Realismus der, -, Literatur: in der Literaturwissenschaft auf mehreren Ebenen gebrauchter Begriff,

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Realismus als literarisches Stilmerkmal

Als Stilmerkmal ist Realismus eng an das Verständnis von Mimesis gebunden. Nimmt man als allgemeinste Qualität die konkrete Mitteilung des Faktischen, dann kann Realismus als überzeitliche Konstante besonders in Spät- und Übergangszeiten beobachtet werden, in denen Elemente der äußeren Wirklichkeit Eingang in die Literatur finden.

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Wilhelm Raabe

Wilhelm Raabe (1831–1910) war ein deutscher

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Realismus als literarische Periode

Für nahezu alle europäischen Literaturen bezeichnet Realismus als Periodenbegriff die Zeit zwischen 1830 und 1880, wobei die Abgrenzung zum Naturalismus nicht immer eindeutig ist. Führend in der Praxis wie in der programmatischen Auseinandersetzung war Frankreich. Der französische Realismus war bestimmt von einer gesellschaftskritischen Thematik und einer zum Teil desillusionistischen Haltung. Im Erzählverfahren wurde – entsprechend der Ausklammerung der erkenntnistheoretischen Fragestellung in der Positivismusphilosophie A. Comtes – eine Darstellungsmethode entwickelt, die auf den individuell vermittelnden Erzähler verzichtete. Dies erreichte konsequent G. Flaubert (»Madame Bovary«,

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Quellenangabe
Brockhaus, Realismus (Literatur). http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/realismus-literatur