Afrikanische Literatur, Bezeichnung der Literatur in afrikanischen Sprachen.

Im weiteren Sinne

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Literatur in afrikanischen Sprachen

Literatur in afrikanischen Sprachen wurde ursprünglich nicht geschrieben (afrikanische Schriften) und war somit traditionell Oralliteratur, die mimisch-gestisch vorgetragen wurde, oft in Verbindung mit Musik, Tanz und Gesang. Reichtum und Fülle dieser mündlichen Dichtung sind bisher kaum erfasst oder gesichtet.

Von Missionaren, Reisenden, Forschern, Kolonialbeamten und Afrikanisten wurden seit dem 19. Jahrhundert Märchen, Fabeln, Mythen und Legenden, Lieder, Preisgesänge, Sprichwörter und Rätsel aufgezeichnet und veröffentlicht.

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Literatur in englischer Sprache

Die Ursprünge der anglofonen Literatur des subsaharischen Afrika gehen bis ins 18. Jahrhundert zurück. Damals veröffentlichten nach Europa beziehungsweise Amerika verschleppte Westafrikaner autobiografische Werke, in denen sie sich v. a. gegen die Sklaverei wandten, andererseits aber auch die europäische Zivilisation und den christlichen Glauben glorifizierten (Ignatius Sancho, * 1729, † 1780; Olaudah Equiano, * 1745, † 1797; Phillis Wheatley, * 1754, †1784). In Westafrika verfassten ab Mitte des 19. Jahrhunderts Publizisten, die der neu entstehenden schwarzen Elite angehörten, pädagogische und politische Schriften, die zumeist stark an europäischen Bildungsidealen

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Literatur in französischer Sprache

Die Entstehung der frankofonen Literatur West- und Zentralafrikas wurde hauptsächlich durch die von der Kolonialmacht Frankreich praktizierte Politik der Assimilation geprägt, die einerseits das Ziel verfolgte, einheimische Kräfte für den Kolonialdienst auszubilden und andererseits darauf ausgerichtet war, die französische Sprache und Kultur in den Kolonien zu verankern. Dies führte zunächst zu einer stärkeren Orientierung der entstehenden intellektuellen Elite nach Europa und v. a. Paris. Die Begegnung junger Intellektueller aus Afrika und der Karibik (L. S. Senghor, B. Diop, A. Césaire, L.-G. Damas) im Schmelztiegel

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Literatur in portugiesischer Sprache

Die lusofone Literatur Afrikas (Kapverden, Angola, Mosambik, Guinea-Bissau, São Tomé und Príncipe) blieb lange sehr viel stärker mit dem Kulturleben der Kolonialmacht Portugal verknüpft als die anglo- oder frankofone. Durch die jahrhundertelange Kolonialherrschaft kam es v. a. auf den Kapverden

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Quellenangabe
Brockhaus, Afrikanische Literatur. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/afrikanische-literatur