Russische Kunst, Bezeichnung für die altrussische Kunst, die sich auf der Grundlage von Elementen

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Altrussische Kunst

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Architektur

Der Einfluss der byzantinischen Kultur bewirkte einen Aufschwung im Städtebau. Von Byzanz übernommen wurde der Typ der Kreuzkuppelkirche, nach dem byzantinischen Meister die ersten Kirchen in der Kiewer Rus bauten, so die Erlöserkathedrale in Tschernigow (1036), die Sophienkathedralen in Kiew (1037 bis um 1100), in Polozk (1044–66) und jene in Nowgorod (1045–52), die mit fünf Schiffen und Kuppeln das Kiewer Vorbild vereinfachte und zu geschlossener Wirkung brachte, die Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale im Kiewer Höhlenkloster (1073–78; 1941 zerstört). Spätere russische Baumeister lockerten in

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Plastik

Von Bedeutung war bis zum 17. Jahrhundert das Relief. Frühe Reliefplatten aus

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Malerei

Mosaiken und Wandmalereien der ersten Kirchen Kiews (10./11. Jahrhundert) wurden von byzantinischen Meistern ausgeführt. Während die Fresken (um 1109) der Sophienkathedrale in Nowgorod in byzantinischer/Kiewer Tradition standen, war die Wandmalerei in der Mariä-Geburts-Kirche im Nowgoroder Antoniuskloster westlich-romanisch beeinflusst. Die Buchmalerei beschränkte

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Neurussische Kunst

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Architektur und Städtebau

Mit der Gründung Sankt Petersburgs (1703) drangen neue Prinzipien des Städtebaus und der Architektur nach Russland. Die hauptsächlich von westeuropäischen Architekten errichtete Hauptstadt wurde in der Gründungsperiode durch den strengen Stil v. a. D. Trezzinis geprägt. Er setzte mit der als Hallenkirche und hohem Westturm gebauten Peter-und-Pauls-Kathedrale (1712–32) einen

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Plastik

Die Plastik war im 18. Jahrhundert eng mit der Baukunst verbunden und stand in der Tradition des europäischen Spätbarock, so das von B. C. Rastrelli geschaffene Skulpturensemble »Große Kaskade« in

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Malerei

Die Gründung der Sankt Petersburger Akademie der Künste (1757) förderte die zunehmende Eigenständigkeit der russischen Malerei, für die das 18. Jahrhundert zum »Jahrhundert des Porträts« wurde (u. a. A. P. AntropowO. A. KiprenskiD. G. LewizkiI. N. NikitinF. S. Rokotow). Im frühen

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Russische Kunst in der Zeit der Sowjetherrschaft

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Die Kunst von 1917 bis 1932

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Architektur

Die avantgardistischen Architekturideen (u. a. von TatlinEl LissitzkyMalewitschN. Gabo) der ersten Revolutionsjahre sind kaum zur Verwirklichung gelangt. Konstruktivistische Bestrebungen, an denen auch

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Plastik

Nach Revolution und Bürgerkrieg gab es eine regelrechte Denkmalpropaganda, ein bildhauerisches

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Malerei und Grafik

Einen Hauptbereich der frühen Revolutionskunst bildeten das Plakat und die informierenden, kommentierenden und agitierenden, nicht selten hochsatirischen ROSTA-Fenster, die sich einer lapidaren, naiven, an moderner Kunst, am Volksbilderbogen (Luboks) und der erzählenden vielfigurigen Ikone orientierten Bild- und Plakatsprache bedienten. Die bewusst moderne Haltung dieser Agitationskunst führte im Kreis um W. W. Majakowski (Gruppe »LEF« [»Linke Front der Kunst«], seit 1923)

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Die Kunst von 1933 bis 1956

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Architektur

Städte-, Wohnungs- und Industriebau standen weiterhin im Vordergrund (Generalbebauungsplan Moskau, 1931–35). Folgenreich war die Entscheidung für das von Boris

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Plastik

Mit den Städtebauprogrammen war die Errichtung von Denkmälern verbunden, die der

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Malerei und Grafik

Experimentelle Kunstauffassungen traten zurück. Vorherrschend wurde der sozialistische Realismus, der an die Traditionen der Peredwischniki und der AChRR anknüpfte und einer altmeisterlichen Nationalkunst den Weg bereitete (u. a. I. E. GrabarPawel D. Korin, * 1892, † 1967Michail W. Nesterow,

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Die Kunst von 1957 bis 1991

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Architektur

Sie war geprägt durch den enormen Aufschwung industriellen Bauens nicht nur

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Plastik

Die plastischen Handschriften gewannen an Individualität und Vielfalt, wie sich auch die sowjetische bildende

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Malerei und Grafik

Ein neuer, engagierter Realismus setzte sich durch (u. a. Wiktor Iwanow, * 1924Andrei Wasnezow, * 1924). Seine typischen Ausdrucksformen waren der expressive strenge Stil mit lakonischer Bildsprache und oft dunkler, erdiger Farbgebung (u. a. Jewsei Moisejenko, * 1916, † 1988Wiktor Popkow, * 1932, † 1974), der realistisch-symbolhafte Stil (u. a. Geli Korschew, * 1925, † 2012Tair T. Salachow, * 1928Dmitri Shilinski, * 1927Dmitri Bisti, * 1925, † 1990) und eine mitunter zum Romantisieren neigende Richtung (z. B. die

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Russische Kunst seit 1992

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Architektur

In der Architektur errichtete man v. a. in Moskau und Sankt Petersburg zahlreiche Bauten in Anlehnung an die moderne westliche Architektur.

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Bildende Künste

Mit der Auflösung der Sowjetunion entfielen sowohl die gesellschaftlichen Bedingungen für die offizielle Sowjetkunst als auch die nonkonformistische Kunst, die in eine Krise geriet. Die Prozesse der Retroavantgarde in der postkommunistischen Gesellschaft lassen sich unter den Topoi Privatisierungen und Appropriationen zusammenfassen. Bei

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Quellenangabe
Brockhaus, Russische Kunst. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/russische-kunst