Tunesien, amtlich arabisch Al-Djumhurijja at-Tunisijja [-dʒʊm-], französisch République

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Landesporträt

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Die Flagge von Tunesien. Die Flagge erinnert an die Zeit der osmanischen

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Geografie

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Landschaft

Tunesien grenzt im Norden und Nordosten an das Mittelmeer, im Südosten an Libyen, im Südwesten und Westen an Algerien.

Relief, Klima und Vegetation gliedern Tunesien (800 km Nord-Süd-Erstreckung) in fünf Großlandschaftsräume mit stark ausgeprägtem Nord-Süd-Wandel. Im mediterran-humiden Norden bilden die Ost-Ausläufer des algerischen Tellatlas

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Klima

Die Jahresniederschläge im mediterran geprägten Norden erreichen im Kroumir 1 000–1 570 mm (7–9 humide Monate), im Mogod nur noch 600–800 mm (7–8 humide Monate); das im Regenschatten liegende

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Vegetation

In den nördlichen Bergländern gibt es in Hochlagen noch mediterrane Hartlaubwälder, in niedrigeren Lagen Sekundärmacchie

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Gesellschaft

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Bevölkerung

Als ursprüngliche Bewohner des Maghreb bilden die Berber heute in Tunesien nur noch einen kleine Minderheit. Etwa 98 % der Tunesier sind Araber und arabisierte

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Religion

Die Verfassung bestimmt den sunnitischen Islam in der Tradition der Salafija zur Staatsreligion, das Recht der Religionsausübung nicht islamischer Religionen

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Politik und Recht

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Politik

Die Verfassung vom 1. 6. 1959 (mehrfach geändert) bezeichnete Tunesien als präsidiale Republik. Staatsoberhaupt, Oberbefehlshaber der Streitkräfte und oberster Inhaber der Exekutive war der auf 5 Jahre direkt gewählte Präsident (unbeschränkte Wiederwahl möglich). Er ernannte

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Nationalsymbole

Die Nationalflagge stammt aus der Zeit der osmanischen Herrschaft. In der Mitte des roten Tuchs stehen in einem weißen Kreis ein roter Halbmond mit einem

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Parteien

Beherrschende Partei war bis zum Umsturz 2011 der Rassemblement Constitutionnel Démocratique (RCD, deutsch Konstitutionelle Demokratische Sammlung, 1988 hervorgegangen

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Militär

Die Gesamtstärke der Wehrpflichtarmee (Dienstzeit 12 Monate) beträgt etwa 35 800, die

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Verwaltung

Tunesien ist in 24 Governorate gegliedert, die in 264 Distrikte mit

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Recht

Die Rechtsprechung orientiert sich an europäischen Vorbildern, berücksichtigt dabei auch islamische

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Bildungswesen

Es besteht eine allgemeine neunjährige Schulpflicht ab dem 6. Lebensjahr. Der

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Medien

Die Medienlandschaft ist vielfältig. Allerdings versucht der Staat immer wieder, die freie Berichterstattung einzuschränken.

Presse:

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Wirtschaft

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Wirtschaft

Die tunesische Wirtschaft gilt als eine der dynamischsten im arabischen Raum. Die wirtschaftliche Entwicklung des Landes basiert

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Landwirtschaft

Der Anteil des Agrarsektors (einschließlich Forstwirtschaft und Fischerei) am BIP sank von (1990) 16 % auf (2015) 10,3 %. Die Besitzstruktur wird durch eine Vielzahl von Kleinbetrieben bestimmt. Im fruchtbaren

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Bodenschätze

Neben dem Phosphatbergbau (Förderung in der Zentralregion bei Gafsa/Metlaoui und westlich

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Industrie

Seit den 1970er-Jahren liegt der Schwerpunkt der industriellen Entwicklung im Aufbau

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Tourismus

Der Tourismus konzentriert sich auf die Küste und die Insel Djerba. Es werden jedoch vermehrt touristische Zentren im Landesinnern eingerichtet.

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Verkehr

Nordtunesien verfügt über eine gut entwickelte Verkehrsinfrastruktur; so befinden sich rund 70 %

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Geschichte

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Tunesien vor den Husainiden

Das von Berberstämmen bewohnte Land wurde seit etwa 1100 v. Chr. von Phönikern kolonisiert, die später Karthago gründeten. Nach der Zerstörung Karthagos durch die Römer Ende des 3. Punischen Krieges (146 v. Chr.) kam

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Der Weg zur Unabhängigkeit

Nach dreijährigem Machtkampf begründete der Janitscharenoffizier Husain Ibn Ali († 1739/40) 1705 die Beidynastie der Husainiden, die bis zur Einführung der Republik (1957) an der Spitze blieben. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Freibeutertum abgeschafft, was zum wirtschaftlichen Niedergang

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Die Präsidentschaft Bourguibas

Im Rahmen eines präsidentiellen Regierungssystems übernahm Bourguiba am 25.7.1957 neben dem Amt des Regierungschefs auch das des Präsidenten der Republik (1964 und

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Das autoritäre Regime Ben Alis

Nachdem Präsident Bourguiba Amtsunfähigkeit bescheinigt worden war, wurde er am 7.11.1987 durch Premierminister Zine el-Abidine Ben Ali entmachtet, der das Amt des Staatspräsidenten übernahm (1989, 1994, 1999 durch Wahlen im Amt bestätigt). Ein 1988 verabschiedetes Parteiengesetz institutionalisierte zwar das Mehrparteiensystem, wurde aber

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Der Arabische Frühling und seine Folgen

Die Selbstverbrennung eines jungen Gemüsehändlers in der Provinzstadt Sidi Bouzid am 17.12.2010 löste eine landesweite Protestwelle gegen das autoritäre Regime Ben Alis aus. Die Proteste eskalierten, als die Sicherheitskräfte Gewaltmittel gegen die Demonstranten einsetzten, wobei zahlreiche Menschen ihr Leben verloren. Am 14.1.2011 floh Präsident Ben Ali nach Saudi-Arabien ins Exil.

Interimistisches Staatsoberhaupt wurde Parlamentspräsident Fouad Mebazaa (* 1933). Nach anhaltenden Unruhen mit blutigen Massendemonstrationen trat am 27.2.2011 Mohammed Ghannouchi (* 1941), Chef der Übergangsregierung und unter Ben Ali seit 1999 Premierminister, zurück.

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Entwicklungen seit 2015

Bei einem Terroranschlag auf das Nationalmuseum in Bardo am 18.3.2015 wurden zwanzig ausländische Touristen, drei Tunesier und zwei Terroristen getötet. Zu dem Anschlag bekannte sich der Islamische Staat. Einem weiteren Terroranschlag auf einen Strandabschnitt und eine Hotelanlage nördlich von Sousse fielen am 26.6.2015 38 ausländische Touristen zum Opfer. Daraufhin verhängte Präsident Essebsi am 4.7.2015 den Ausnahmezustand. Durch

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Kultur

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Quellenangabe
Brockhaus, Tunesien. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/tunesien