Desertifikation [lateinisch desertus »unbewohnt«, »leer« und facere »machen«] die, beschreibt die anthropogen beeinflusste Entstehung und Ausbreitung von Wüsten oder

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Ursachen und Folgen der Desertifikation in ihrer Komplexität

Trockengebiete sind sehr anfällig für Übernutzung und unangepasste oder falsche Landnutzung sowie für Klimaänderungen. Die Bodendegradierung führt zu drastischen Einbußen der

  • Bodenfruchtbarkeit,
  • Bodenstabilität,
  • Wasserverfügbarkeit,
  • Produktivität der Pflanzendecke sowie der
  • Biodiversität.

Verschiedene Faktoren sind an der Desertifikation beteiligt:

  • Überweidung,
  • Abholzung, Kahlschläge und Brandrodung,
  • unangepasste Landnutzung,
  • unangepasste Bewässerungspraktiken,
  • Versalzung,
  • Dürre,
  • Erosion (Staub- und Sandstürme, Abspülungen) und
  • Akkumulation (von Sand, Schlamm).

Die natürlichen Verhältnisse der Wüsten und Trockenräume werden nicht nur

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Desertifikation als ein Produkt des Menschen

So offensichtlich einerseits die durch Desertifikation hervorgerufenen negativen Auswirkungen in den betroffenen Gebieten sind, wurde andererseits festgestellt, dass die Wüsten an sich in ihren Grenzen stabil bleiben. Desertifikation ist also nicht gleichzusetzen mit Wüstenbildung, vielmehr handelt es sich um menschengemachte Degradierung.

Die großflächige Desertifikation im 20. Jahrhundert in der Sahelzone wurde letztendlich – als Folge verschiedener Wirkungsketten – durch das enorme Bevölkerungswachstum in den Trocken- und Halbtrockengebieten ausgelöst. Der Bevölkerungsvermehrung wiederum wurde mit

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Die Folgen einer falschen Bewässerungskultur

Durch unsachgemäße Bewässerungstechnik werden weiträumige Schäden verursacht, die Folgen sind Versumpfung und vor allem Bodenversalzung. Dadurch gehen mittlerweile weltweit ebenso viel Anbauflächen verloren, wie durch neue Bewässerungsanlagen gewonnen werden. Die von staatlichen Institutionen, oft mit ausländischer Entwicklungshilfe erbohrten Tiefbrunnen, aus denen mit Motorpumpen Wasser aus bis zu 300 m Tiefe gefördert

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Die Folgen der Überweidung in Australien und den USA

Im Inneren Australiens, das weitgehend Halbwüste ist, ist die Überweidung der auslösende Faktor der Desertifikation und führte – ebenso wie

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Desertifikation in der Vergangenheit

Desertifikationserscheinungen sind auch aus weiter zurückliegenden Zeiten bekannt. Die Wüste Thar in Nordwestindien ist größtenteils anthropogen bedingt: Aufgrund von Übernutzung während der Harappakultur hatte sie um 700 n.

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Desertifikation als entwicklungspolitisches Problem

Die Desertifikation gefährdet in den Entwicklungsländern der ariden und semiariden Gebiete nicht nur die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und anderen Gütern, sondern ebenso die politische Stabilität. Da die Bevölkerung weiterhin wächst, verschärft sich ständig die

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Globale Anstrengungen gegen Desertifikation, Klimaänderung und Artenverlust

Es gibt Grund zu der Annahme, dass die durch Desertifikation veränderte Oberfläche der Erde die Witterung beeinflusst, d. h. die Dürrewahrscheinlichkeit fördert: Durch die Bodenzerstörung kommt es zu stärkerem Abfluss, erhöhter Verdunstung, Verringerung

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Literatur

R. Glaser: Global Change. Das neue Gesicht der Erde (2014)
A. Imeson: Desertification,
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Mitwirkende

  • Brigitte Lotz
  • Julia Bihar
Quellenangabe
Brockhaus, Desertifikation. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/desertifikation