Syrien (»Altsyrien«) als kulturgeografischer Begriff bezeichnet den Bereich zwischen Euphrat und

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Vorgeschichte

Funde der Altsteinzeit sind in Syrien aus Küsten- und Flussterrassen sowie aus Höhlen bekannt. In

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Altorientalische Zeit

Syrien war ab dem 3. Jahrtausend v. Chr. ein Bereich, der kulturell v. a. aus Mesopotamien und Ägypten, dann auch aus dem ägäischen Raum Einflüsse empfing. Die Tontafelarchive von Ebla (um 2400 v. Chr.) bezeugen nicht nur eine dichte Besiedlung der Ackerebenen, sondern auch

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Griechische und römische Zeit

Mit der Eroberung durch Alexander den Großen 333/332 v. Chr. setzte die Hellenisierung

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Islamische Reiche

Nach der Eroberung durch die muslimischen Araber (634–637/640) machten die Omaijadenkalifen 661 Damaskus zur Hauptstadt ihres Reiches. Es begann die allmähliche Arabisierung und dann

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Osmanische Herrschaft

1516/17–1918 war Syrien Teil des Osmanischen Reichs. Es besaß besondere Bedeutung durch den Fernhandel und als

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Königreich Syrien und Völkerbundmandat

Im Sykes-Picot-Abkommen von 1916 teilten sich Großbritannien und Frankreich Einflussgebiete im Nahen Osten. Syrien wurde dem französischen Interessengebiet zugesprochen. Beim Zusammenbruch der osmanischen Herrschaft 1918 von britischen und arabischen Truppen unter Feisal besetzt. Am 18. 3. 1920 wurde die

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Das unabhängige Syrien

Die Nationalpartei, Trägerin der Unabhängigkeitsbewegung, stellte mit S. al-Kuwatli den Staatspräsidenten von 1943 bis 1949 und bis 1958 mehrmals den Premierminister. Innenpolitische Instabilität (mehrere Staatsstreiche zwischen 1949 und 1951) mündete 1951 in die Militärdiktatur von Adib Schischakli (* 1909,

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Syrien unter Präsident Hafis al-Assad

Am 16. 11. 1970 stürzte eine Gruppe um den Luftwaffengeneral H. al-Assad in einem unblutigen Putsch (»Korrekturbewegung«) die herrschende Baath-Führung. Er errichtete nach und nach ein ganz auf seine Person ausgerichtetes System, das sich zudem in besonderer Weise auf Angehörige der religiösen Minderheit der Alawiten stützte. 1971 übernahm Assad die Führung der syrischen und panarabischen Baath-Partei, am 12. 3. wurde er Staatspräsident und behielt dieses Amt bis zu seinem Tod (2000). Er verfolgte immer wieder später meist nicht realisierte panarabische Projekte

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Syrien unter Präsident Baschar al-Assad bis 2010

Nach dem Tod Assads (10. 6. 2000) wurde sein Sohn B. al-Assad sein Nachfolger in der Führung der Baath-Partei (am 16. 6. zum Generalsekretär gewählt) und des Staates (am 10. 7. per Referendum zum Präsidenten gewählt; Amtseinführung und Vereidigung: 17. 7.).

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Baschar al-Assad

Am 29. 9. 2000 veröffentlichte eine Gruppe von syrischen Intellektuellen in einer libanesischen Tageszeitung einen Appell für mehr demokratische Rechte und Meinungsfreiheit und forderte dabei u. a. die Aufhebung des seit 1963 bestehenden Ausnahmezustands und die Freilassung

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Das Land im Bürgerkrieg

Nach dem Vorbild anderer arabischer Länder entstand im Frühjahr 2011 auch in Syrien eine Protestbewegung (Arabischer Frühling). Halbherzige Reformversuche von Präsident Assad, u. a. Aufhebung des langjährigen Ausnahmezustandes, verhinderten nicht, dass sich die innenpolitischen Auseinandersetzungen zu einem Krieg entlang konfessionell-ethnischer Trennungslinien unter Beteiligung ausländischer Akteure entwickelte (Syrischer Bürgerkrieg). Darin widerspiegelte sich die Rivalität zwischen der sunnitischen Vormacht Saudi-Arabien und dem schiitischen Iran, der türkisch-kurdische Gegensatz, das Großmachtstreben Russlands sowie der Kampf einer von den USA geführten internationalen Allianz gegen die Terrormiliz

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Quellenangabe
Brockhaus, Geschichte. http://brockhaus.de/ecs/enzy/article/syrien/geschichte