Portugiesische Literatur, die Literatur Portugals, deren Entwicklung mit der Abspaltung des

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Mittelalter (12.–15. Jahrhundert)

Da sie sich, im Verhältnis zu den anderen romanischen Literaturen, erst spät herausbildete, kennt die portugiesische Literatur kein Heldenepos in der Art der französischen Chansons de Geste und des spanischen »Cid«. Sie erlebte ihre erste Blüte zwischen dem 12. und 14. Jahrhundert mit der von französisch-provenzalischen Vorbildern angeregten und

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Renaissance und Humanismus (16. Jahrhundert)

Die Zeit größter politischer Machtentfaltung unter Emanuel I. bis zur Niederlage von Ksar el-Kebir (1578), der die Personalunion mit Spanien (1580–1640) folgte, war zugleich die Epoche höchster literarischer Kreativität. Als Begründer des portugiesischen Dramas gilt Gil Vicente, dessen Bühnenwerk Religiosität mit populären Elementen verbindet. Seine Mysterienspiele und Moralitäten weisen

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Barock und Aufklärung (17. und 18. Jahrhundert)

Durch die engen Beziehungen zu Spanien gefördert, wurde in allen Gattungen der barocke Stil nachgeahmt, wie er v. a. durch den Spanier L. de Góngora y Argote und den Italiener G. Marino vorbildhaft geworden war. Unter den Lyrikern ragten hervor F. Rodrigues Lobo

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Romantik und Realismus (19. Jahrhundert)

Die Romantik setzte in Portugal relativ spät ein. Hauptgattungen wurden neben der Lyrik der historische Roman und das historische Drama nach dem Vorbild von W. Scott und V. Hugo. Ihren Auftakt bildete das Epos »Camões« (1825; deutsch »Camoens«) des J. B. da Silva Leitão de Almeida

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Moderne (um 1890 bis um 1930)

Von 1890 an wurden die literarischen Beziehungen zum Ausland, besonders zu Frankreich, enger; die literarischen Richtungen lösten einander schneller ab. Tendenzen der Dichtung des Fin

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Die Zeit der Diktatur (1933–74)

Das geistige Klima unter dem Salazar-Regime beeinflusste die literarische Entwicklung maßgeblich. Am wenigsten von der Zensur betroffen war die Lyrik, die die nationalen Traditionen mit internationalen Anregungen verband; so wurde die modernistische Entwicklungslinie u. a. von V. Nemesio fortgeführt, der nächsten Autorengeneration gelang die originelle Verarbeitung surrealistischer Impulse (Mario Cesariny de Vasconcelos, * 1923, † 2006; Alexandre O'Neill, * 1924, † 1986). Existenzielle Themen in üppigen,

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Die portugiesische Literatur seit 1974

Nach der »Nelkenrevolution« dauerte es einige Jahre, bis neue Entwicklungen in der Literatur sichtbar wurden, erstmals in dem Roman »Sinais de fogo« (»Feuerzeichen«) von J. de Sena, der erst nach dem Tod des Autors 1978 erschien. Darin beschreibt er das Leben einer Gruppe von Freunden, das sich durch den Ausbruch des Spanischen Bürgerkrieges dramatisch ändert. Zur gleichen Zeit publizierten auch A. Lobo Antunes und L. Jorge ihre ersten Romane,

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Quellenangabe
Brockhaus, Portugiesische Literatur. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/portugiesische-literatur