So offensichtlich einerseits die durch Desertifikation hervorgerufenen negativen Auswirkungen in den betroffenen Gebieten sind, wurde andererseits durch einige Wissenschaftler festgestellt, dass im Grenzbereich der Wüste zwar die Vegetationsbedeckung gewechselt hat, dass aber die Wüsten an sich in ihren Grenzen stabil bleiben. Desertifikation ist also nicht gleichzusetzen mit Wüstenbildung, vielmehr handelt es sich um menschengemachte Degradation (Zerstörung, Verödung).

Die großflächige Desertifikation im 20. Jahrhundert wurde letztendlich – als Folge verschiedener Wirkungsketten – durch die »Bevölkerungsexplosion« in den Trocken- und Halbtrockengebieten ausgelöst, die

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Quellenangabe
Brockhaus, Desertifikation als ein Produkt des Menschen. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/desertifikation/desertifikation-als-ein-produkt-des-menschen