominante gesellschaftliche und politische Kraft war. In London und den Industriestädten war zudem im Zuge des rapiden Bevölkerungswachstums ein breites und in

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Die Moderne

Die literarische Moderne – eine internationale, vor allem in großen Weltstädten beheimatete Bewegung, die auch Musik und bildende Kunst erfasste – setzte in England als Reaktion gegen den viktorianischen Formenkanon, insbesondere gegen den ästhetizistischen Schönheitskult der Jahrhundertwende ein. Die Zerstörung traditioneller Menschenbilder und Realitätsbegriffe durch Psychoanalyse (S. Freud, »Die Traumdeutung«, 1900), Anthropologie (J. Frazer, »The golden bough« 1890–1915; deutsch »Der goldene Zweig«, 1928) und A. Einsteins Relativitätstheorie (1915), die Erfahrung der modernen Großstadt, das Trauma des Ersten Weltkriegs und

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Die Literatur der 1930er-Jahre

In den 1930er-Jahren war in der englischen Literatur vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise, gravierender sozialer Spannungen, des Spanischen Bürgerkriegs und

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Literatur nach 1945 und Postmoderne

Die englische Literatur der Nachkriegszeit bewegt sich im Spannungsfeld zwischen modernistischem Experiment und insularem Traditionsbewusstsein und zeigt ein Erscheinungsbild von verwirrender Vielfalt. Während einerseits die Gedichte des 1972 zum »Poet laureate« ernannten Traditionalisten J. Betjeman Auflagen von einigen Zehntausenden erzielten, betrat andererseits von den 1950er-Jahren an eine Vielzahl einander in schneller Folge ablösender und miteinander konkurrierender Gruppen lyrisches Neuland. 1956 und 1963 meldete sich mit den »New-Lines«-Anthologien und unter dem Namen »Movement« eine neue Generation zu

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Englischsprachige Literaturen außerhalb Englands

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Quellenangabe
Brockhaus, Englische Literatur. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/englische-literatur