Latein|amerika, Bezeichnung für die Länder Süd- und Mittelamerikas, in denen eine romanische Sprache (auf lateinischer Grundlage) gesprochen wird, wobei unter Mittelamerika

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Religion

Die in Lateinamerika dominierende Religion ist seit der Kolonialzeit das Christentum, zu dem sich rund 92,5 % der knapp 590 Mio. Einwohner bekennen: rund 80 % (bezogen auf die Taufe) gehören der katholischen Kirche an (entspricht 41 % der Katholiken weltweit), über 10 % protestantischen sowie rund 7 % unabhängigen Kirchen (darunter besonders Pfingstler und Charismatiker). Der Anteil katholischer Christen ist aber wohl deutlich geringer, da viele getaufte Katholiken de facto einer der heute in Lateinamerika zahlreich vertretenen Pfingstkirchen und -gemeinden angehören (starkes Wachstum besonders in

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Geschichte

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Vorgeschichte und vorkoloniale Epoche

Älteste Zeugnisse für die Vorgeschichte des lateinamerikanischen Raumes reichen bis ins

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Conquista und frühe Kolonialzeit (Ende 15. und 16. Jahrhundert)

In spanischen Diensten entdeckte C. Kolumbus – auf dem westlichen Seeweg nach Indien unterwegs – am 12. 10. 1492 die Bahamainsel Guanahani (San Salvador, möglicherweise aber Samana Cay), am 28. 10. Kuba und am 6. 12. Hispaniola. Auf seiner dritten Fahrt (1498–1500) berührte Kolumbus erstmals das südamerikanische Festland (am Golf von Paria), auf seiner vierten Reise (1502–04) das zentralamerikanische Festland (Amerika, Übersicht).

Nach der Besiedlung Hispaniolas eroberten die Spanier 1508–11 Kuba; 1509

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Die spätere Kolonialzeit (17./18. Jahrhundert)

In den spanischen Gebieten Süd- und Mittelamerikas wurde eine gegen die Machtfülle der Konquistadoren gerichtete Verwaltungsstruktur aufgebaut, an deren Spitze Vizekönige beziehungsweise Generalkapitäne und Gerichtshöfe (Audiencias) standen. Oberste Zentralbehörde war der in Spanien ansässige Indienrat (Consejo Real y Supremo de las Indias). Die in Amerika geborenen Spanier (Kreolen) waren von Ämtern in der Verwaltung nicht ausgeschlossen; führende Stellen wurden aber meist mit europäischen Spaniern besetzt. Der Gegensatz zwischen Europa- und Amerikaspaniern bestimmte so zunehmend die koloniale

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Die Unabhängigkeitskämpfe (1789–1826)

Die Gründe für die Loslösung von den Mutterländern sind vielschichtig. Den ersten Anstoß zu einer politischen Emanzipation gab auf Hispaniola die Französische Revolution

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Die lateinamerikanischen Republiken (ab 19.  Jahrhundert)

Während Brasilien durch eine nationale Monarchie (1822–89, unter Peter I. und Peter II.) seine staatliche Einheit wahren konnte, zerfiel Spanisch-Amerika in eine Vielzahl selbstständiger Staaten; vergebens erstrebte Bolívar auf dem Kongress von Panama (1826) ihre Vereinigung zu einem Staatenbund. Die Republik Großkolumbien brach 1830 in die Republiken Venezuela, Neugranada (Kolumbien) und Ecuador auseinander. Im Zentrum und Süden entstanden die »Vereinigten Provinzen des Río de la Plata« (1816), aus denen Argentinien (über Vorstufen erst 1880 als Einheitsstaat vollendet), Bolivien (1825) und

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Neuere Entwicklungen

In den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts hat sich die demokratische Konsolidierung nur in wenigen Ländern weiter vertieft (so in Chile und Uruguay), in anderen ist sie zum Stillstand gekommen (v. a. in Zentralamerika), in eine Krise geraten (Argentinien, Ecuador, Bolivien) oder hat populistisch-autoritären Experimenten Platz gemacht (Venezuela). Die Bedeutung des Nationalstaats hat

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Weitere Medien

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Quellenangabe
Brockhaus, Lateinamerika. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/lateinamerika